Seit einigen Wochen gibt es einen neuen Sponsor für LinuxNews! Der Berliner Mail-Provider mailbox.org stellt uns nun Mail und Groupware bereit.
Datenschutz und Sicherheit seit 1989
mailbox.org engagiert sich für eine freie und sichere Kommunikation im Internet und setzt sich zum Beispiel gegen eine grundlose Vorratsdatenspeicherung ein. Bei seinen eigenen Diensten setzt der Mail-Anbieter konsequent auf SSL/TLS-Verschlüsselung und zahlreiche andere technische Sicherheitsmaßnahmen und -verfahren, um die Kundendaten bestmöglich zu schützen. Externe Security-Portale bestätigen dies durch beste Bewertungen.
Bisheriger Wildwuchs
Privat waren Ferdinand und ich bereits bei mailbox.org, das sorgte glücklicherweise für keine Handstände bei den MX-Records. Er hatte in seinem Account einige Adressen als Alias eingerichtet. Dieser ganze Wildwuchs hatte mehrere Nachteile:
- Die allgemeine Adresse gab es nur für Ferdinand, er musste alle Anfragen auch alleine bearbeiten oder an mich weiterleiten
- Der Versand von Mails des Servers (z.B. Registrierungen) erfordert, dass sein Kennwort im CMS abgelegt wird
- Versand über externes Webhosting war zu Störanfällig und ständig auf Blacklists vertreten, was bei mir immer für Aufwand sorgte
Wat hamma’ jetzt?
mailbox.org Business und es ist super! Endlich eine Mailbox für jeden. Mehrere allgemeine Adressen, auf die jetzt jeder zugreifen kann sowie ein eigener Funktionsaccount für SMTP zum Versand von CMS-Mails. Endlich ist alles so, wie es sein soll. Ein Testbericht wird nach einiger Zeit der Nutzung folgen.
Besonderheiten bei mailbox.org
Etwas, das ich bei noch keinem Anbieter erlebt habe: Es gibt kein wahrnehmbares Blacklisting. In 8 Jahren mailbox.org habe ich es noch nie erlebt, dass eine Mail nicht ankam, auch mit eigener Domain nicht. Ein gutes Beispiel ist hier Microsoft und sein Delistingverfahren, das tagelang dauert. Nicht einmal das habe ich als Anwender gemerkt, wenn es denn überhaupt passiert ist.
Spamaufkommen ist ein weiterer Punkt, der mir nicht mehr im Gedächtnis ist. Das liegt nicht an meiner Demenz, sondern eher daran, dass es dort keinen Spam gibt! Keine günstigen Ventilatoren an heißen Tagen, noch Pillen aus kanadischen Apotheken zum Spottpreis. Kein Spam schont die Nerven und spart Lebenszeit (die man damit verbringen kann, Freunde und Familie zu mailbox.org umzuziehen 😉).
Eine weitere Besonderheit ist die Dokumentation. Es wird einfach verständlich erklärt, wie etwas zu tun ist. Bei Artikeln wie z.B. die Einrichtung einer eigenen Domain geht es noch ein Stück weiter, hier werden von zwei bekannten DNS-Anbietern die Verwaltungspanels mitsamt Einrichtung gezeigt. Damit sollte es jedem möglich sein, den Dienst zu nutzen. Dieses “jeden an die Hand nehmen” ist etwas, das ich in der Form auch noch nicht gesehen habe. Daumen hoch dafür!
Danke! ❤️
Wir danken dem mailbox.org-Team herzlich für die Unterstützung! Wir freuen uns sehr, endlich vernünftiges Mailing zu haben. Auch Videokonferenzen mit OpenTalk sind eine tolle Sache, die reichlich zum Einsatz kommen wird.

Herzlichen Glückwunsch zur Unterstützung von mailbox.org! Ist für die emsigen Macher von Linux News sicher eine Erleichterung. Bin selbst seit Jahren bei mailbox.org und kann es nur weiter empfehlen. Wollte ich nur mal anmerken, nachdem eine positive Nachricht in der obigen Diskussion ins Negative abgeglitten ist. Typisch deutsch. Man könnte als Publizist auch schreiben, dass morgen jeder eine Million Euronen kriegt. Und schon heisst es: Warum nicht zwei? (Achtung: Ironie)
Bin ein wenig irritiert. Mailbox.org bietet doch einen Light Tarif an für nur einen Euro. Dazu habe ich mich entschlossen und schau ob mir das ausreicht. Wenn nicht, kann ich immer noch aufstocken. Weder für 3€ noch für 1€ würde ich das Avendteuer Selfhosting auf mich nehmen und riskieren. Posteo ist m.M.n. auch nicht wirklich günstiger. Ich verstehe die Aufregung nicht und mal ehrlich: Diese Erhöhung im Vergleich zu Gas, Strom oder gar Lebensmittel ist vermutlich eher begründet und ein Lacher gegen die anderen. Denkt mal so herum.
