Fedora auf Lenovo ThinkPads vorinstalliert

Schaut man sich auf Linux-Konferenzen um, so ziert die Mehrzahl der dort versammelten Notebooks ein ThinkPad-Logo. Diesem Umstand trägt Lenovo, weltweit größter Notebook-Hersteller, demnächst im Rahmen seiner Linux Community Series Rechnung, indem die GNU/Linux-Distribution Fedora Workstation auf einigen Modellen vorinstalliert angeboten wird. Das gab Fedora-Projektleiter Matthew Miller jetzt im Fedora Magazine bekannt.

Lenovo und Fedora

Die Zusammenarbeit betrifft zunächst die Modelle ThinkPad P1 Gen2, ThinkPad P53 und ThinkPad X1 Gen8 und wird vielleicht später um weitere Modelle ergänzt. Fedora Workstation kann bei der Konfiguration der Geräte als Betriebssystem ausgewählt werden. Dabei gelangt die am 28. April zur Veröffentlichung anstehende Fedora Workstation 32 auf die ThinkPads.

Nur freie Software

Entwickler von Lenovo und Red Hat haben zusammen daran gearbeitet, auf den ThinkPads ausschließlich freie Software auszuliefern. Sollten die Geräte über Grafikkarten von Nvidia verfügen, so kann der proprietäre Treiber aber nachträglich installiert werden.

Weitere Verbreitung

Miller sieht die weltweit angebotenen ThinkPads mit Fedora als große Chance für das Projekt. Der Fedora-Installer versuche zwar, die Installation so einfach wie möglich zu gestalten, das sei aber für technisch nicht so versierte Anwender oft immer noch ein Hindernis. Ein Laptop dieser großen Marke mit vorinstalliertem Fedora werde dazu beitragen, Fedora einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

Hochpreisige Einstiegsmodelle

Weitere Einzelheiten will Miller vor dem Start, dessen Datum der Artikel noch nicht verrät, bekannt geben. Die beim Start der Aktion angebotenen ThinkPads liegen alle im höherpreisigen Bereich zwischen 1.650 und 1.850 Euro in der Grundausstattung. Weitere Einzelheiten könnte es auf dem in diesem Jahr virtuell abgehaltenen Red Hat Summit geben.

Fedora auf Lenovo ThinkPads vorinstalliert

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Alle Kommentare
  • Uwe

    27.04.2020, 11:20 Uhr

    Lenovo und Fedora. Elitär…
    Mit Debian, Ubuntu oder einem Mint drauf, wäre der “Volkslaptop” für den Mainstream-Linuxuser da. Wünsche denen trotzdem viel Erfolg. Vieleicht kommt ja sowas noch.

    • Ferdinand Thommes

      27.04.2020, 12:42 Uhr

      Als elitär würde ich Distributionen wie Nix OS, Bedrock Linux oder Gobo Linux bezeichnen. Fedora ist im Vergleich zu den von dir genannten vielleicht eher für fortgeschrittene Anwender, aber keinesfalls elitär.