LiMux

Logo by: ScotXW Lizenz: GPLv2.0+

 

Wie gestern bekannt wurde, soll der Umstieg von LiMux auf Windows 10 die Stadt München rund 50 Millionen Euro kosten. Die Summe ist nur ein Teil eines Gesamtplans (PDF), der innerhalb von sechs Jahren über 89 Millionen Euro in die Neugestaltung der Verwaltungs-IT der bayrischen Landeshauptstadt investieren will. Dabei handelt es sich um Projekte zu Organisation, Personal und Finanzen, Architektur & Infrastruktur, einheitlicher
IT-Arbeitsplatz, IT-Sicherheitsmanagement, Kompetenzen & Werkzeuge, IT-Lösungsmanagement und IT-Projektmanagement, IT-Vorhabensplanung, IT-Performance Management, IT-Strategie und IT-Card sowie ein programmweites Veränderungsmanagement.

Fast 50 Mio. für einen Windows-Client

Dabei entfallen in Summe 49,3 Mio. € auf die Schaffung eines einheitlichen IT-Arbeitsplatzes, und 36,8 Mio. € auf die restlichen Umsetzungsprojekte. Zusätzlich wird die Mitarbeit der Referate und Eigenbetriebe z.B. für die Anforderungserhebung, Test, Schulungsteilnahme und Abnahme der Arbeitspakete der technischen Umsetzungsprojekte und des einheitlichen IT-Arbeitsplatzes mit nicht-zahlungswirksamen Kosten in Höhe von 3,1 Mio. € bewertet.

Insgesamt rund 90 Mio. in 6 Jahren

Die zahlungswirksamen Gesamtkosten in Höhe von 86,1 Mio. € teilen sich Kostenkategorien auf in Kosten für Personal in Höhe von 14,0 Mio. €, externe Beratung in Höhe von 24,0 Mio. €, it@M Dienstleistungen in Höhe von 13,4 Mio. €, Hardware in Höhe von 4,8 Mio. € und Lizenzen (für Microsoft Windows, Microsoft Office, Softwareverteilung, Lizenz-, Druck- und Profilmanagement, Identity Management im Rahmen des einheitlichen Verwaltungsnetzes sowie die Erweiterung der Virtualisierungsumgebung) in Höhe von 29,9 Mio. €.

Stadtrat entscheidet am 23.11.

Laut einem Gutachter sollen anfangs Windows-Client und LiMux-Client noch nebeneinander bestehen, sodass die Nutzer den für sie passenden Client wählen können. Auf lange Sicht sei das aber wirtschaftlich nicht sinnvoll. Welcher Client dann überleben wird ist wohl kaum fraglich. Endgültig wird der Stadtrat am Donnerstag, dem 23. November, über die Sitzungsvorlage entscheiden.

Beitrag kommentieren

Alle Kommentare
  • chris_blues

    22.11.2017, 09:50 Uhr

    Es ist schon traurig wie sinnlos da solche Unsummen verblasen werden! Erinnert mich irgendwie an den Berliner Flughafen… Tztztz…

  • postlet

    22.11.2017, 12:20 Uhr

    Was immer die da für eine Summe angeben, bitte nicht vergessen, die Finanzierung öffentlicher Projekte errechnet sich grundsätzlich aus den veranschlagten Gesamtkosten multipliziert mit Pi … Das wird ’ne peinliche Nummer für München.

  • tuxnix

    22.11.2017, 14:11 Uhr

    Jetzt wäre tatsächlich der Bund der Steuerzahler gefragt gewesen. Der hat sich aber schon vorab dazu entschieden, dass alles was nicht Microsoft heißt, pure Verschwendung sein muss. Wahrscheinlich rechnet sich das in einer Rechenart die es nur in Bananen Republiken geben sollte. Mit Addition und Subtraktion ist das nicht mehr zu erklären.