
In Foren und Kommentaren in Blogs liest man häufig, KDE Software habe zu viele offene Fehler und die Entwickler sollten sich lieber darauf konzentrieren, alte Fehler zu beheben, anstatt ständig neue Funktionen einzuführen. Und es stimmt, im KDE Bugtracking System finden sich viele Berichte über Fehler, die dort bereits sehr lange unbearbeitet stehen.
Freie Software praktizieren
Anstatt sich darüber zu beschweren, kann eigentlich jeder mit geringen Mitteln und ohne Programmierkenntnisse helfen, diese Zahl zu senken. Dazu gibt es die KDE Bug Squad, die sich das Bug-Triaging zur Aufgabe macht. Unter Bug-Triaging versteht man die anfängliche Analyse von gemeldeten Fehlern nach bestimmten Kriterien wie unter anderem:
- Ist der Fehler reproduzierbar?
- Hat der meldende User genügend Informationen übermittelt?
- Ist die Fehlermeldung ein Duplikat eines bereits gemeldeten Fehlers?
Bug Triage hilft den Entwicklern
Allein die Klärung dieser Fragen hilft, irrelevante Fehlermeldungen zu schließen, weitere nötige Informationen einzuholen oder Dubletten zusammenzuführen. Das hilft den Entwicklern beim der Behebung von Fehlern. Dabei ergibt es anfangs Sinn, sich Fehler in Anwendungen zu suchen, mit denen man selbst arbeitet und die man von daher gut kennt. Manch gemeldeter Fehler stellt sich beispielsweise als falsch verstandene Funktionalität heraus. Die KDE Bug Squad hat eine ausführliche Anleitung verfasst, um den Einstieg in das Thema zu vereinfachen. Neueinsteiger erhalten einen Mentor, der sie in die Materie einführt. Bevor ihr euch also das nächste Mal über die hohe Fehleranzahl beschwert, schaut doch mal rein und versucht zu helfen.
Ein positiver Nebeneffekt dabei ist, dass man dabei einen guten Einblick in die einzelnen Komponenten und deren Zusammenwirken erhält. Auch wer erwägt, in die Entwicklung mit Qt einzusteigen findet hier einen guten Einstiegspunkt.

Jahrelang habe ich KDE genutzt und geliebt,
bis die dann völlig irrational, aus einem richtig schönen, gut funktionierenden Desktop, was auch immer gemacht haben.. Ich bekomme Ausschlag wenn ich jetzt KDE nutzen soll.
Das Pine-Phone wird ja auch mit KDE ausgeliefert. Ein Upgrade funktionierte nicht..
Und der absolute Witz, man konnte telefonieren, aber nicht mehr auflegen.. mehr hab ich gar nicht probiert..
Wie kann man sich als Hersteller von einem “Telefon” dann auf KDE festlegen?
Sicher kann man, heute auch das Gespräch beenden. Aber zum Glück gibt es ja noch Alternativen.
Mir fällt dazu nur ein Spruch ein: Wenn Du merkst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab!
Wenn dir eine Desktop-Umgebung Ausschlag beschert, solltest du vielleicht besser anstatt eines PC einen Abakus verwenden 🙂
Nun ja…ob das was bringt? Nötig wäre es ja. Und zwar sehr nötig. Wenn ich an die Diskussion bzgl. verschiedener Hintergbrundbilder auf dem Desktop denke (u.A. hier: https://bugs.kde.org/show_bug.cgi?id=341143) und wie die Entwickler erstmal User abgecancelt haben, die das gerne wiedergehabt hätten, um dann, als es immer mehr wurden, zurückzurudern aber doch nichts zu machen, sondern das Ganze immer weiter in die Zukunft zu verschieben(und hoffen, dass die User irgendwann alle Tod sind?).
Da hat man schon den Eindruck gewinnen können, dass den Entwicklern die Userbasis herzlich egal ist und sie nur ihren Kram durchdrücken wollen (in dem Fall Activities). So gesehen wäre eine vermittelnde Instanz sehr sinnvoll. Ob die Bug-Squad in solchen Fällen allerdings was bringt, mal schauen.
Zum Melden von Bugs gehören immer 2 Seiten:
Genau zwischen diesen beiden Enden agiert doch die Bug Squad, um es beiden Seiten zu erleichtern, sich zu verstehen und die Bugs zu schließen.
Ich bin mir nicht sicher, ob das bei KDE so auch der Fall ist. In der Vergangenheit habe ich bei KDE schon erlebt, dass ein für Benutzer unintuitives Verhalten in KDE lieber beibehalten wurde anstatt auf die Wünsche der Benutzer einzugehen. Auch selbst erstellte Patches verzweifelter Benutzer wurden abgelehnt.
Auf jeden Fall geben sie sich sichtbar Mühe, wie ich finde. Und bei Weitem nicht jeder Patch ist brauchbar.
Sichtbar Mühe geben trifft auf die Entwickler der Deepin Desktopumgebung eher zu. Allein schon die Zahl der offenen Bugs bei KDE spricht für sich.
Gute Idee, aber..
Ich habe schon aus eigener Erfahrung gelernt, dass ich von einigen Entwicklern harsch angemacht worden bin, wenn ich denen etwas von wegen Bug geschrieben habe. Ich wurde auch sehr oft darauf verwiesen, die neueste Version des Programmes zu benutzen, was aber bei Debian öfters schwerfällt, wenn nicht sogar unmöglich. Eine rolling-Release ist im Arbeitsumfeld eher nicht anzuraten und deßhalb benutze ich Debian (jaja, kommt mir jetzt bitte nicht mit veraltet oder so). Das ist effektiv ein Punkt, wo mancher 0815 User schlicht überfordert ist.
Ich hab in der Vergangenheit auch schon gute Erfahrungen mit dem Melden von KDE-Bugs gemacht. Bugs gut reporten zu können war für mich denn auch mit ein Grund zu einem rolling-release zu wechseln. Dabei stellte sich dann heraus, dass etliche Bugs in Plasma schlicht nicht mehr da waren nachdem ich von Kubuntu nach Arch gewechselt bin. Das war aber noch zu der Zeit als Ubuntu mit Unity hantierte.
Einige Distributionen sollten einfach nicht zu gelassen werden zum bugreport.
Dazu gehört m.M.n. auch Debian stable. Schließlich will man bei einer stable auch nicht, dass die Software neue Funktionalität erhält.
Um sicher zu gehen, Bugreport immer erst an die Disti (zumindest bei Nicht-Rolling)?