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Fedora ist zweifelsohne die innovativste unter den bekannteren Linux-Distributionen. Das ist nicht zuletzt Red Hat geschuldet, das einerseits genügend Entwickler zur Verfügung stellt und andererseits auf viele der bei Fedora getätigten Innovationen später für ihre Enterprise-Edition RHEL zurückgreift. Jetzt wurde das Fedora Council als oberstes Leitungsgremium über eine neue Initiative informiert, die auf den Namen »Team Silverblue« hört. In einem PDF werden Hintergrund und Zielsetzung näher erläutert. Das Projekt lief seit Fedora 25 bisher eher im Hintergrund unter der Bezeichnung »Fedora Atomic Workstation« und hatte zum Ziel, das Beste aus Fedora Workstation und der Fedora-Cloud- und Container-Ausgabe »Project Atomic« zu vereinen. Für Fedora 27 wurde ein Image zum Testen bereitgestellt. Seit Februar 2018, nach den DevConf- und FOSDEM-Konferenzen nahm das Projekt Fahrt auf. Matthias Clasen hat seitdem in seinem Blog mehr als ein Dutzend Artikel zum Thema veröffentlicht.

Atomic Workstation

Genau wie Atomic Host verwendet Atomic Workstation RPM-OSTree anstelle des in der Workstation-Ausgabe verwendeten DNF als Update-Manager. Dabei werden Updates in der Form eines Image ausgerollt. Wenn dabei etwas schief geht, kann das System auf den vorherigen Stand zurückgerollt werden. Atomic Workstation ist jedoch ansonsten auf die gleichen Anwendungsfälle ausgerichtet wie die reguläre Workstation Edition. Allerdings gibt es einige Unterschiede zwischen den beiden über das Update-Modell hinaus. So werden die Desktop-Applikationen bei  Atomic Workstation im Flatpak-Format ausgeliefert und die Entwicklung findet in Containern statt.

Team Silverblue

Jetzt soll das Projekt von Fedora Atomic Workstation zu Team Silverblue umbenannt werden und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Langfristiges Ziel dieser Bemühungen ist es, Fedora Workstation in eine Image-basiertes System zu transformieren, bei dem Anwendungen vom Betriebssystem getrennt sind und Updates mit RPM-OSTree atomar sind. Fedora-Entwickler haben in den letzten Jahren die meisten Teile für diesen neuen Desktop bereits gebaut: OSTree, Flatpak, Flathub sowie die Paketverwaltung GNOME-Software.

Künftige Planung

Die Linux-Distribution Endless OS hat das Modell auf Basis dieser Komponenten bereits in weiten Teilen umgesetzt. Die Planung von Team Silverblue sieht vor, mit Fedora 29 den Bekanntheitsgrad über die Fedora-Webseite zu erhöhen und mit Fedora 30, vielleicht als »Fedora Silverblue«, voll integriert zu sein. Das Image soll künftig gleichberechtigt neben der normalen Ausgabe von Fedora Workstation stehen und wendet sich bei gleichen Anwendungsfällen  an enthusiastische Anwender und Entwickler, die einen Desktop suchen, der den Ansprüchen dieser Klientel standhält und ein Container-orientiertes Arbeiten unterstützt.

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