TAILS 4.11 bringt Kernel 5.7.17

Tails 4.11
Logo: Wikimedia Lizenz: CC by 4.0

Tails steht für »The Amnesic Incognito Live System« und bedient sich zur Anonymisierung des Tor-Netzwerks, durch dessen Knotenrechner der Netzwerkverkehr geleitet wird. Es ist als Live-System für die Verwendung auf USB-Sticks oder DVDs ausgelegt und spezialisiert sich auf Anonymität und die Wahrung der Privatsphäre seiner Anwender. Als Basis für Tails 4.11 dient Debian 10.5 »Buster«.

Aktualisierte Pakete

Auf Tails 4.10 folgt nach einem knappen Monat Tails 4.11, das wiederum einige Pakete aktualisiert und Fehler behebt. Der Kernel wird von Version 5.7.10 auf Linux 5.7.17 angehoben. Tor Browser ist in Version 10.0 integriert, Thunderbird noch in der älteren Version 68.12. Eine neue Funktion wurde dem persistenten Speicher hinzugefügt, um die Einstellungen wie Sprache, Tastatur und zusätzliche Einstellungen vom Willkommensbildschirm zu speichern. Um die Einstellungen beim Start von Tails wiederherzustellen, muss der persistenten Speicher im Willkommensbildschirm entsperrt werden.

KeePassXC wurde so konfiguriert, dass die Datenbank im persistenten Teil des Speichermediums verwahrt wird. Die Kompatibilität mit dem neuen Model T der digitalen Geldbörse von Trezor wurde durch die Aktualisierung von python3-trezor t auf Version 0.11.6 hergestellt.

Sicherheitslücken geschlossen

Sicherheitslücken wurden für den Kernel, Tor Browser, Thunderbird, Xorg-Server, Openexr, Ghostscript und Libzmq5 geschlossen. Der Eintrag für die von GNOME in den WLAN-Einstellungen angebotene Funktion WiFi Hotspot wurde entfernt, da sie mit Tails nicht funktioniert. Weitere Details zu den Änderungen zu Tails 4.11 verrät das Changelog.

Automatische Upgrades auf Tails 4.11 sind ab Tails 4.2 unterstützt, ältere Versionen müssen manuell aktualisiert werden. Die Veröffentlichung von Tails 4.12 ist für den 20. Oktober vorgesehen, die Roadmap weist weitere Ziele für die nähere Zukunft aus.

Künftige Entwicklung

Dabei stehen unter anderem Verbesserungen bei der Dokumentation, die Entwicklung robusterer Methoden zur Aktualisierung, der Umstieg auf Wayland, Sandboxing per Flatpak und die Nutzung reproduzierbarer Builds auf dem Zettel der Entwickler. Zudem soll Tails vollständig für sehbehinderte und blinde Menschen zugänglich werden.

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