Naja, jemandem, dem der 1€ light Account von mailbox.org reicht ist sicher nicht der richtige, für den sich ein Selbsthosting lohnen würde. Das sieht bei Powerusern möglicherweise anders aus und es gibt auch Sachen, die sind vermutlich bei kommerziellen Anbietern gar nicht abzubilden bzw. umzusetzen.
Ich wollte nur aufzeigen, dass es durch aus eine Alternative sein kann. Für manch einen mag das natürlich keine sein und dann ist die Situation sicherlich eine andere. Für viele ist aber der Ligth Tarif ausreichend und dann ist der Kompromiss doch Ok. Wie gesagt: Die Mitbewerber sind nicht günstiger.
Gratulation!
Im großen und ganzen bin ich mit Mailbox jetzt auch seit Jahren recht zufrieden.
Was mich aber immer mehr stört: dass es bis heute kein vernünftiges 2FA und keine separaten Anwedungs/IMAP-Passwörter gibt. Da wird im Forum dann auch immer schön rumerklärt, aber so richtig schlüssig und überzeugend war bislang für mich keine dieser ‘Ausreden’.
Das ist tatsächlich auch der einzige wirkliche Grund, warum ich immer mal wieder mit dem Gedanken spiele, umzuziehen – aber irgendwie siegt die Faulheit (und vielleicht das letzte bisschen Hoffnung) dann doch immer wieder 😀
Was wäre denn für Dich eine aqäquate Alternative?
Meinst du jetzt zum 2FA oder als Anbieter? Bei den Anbietern wären ja Posteo oder Tutanota so die klassischen Alternativen.
Ich bin aber tatsächlich auch am überlegen, stattdessen eine eigene Domain und kleinen vServer zu mieten, dürfte preislich nicht mehr viel teurer als die neuen Tarife sein. Muss man natürlich Lust drauf haben, wenn man die Arbeitszeit da mitrechnet wird es natürlich deutlich teurer.
Tutanota ist ein guter Dienst, aber mich schreckt es noch ab, dass ich da nicht meine eigenen Clients verwenden kann, sondern auf deren Programme setzen muss.
Das mit dem vServer (und dann vermeintlichem Selbsthosting) erscheint mir aus eigener Erfahrung keine gute Idee zu sein. Der Arbeitsaufwand hält sich – einmal eingerichtet – zwar in Grenzen, aber es ist durchaus schwierig für seinen Server eine gute Reputation aufzubauen und auch zukünftig dürfte es eher noch schwieriger werden, noch erfolgreich Mails bei den global playern loszuwerden. Bei mir läuft das jetzt seit ca. 15 Jahren relativ zufriedenstellend und ich hab nur je einmal mit T-Online und mit Google “gekämpft”. Nichts desto trotz will und werde ich diese Lösung nah- bis mittelfristig aufgeben und jemanden damit beauftragen, der sowas hauptberuflich macht. Zumal das Mailkonto halt oft ein Hauptangriffsvektor ist – fällt das Mailkonto, fallen gleich haufenweise andere Dienste mit, da Passwörter oft über Mail zurückgesetzt werden können.
Ja, da hast du nicht unrecht, das mit den Reputationsproblemen ist auch einer meiner größten Bedenken.
Tutanota hat aber doch in den Bezahltarifen IMAP und nur im kostenlosen Tarif einen Zwang zum eigenen bzw Web-Client?
Das mit dem IMAP im Bezahltarif war/ist mir neu. Möglich wärs, ich hab da länger nicht geguckt. Aber wie machen die das dann mit der Vollverschlüsselung?
Und ein wichtiges Argument noch gegen das Selbsthosting des Mailservers, dann halte ich diesbezüglich auch den Rand …. das ganze funktioniert gut, solange man Bock auf die Pflege und Konfiguration hat. Aber Lebensumstände ändern sich über die Jahre/Jahrzehnte und wenn es dann mal an Lust und Laune mangelt, läuft die Kiste ungepflegt vor sich hin. Keine gute Idee.
Da bin ich überfragt bzgl Verschlüsselung – war das nicht einfach nur eine at-rest Verschlüsselung? Generell halte ich davon eh nicht allzu viel – Email ohne PGP läuft für mich immer unter ‘offen einsehbar’, egal was der Anbieter verspricht.
Und mit der Pflege hast du natürlich recht – habe ich ja auch schon geschrieben, dass man darauf Lust haben muss. Und diese natürlich auch nicht versiegen sollte ^^
Der Vollständigkeit halber (und fürs Archiv): https://tutanota.com/support/#imap
Oh, dann muss ich das mit irgend einem anderen Anbieter verwechselt haben – sorry!
