Ubuntu Phones

Screenshot: ft

 

Vor wenigen Tagen veröffentlichte das Projekt UBports mit Ubuntu Touch 15.04 OTA-3 das dritte Release für unterstützte Ubuntu Phones seit Canonical im Frühjahr die Plattform aufgegeben hatte. Jetzt wird auf der Webseite des Projekts Unterstützung für Android-Apps innerhalb von Ubuntu Touch angekündigt. Dazu wurde das Projekt Anbox für Ubuntu Touch nutzbar gemacht.

Android-Apps in Containern

Anbox steht für »Android-in-a-Box« und ist eine Gemeinschaftsarbeit, die es erlaubt, Android-Applikationen in einem Container auszuführen, anstatt, wie sonst üblich, einen Android-Emulator zu verwenden, der die Leistung und Benutzerfreundlichkeit beeinträchtigt. In den nächsten Wochen will UBports eine Pre-Alpha-Version von Ubuntu Touch mit Anbox veröffentlichen.

Guter Kompromiss

Das Team von Ubuntu Touch ist der Meinung, seinen Benutzern die proprietären Dienste anzubieten, auf die sie angewiesen sind, zumindest bis zu dem Punkt, an dem freie und Open-Source-Alternativen realisierbar sind. Da Ubuntu Touch bis heute viele dieser von den Anwendern oft nachgefragten Apps und Dienste nicht bietet, scheint Anbox ein guter Kompromiss zu sein, um Ubuntu Touch mehr Traktion im Markt zu verschaffen.

Optionale Funktion

Anbox soll ein optionales Feature auf Ubuntu Touch bleiben, das dem Anwender die Containerisierung von Android-Apps nach Bedarf ermöglicht. Das soll einerseits dem Anwender maximale Kontrolle bieten, andererseits auch die nötige Sicherheit mitbringen, da diese Anwendungen voneinander und vom Rest des Betriebssystems isoliert bleiben.

In den nächsten Wochen sollen neben der frühen Entwicklerversion auch weitere Einzelheiten dazu veröffentlicht werden, wie diese Version zum Testen eingesetzt werden kann. Zudem ist noch nicht öffentlich, auf welchen Geräten Ubuntu Touch mit Anbox anfangs lauffähig sein wird, sicher ist lediglich, dass nicht alle Geräte unterstützt werdern können.

Gerade vor wenigen Tagen wurde eine weitere mobile Plattform angekündigt. Mit eelo sollen allerdings alle Google-Apps und Dienste im Sinne des Schutzes der Privatsphäre vermieden werden.

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Alle Kommentare
  • tuxflo (@tuxflo)

    24.12.2017, 22:08 Uhr

    Bis das wirklich einsatzbereit ist, muss aber noch eine Menge Arbeit in Anbox fließen ich sage nur “Videosupport”, finde aber das es sonst eine sehr gute Idee ist und dass die Weiterentwicklung von Anbox nicht nur Ubuntu Touch sondern Linux generell zu Gute kommt.

    • Ferdinand Thommes

      24.12.2017, 22:19 Uhr

      Es ist natürlich gut, wenn es mehrere Ansätze gibt, ein Problem zu lösen oder eine Lücke zu schließen. Mein Gefühl sagt mir allerdings, dass Ubuntu Touch zu spät dran ist, zu wenig Substanz hat und zu wenig Hardware unterstützt. Ich habe das Meizu MX4 und das Pro 5 mit Ubuntu über Wochen getestet. Die waren, pbwohl im oberen Segment angesiedelt, beide selbst für meine nicht sehr hohen Ansprüche an Mobilgeräte weit von geeignet entfernt. Dass Android-Apps das jetzt noch rausreißen können wage ich zu bezweifeln.