Slax 9.4

Screenshot: ft

 

Eigentlich ist die Distribution Slax ein Blender. Wer Slax erstmals entdeckt, erwartet, dass sich dahinter ein Derivat von Slackware verbirgt. Slax hieß ursprünglich Slackware-Live-CD, was klar verdeutlicht, was dahintersteckt. 2013 wurde das Projekt Slax von Entwickler Tomáš Matějíček eingestellt, um von ihm 2017 unter dem gleichen Namen wiederbelebt zu werden. Die Basis änderte sich dabei von Slackware und KDE auf Debian Stable und Fluxbox. Als Grund für die Änderung der Basis gibt Matějíček die ihm zu eigene Faulheit an. Unter Debian sei die Pflege der Distribution wesentlich einfacher als unter Slackware, so Matějíček.

Kleines Image mit Persistenz

Die nur rund 260 MByte große Live-CD bedient sich eines modularen Konzepts, das eine Erweiterung des Systems erlaubt. So können ohne feste Installation auf der Festplatte weitere Anwendungen hinzugefügt werden, sofern Slax von einem beschreibbaren Medium wie einem USB-Stick oder einer Festplatte live gestartet wird. Die dahinter stehende Technik nennt sich bei Slax Persistent Changes. Hinzugefügte Anwendungen und vorgenommene Konfigurationen bleiben auch über einen Neustart hinaus erhalten, wobei nicht die gleiche Hardware zum Einsatz kommen muss.

Auch für alte Hardware

Slax erscheint für 32- und 64-Bit, die 32-Bit-Version läuft laut Entwickler auf Rechnern mit Intel 686 bis zurück ins Jahr 1995, wenn diese mindestens 128 MByte RAM mitbringen. Die neue Version bringt neben Fehlerbereinigungen einige neue Pakete sowie Detailverbesserungen. So kann der Dateimanager PCManFM nun besser mit verschiedenen Dateitypen umgehen. Die Pakete Xarchiver, Rfkill, Libdrm-Intel1-, Libgl1-Mesa-Dri- sowie Libglu1-Mesa wurden der Distribution für die neue Version hinzugefügt. Die Images in 32- und 64-Bit sowie ein Image mit dem Open-Source-Netzwerk-Bootloader iPXE stehen auf der Downloadseite des Projekts zum Herunterladen bereit.

 

 

 

Beitrag kommentieren