Jolla Sailfish X

Bild: Jolla

Sailfish OS hat es trotzt aller Probleme, die Hersteller Jolla in letzter Zeit hatte, dank einer sehr treuen und aktiven Community geschafft, sich eine Nische zu erobern und Ports für einige Smartphones wie etwa das Nexus 5  oder das OnePlus One zur Verfügung zu stellen. Vor einigen Monaten haben Jolla und Sony ein Projekt gestartet, um Sailfish X, eine Portierung von Sailfish OS als Teil des Sony Open Devices Program auf das Sony Xperia X zu bringen. Ab dem 27. September kann die Version von Sailfish X vorbestellt werden. Sie kostet 49,90 Euro, lässt sich aber ab sofort nach Anleitung auch kostenfrei selbst kompilieren. Jolla hat eine Bauanleitung veröffentlicht, die sich allerdings nicht an Anfänger richtet. Zudem scheint die Portierung so kurz vor der Veröffentlichung noch einige gravierende Fehler aufzuweisen.

Noch einige Probleme

So sollen laut einer Beschreibung auf der Webseite XDA-Developers  weder Bluetooth noch die Sensoren für Fingerabdruck, Barometer, Schrittzähler oder das FM-Radio funktionieren. Es soll auch noch Probleme bei der Videowiedergabe und Videoaufzeichnung geben und das Teilen einer Verbindung mittels Tethering funktioniert noch nicht. Standardmäßig sind derzeit nur zwei CPU-Kerne des HexaCore Qualcomm MSM8956 Snapdragon 650 aktiviert.

Ohne Linux kein Flashen

Derzeit wird noch eine Linux-Konsole benötigt, um das Kompilat auf das Sony Xperia X zu flashen. Hier will Jolla an einer nutzerfreundlicheren Möglichkeit arbeiten. Auch wenn Sailfish X ab dem 27. September bestellt werden kann, werden fertige Images frühestens ab dem 11. Oktober verfügbar sein. Im Preis von 49.90 Euro ist ein Jahr Support von Jolla inbegriffen. Zum Umfang des Pakets gehören zudem die Unterstützung von Android-Apps und Microsoft Exchange sowie der Zugang zum Jolla Store. Der interessierte Anwender muss im Besitz  eines Sony Xperia X in der Single-SIM-Variante sein. Ende August hatte Jolla ein Update für die aktuelle Version 2.1 von Sailfish OS für die unterstützten Smartphones herausgegeben, die laut Ankündigung im Jolla-Blog  unter anderem eine verbesserte Kamera-App sowie die Integration von Bluez 5, WLAN-Sicherheit per WPA2 Enterprise PEAP sowie zwei neue VPN-Varianten bietet.

 

 

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