Neues zu PineTab und PinePhone

Neues zu PineTab und PinePhone
PineTab mit Tastatur-Cover

Das PineTab, ein Linux-Tablet von Pine64, das seit letztem Sommer seinen Kollegen PinePhone und Pinebook Pro den Vortritt gelassen hatte, bekommt nun seinen großen Auftritt. Noch im Monat Mai soll der Vorverkauf starten. Anders als das PinePhone in der »Brave Heart Edition« erhält das PineTab in der ersten Ausgabe keinen Beinamen, entspricht aber trotzdem einem frühen Produktionslauf.

Hardware vom PinePhone

Das PineTab mit seinem 10-Zoll 720p IPS LC-Display basiert auf dem gleichen Allwinner A64 SoC wie das PinePhone und ist mit 2 GByte LPDDR3-RAM ausgestattet. Auch die 2 und 5 MPixel Kameras sind identisch. Das Tablet ist mit 64 GByte eMMC-Speicher ausgestattet, der über eine bootfähige SD-Karte erweitert oder über ein M.2-Zusatzmodul mit einer SSD ausgestattet werden kann.

Zur Ausstattung gehören ein USB-2.0-Port in voller Größe, ein USB-OTG-Port und ein digitaler Videoausgang. Dazu kommt ein 6000mAh-Akku, der über micro-USB oder per koaxialem Steckverbinder aufgeladen werden kann. Das Tablet bietet als zusätzliche optionale Ausstattung eine magnetisch befestigte, hintergrundbeleuchtete Tastatur, die gleichzeitig als Abdeckung und Ständer dient.

Der Preis für das PineTab beträgt 99 US-Dollar, für das Tastatur-Cover fallen zusätzliche 20 US-Dollar an. Dazu kommt in diesem Fall nur der Versand, anders als beim PinePhone bleibt hier der Wert inklusive Versand unter 150 Euro und ist somit steuerfrei.

Ubuntu Touch

Die erste Charge des PineTab wird mit Ubuntu Touch ausgeliefert, aber genau wie beim PinePhone können per SD-Karte andere Distributionen aufgespielt werden. Der Grund für die Wahl liegt darin, dass Ubuntu Touch sich gut für ein herkömmliches Tablet eignet und gleichzeitig einen fast nahtlosen Übergang zum Desktop vollzieht, wenn die magnetische Tastatur angebracht wird, wie das Video von Ubuntu Touch Entwickler Marius Gripsgard zeigt.

PineTab mit und ohne Tastatur

Funktionserweiterung

Pine64 hat zudem ein Adapter-Board entwickelt, das verschiedene Funktionen übernehmen kann. Neben der schon erwähnten Erweiterung für eine NVMe-SSD finden darauf alternativ Chips für LTE und GPS ebenso Platz wie ein LoRa– oder ein RTL-SDR-Modul. SSD und LTS sollten bereits funktionieren, LoRa und SDR-Funktionalität hängt von den Entwicklern in den Communities ab.

Updates per OTA

Die Entwicklergemeinde um das PinePhone ist in diesen Tagen sehr aktiv, die entsprechenden Kommunikationskanäle im Matrix-Netzwerk brummen Tag und Nacht. UBports hat eine Menge Arbeit investiert, um Ubuntu Touch auf den Pine64-Geräten OTA-fähig zu bekommen. Die Anwender werden jetzt über verfügbare Aktualisierungen für ihr Gerät informiert und können diese automatisiert installieren.

Ubuntu Touch auf dem PinePhone »Brave Heart«

Aus der Community

Die Entwickler hinter Jumpdrive haben auf Twitter ein neues Werkzeug namens PineLoader angedeutet, mit dem verschiedene mobile Betriebssysteme von einer SD-Karte gebooted werden können. Weitere Fortschritte gibt es bei den einzelnen Betriebssystemen. Sailfish OS und Nemo Mobile können jetzt telefonieren und verfügen über einen funktionierenden Web-Browser. postmarketOS kann mit Mobian einen weiteren Zugang verzeichnen. Diese Erweiterung stammt vom Entwickler von Phosh und bietet, wie der Name bereits andeutet, Debian auf dem PinePhone.

Bei der Hardware sollen künftige Generationen drahtlos per Qi geladen werden können. Angedacht ist zudem ein Gehäuse für eine externen Akku, der die angepeilte Akkulaufzeit von 16 bis 20 Stunden mehr als verdoppeln könnte. Es sind spannende Zeiten für Computer für die Hosentasche.

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