Mal ein kleiner Denkanstoß für all diejenigen, die sich wegen des Wegfalls des 1€-Tarifes aufregen: Gehst du für 1200€/netto arbeiten?
Leistung kostet nun mal Geld, bei LinuxNews kommt dies aus privater Tasche. Mailbox.org ist eine Firma, die dafür Sorge zu tragen hat, dass bei allen Mitarbeitern der Kühlschrank voll ist! Entsprechend muss auch mal nach Jahren der Preisstabilität nachjustiert werden. Auf den Hype-Train “Alles wird teurer, wir auch” sind sie auch nicht aufgesprungen, es war schon deutlich früher. Geht auf handelsregister.de und schaut euch die Jahresabschlüsse an, hier ist kein über die Maßen zulangen/maximale Gewinnerzielungsabsicht erkennbar.
Am Ende des Tages muss jeder selbst entscheiden, ob einem die üppig gebotene Leistung und der eigene Datenschutz 3€ wert ist oder nicht.
Ich bin mittlerweile bzgl mailbox.org etwas enttäuscht.
Einerseits habe ich dort schon als einer der früheren Nutzer seit Jahren meinen Account und es gab (quasi) nie Probleme. Aus meiner subjektiven Wahrnehmen hakt es aber an ein paar Stellen, die zu träge, bzw gar nicht, angegangen werden:
Dass ich jetzt meinen alten 1€-Tarif nicht mehr aufladen darf und entweder in einen beschnitteren 1€-Tarif gehen muss oder den dreifachen monatlichen Betrag zu zahlen habe ich nur für nun leider Grund genug, dass ich mich weiter unschaue … wird wohl Tutanota werden.
Zusatz:
Wo ich das hier gerade schreibe fällt mir auf, dass das Userforum (userforum.mailbox.org) wohl mittlerweile ganz gut versteckt wurde … von der Startseite her finde ich keinen Link mehr dort hin… oder ich bin blind.
Funfact: Der Foren-Account ‘mailbox.org Support’ hatte seine letzte Aktivität vor 13 Tagen. …. nuff said.
PS: Vielleicht tue ich mailbox.org hier aus mangelnder Einsicht auch Unrecht … ich würde mir wünschen der fade Begeschmack fußt auf einer Fehleinschätzung, denn eigentlich will ich den Laden mögen… demnächst wirds dann aber wohl doch Tutanota.
Man kann vieles auf OX schieben, aber eben nicht alles. Im OX-Kosmos ist mailbox.org eines der größten Positivbeispiele. Kein anderes OX einsetzendes Unternehmen rollt neue Versionen so rasant aus wie sie! Natürlich kommt es immer auf den Upstream an, was an Features mitkommt. Aber meinst du wirklich, mit einem Roundcube wäre man besser dran? Damit hätte sich dann die ganze Groupware-Geschichte komplett erledigt …
Gerade der Punkt mit den “Tarifänderungen” war auch für mich ähnlich enttäuschend.
Ich schätz(t)e Mailbox sehr dafür, dass man dort – tatsächlich anonym – per Bargeld bezahlen kann, was bei Online-Diensten naturgemäß nur sehr selten möglich ist. Das animiert aber natürlich auch dazu, immer nur möglichst geringe Summen aufzuladen, damit bei Verlust des Briefes der finanzielle Schaden möglichst gering bleibt. Dass ich dementsprechend immer max. 20€ aufgeladen habe, hat dann allerdings jetzt zur Konsequenz, dass ich in absehbarer Zeit Funktionen meines Kontos verliere, oder den dreifachen Preis für die bestehenden Funktionen (+ weitere, die ich nicht benötige) bezahlen muss.
Das ist insbesondere deshalb enttäuschend, da Mailbox.org bei der ursprünglichen Tarifänderung angekündigt hat, dass diese nur für Neukunden gelte und Bestandskunden den von Ihnen gebuchten Tarif weiternutzen könnten (Mail von 2021):
Hätte ich zuvor 500€ aufgeladen, könnte ich das auch die nächsten Jahr(zehnt)e noch tun, was m.E. eine absurde Regelung ist (Mail von 2023):
Tldr; Ich komme mir durch diese Aktion ehrlich gesagt auch ziemlich ver*rscht vor und werde mein Konto voraussichtlich kündigen, sobald mein restliches Guthaben aufgebraucht ist.
Ich war anfangs auch etwas an gefressen, wäre aber auch bereit gewesen mehr zu zahlen. Das bleibt aktuell leider nicht aus. Dann habe ich den Light Tarif für mich entdeckt und der reicht mir erst einmal. Damit bleibt es für mich bei 1€/mtl. und das funktioniert bisher super. Ich kann mich nicht beschweren und bleibe bis auf weiteres mailbox.org treu.