System76
Logo von Coreboot

In den letzten Jahren nahm die Zahl der Hersteller und Ausrüster von Linux-Notebooks und weiterer Hardware mit einem Fokus auf Linux zu. Das löste eine Art Kettenreaktion aus, indem Hersteller immer weitere Verbesserungen bei der Freiheit, der Sicherheit und dem Datenschutz entwickelten.

AMD auf dem Vormarsch

Dabei sind aus den USA vor allem System 76 und Purism zu nennen, in Europa sind es Tuxedo Computers aus deutschen Landen, Slimbook aus Spanien und Star Labs aus Großbritannien. Lange mussten AMD-Fans auf die ersten Linux-Notebooks mit AMD Ryzen 3000 oder 4000 CPUs warten, doch seit einiger Zeit liefern Tuxedo und nun auch Slimbook gut ausgestattete Notebooks mit AMD-CPU und -Grafik.

Coreboot für Ryzen CPUs

Jetzt verkündete Jeremy Soller, Chefentwickler bei System76 auf Twitter, er werde beginnen, Coreboot für AMDs Chipsets Matisse und Renoir umsetzen. Diese Chipsets befeuern die aktuellen AMD-CPUs Ryzen 3000 und 4000, die auch in den aktuellen Linux-Notebooks von Tuxedo und Slimbook Verwendung finden.

Die genannten Hersteller bieten bereits die meisten ihrer Erzeugnisse auf Intel-Basis mit Coreboot oder weitestgehend deaktivierter Intel-ME an. Coreboot für Ryzen-CPUs stellt, falls es gelingt, einen weiteren Anreiz dar, ein auf Linux ausgelegtes AMD-Notebook zu kaufen.

Klein und transparent

Coreboot ist ein Open-Source-Projekt, das seit 1999 darauf abzielt, die proprietäre Firmware, die heutige PCs in BIOS und UEFI einschleppen, zu entfernen und durch eine schlanke Firmware zum Laden des Betriebssystems zu ersetzen. Dadurch wird nicht nur der Bootvorgang beschleunigt, er lässt sich auch viel besser auf Kompromittierung überwachen, wozu Purism etwa die Firmware Heads einsetzt.

Von System76 selbst gibt es derzeit keine offiziellen Aussagen zu diesem Projekt, sodass es keine Angaben zur geplanten Projektdauer oder den zu erwartenden, darauf basierten Geräten gibt.

Coreboot bald für AMD Ryzen 3000 und 4000
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