Let’s Encrypt erreicht 50 Millionen aktive Zertifikate

Let's Encrypt
Logo: Let’s Encrypt Lizenz: CC BY-NC 4.0

 

Die Zertifizierungsstelle  (CA) Let’s Encrypt hat die Marke von 50 Millionen aktiver Zertifikate überschritten. Das Ende 2014 gegründete freie Projekt ist mit dem Angebot kostenloser und automatisierter TLS-Zertifikate in drei Jahren zu einer der größten CAs weltweit geworden. Die Zertifikate verschlüsseln die Transportwege zwischen Webseiten und Servern per HTTPS und tragen damit erheblich zur Sicherheit des Internet bei. Hauptsponsoren des Projekts sind unter anderem Akamai, Cisco, die Electronic Frontier Foundation, die Ford-Foundation, Google und Mozilla.

Bald auch Wildcard-Zertifikate

Die Zahl der per Zertifikat von Let’s Encrypt geschützten Webseiten beläuft sich derzeit auf rund 66 Millionen. Damit konnte 2017 die Zahl der verschlüsselten Webseiten von 46 auf 67 Prozent angehoben werden. Für das Jahr 2018 hat sich die Internet Security Research Group (ISRG), die hinter Let’s Encrypt steht, viel vorgenommen. Die Zahl der aktiven Zertifikate sowie der eindeutigen Domains soll im kommenden Jahr auf 90, respektive 120 Millionen erhöht werden. Weitere Pläne für 2018 sehen mit dem ACME-Protokoll in Version 2 für Ende Februar die Unterstützung für Wildcard-Zertifikate vor. Später im Jahr will Let’s Encrypt ECDSA-Root-Zertifikate einführen. ECDSA gilt als die Zukunft digitaler Signatur-Algorithmen, die als effizienter als RSA angesehen werden.

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Einfach und kostenlos

Der Erfolg von Let’s Encrypt liegt einerseits darin, dass die Zertifikate kostenfrei ausgegeben werden, andererseits aber auch an der Einfachheit mit der sie erstellt und automatisiert erneuert werden können. Mittlerweile gibt es über 60 Clients für unterschiedliche Plattformen, von denen der von der Electronic Fronmtier Foundation (EFF) entwickelte Certbot der bekannteste ist.

Die Infrastruktur hinter der Certificate Authority (CA) Let’s Encrypt besteht derzeit aus rund 70 Servern, Switches und Firewalls. Der Finanzbedarf des Projekts bleibt dabei weiterhin relativ gering. Das Budget für 2018 beträgt gerade einmal drei Millionen US-Dollar.

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