Linux-Phone Librem 5

Bild: Purism

 

Die Firma Purism macht Ernst mit der Aussage, jede Woche einen Bericht über bestimmte Aspekte der Entwicklung des Linux-Phone Librem 5  zu veröffentlichen. Dabei soll es einmal um die Technik, dann wieder um das Design gehen. Diesmal ist Design das Thema des gestern veröffentlichten Reports über die Fortschritte bei der Entwicklung.

Auch PureOS wird angepasst

Das in den letzten beiden Monaten aufgebaute Design-Team für das Librem 5 hat seine Arbeit aufgenommen, nachdem ein Prototyp des im nächsten Frühjahr erwarteten Linux-Telefons vorliegt. Peter Kolaković, der bereits während der Finanzierungskampagne ein Konzept für die Benutzerschnittstelle erstellt hatte, arbeitet nicht nur an Aussehen und Bedienung der Smartphone-Oberfläche sondern feilt auch am Aussehen von PureOS.

Konvergenz als übergreifendes Ziel

Dabei geht es um ein einheitliches Aussehen vom Smartphone über das bald erscheinende Librem-11-Tablet  bis hin zum Desktop. Stichwort ist hier Konvergenz. Darunter ist das automatische Anpassen an verschiedene Formfaktoren zu verstehen, wenn z.b. das Smartphone nach Anschluss an Monitor, Tastatur und Maus automatisch auf das neue Display skaliert.

 

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Minimalistische Ästhetik angestrebt

Das allgemeine Erscheinungsbild der Benutzeroberfläche, die entworfen werden soll, wird den aktuellen visuellen Designansätzen in der mobilen Industrie folgen. Dabei soll das Design standardmäßig eine eher minimalistische Ästhetik haben. Purism will den beteiligten Communities, hier insbesondere KDE und GNOME etwas zurückgeben. Aber auch der Anwender soll die Wahl zwischen beiden Desktop-Umgebungen haben.

Freie Wahl der Desktop-Oberfläche

KDE hat mit Plasma Mobile bereits ein mobiles Betriebssystem, das derzeit von den Entwicklern an das Librem 5 angepasst wird. Das Plasma-Mobile-Projekt wird massiv vom Librem 5 profitieren, da das mobile Betriebssystem zwar auf einigen Smartphones bereits lauffähig ist, aber eine Alltagstauglichkeit noch nicht gegeben ist. Mit dem Librem 5 wird KDE dann über ein vorzeigbares Referenzmodell für Plasma Mobile verfügen.

GNOME ist da noch nicht so weit, die Entwickler haben in der Vergangenheit wenig in mobile Designs investiert. Es ist also dort noch mehr Arbeit nötig, um GNOME auf ein konvergentes Librem 5 vorzubereiten. In dem Bestreben, Konvergenz zwischen den Geräten, auf denen PureOS bereits mit GNOME läuft, zu erreichen, sollen Design und Softwareentwicklung auch zum GNOME-Projekt selbst beitragen.

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Alle Kommentare
  • tuxnix

    26.01.2018, 17:52 Uhr

    In der Konsequenz dessen, ist abzusehen, dass auch auf dem Desktop Plasma als alternative GUI in Pure OS Einzug halten wird. Bisher war GNOME hier bevorzugt. Die angestrebte Konvergenz wird dafür sorgen, dass im Endeffekt ein User die Wahl bekommt, ob er lieber Plasma oder GOME benutzen möchte und dies durchgängig auf Smartphone und Desktop. Die Leute von Purism sind klasse.

    • Ferdinand Thommes

      26.01.2018, 18:18 Uhr

      Richtig, Plasma auf dem Desktop ließe sich dann nicht vermeiden 🙂

  • Elias

    28.01.2018, 19:28 Uhr

    Ich muss gestehen, dass ich nicht zu den „Backern“ des Librem 5 gehöre.
    Falls es dann noch frei zu kaufen sein wird, bin ich aber dabei.

    Vom UI erinnert insbesondere das PureOS-Konzept stark an Windows 10 Mobile,
    also die Buttons und der „PureChat“ jedenfalls. Mir gefällts.

    Viele Grüße