DXVK

Fedora 33 wird ein enorm spannendes Release und vermutlich auch das größte seit Jahren. Einige mittlerweile teils angenommene Vorschläge habe ich bereits vorgestellt. Dabei ging es um Swap per zRAM, Btrfs als Standard-Dateisystem und die Auslieferung von Stratis 2.1.0.

Für Windows-Games unter Linux

Jetzt wurde ein weiterer Vorschlag eingebracht, der den Gamern unter den Fedora-Nutzern gefallen wird. Dabei soll DXVK das bisherige wined3d-Backend für die Verwendung von Direct3D 9, 10 und 11 ersetzen. Die Wine-Entwickler arbeiten seit geraumer Zeit daran, Vulkan direkt zu unterstützen, jedoch geht hier wohl noch einige Zeit ins Land. Das in Wine implementierte wined3d nutzt für Direct3D OpenGL.

DXVK für Wine als Standard

Das auf GitHub gepflegte DXVK ist eine Alternative zu wined3d und bietet eine leistungsfähigere und kompatiblere Möglichkeit, Windows-Anwendungen und Spiele mit DirectX 9, 10 und 11 auszuführen. Während Anwender DXVK seit Fedora 31 mit dem Paket wine-dxvk auch bisher schon installieren konnten, soll es nun zum Standard-Backend werden.

Sollte der Vorschlag angenommen werden, wird im Paket wine-dxvk sichergestellt, dass es nur auf Systeme als Standard-Backend angeboten wird, deren GPU Vulkan-kompatibel ist. Das Paket wine-dxvk wird dann als Empfehlung in Wine selbst eingefügt. Eine Alternative stellt der Spiele-Manager Lutris dar, der ebenfalls DXVK unterstützt.

Verbesserte Leistung

Fedora-Benutzer, die aktuelle Windows-Spiele ausführen, erhalten mit DXVK verbesserte Leistung und Kompatibilität. Steam Play und Proton nutzen die Alternative bereits mit Erfolg, aber es gibt auch andere Game Stores und eigenständige Spiele, die von DXVK profitieren. Benchmarks belegen, dass DXVK in der Lage ist, in vielen Spielen bis zu 85 Prozent der nativen Frameraten zu erlangen.

Fedora 33 soll DXVK für Direct3D bei Wine erhalten
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