Project X will Coreboot für AMD Ryzen 5000

Project X

Die aktuelle AMD Zen-3-Plattform soll Unterstützung für Coreboot erhalten. Das hat sich Googles Ron Minnich auf die Fahne geschrieben. Für AMD Ryzen 3000 und 4000 ist Coreboot-Unterstützung ebenfalls bereits in Entwicklung. Minnich ist nicht neu in diesem Bereich, bereits 1999 rief er am Los Alamos National Laboratory das Projekt LinuxBIOS ins Leben, das 2008 in Coreboot aufging.

Project X und OpenBMC

Die Unterstützung von AMD Zen 3 durch ein alternatives offenes Bootsystem im Projekt X (eXcising binary blobs from the x86 part of Zen CPUs) wird sowohl für Coreboot als auch das in Rust implementierte Oreboot (PDF) gearbeitet. Anfang Dezember auf der Open-Source Firmware Conference (OSFC 2020) wird aber nicht nur Minnich über Project X sprechen, sondern auch AMD-Mitarbeiter Supreeth Venkatesh über AMDs eigene Anstrengungen bei der Open-Source-Firmware OpenBMC, die von der Linux Foundation betrieben wird.

Verbreitung steigt

Nach der zunehmenden Deaktivierung von Intels Management Engine (ME) haben in den letzten Jahren Notebook-Hersteller wie Purism oder System76 als nächsten Schritt vermehrt auf Coreboot als Boot-Firmware gesetzt. Auch der deutsche Notebook-Ausrüster Tuxedo Computers arbeitet an der Coreboot-Integration bei ihren Notebooks. Mit Projekt X soll auch für AMD ein Ersatz für das langsame und unsichere UEFI etabliert werden.

Coreboot startet schneller

Coreboot ist ein minimales generisches Mainboard-Initialisierungswerkzeug, das nach der Initialisierung eine »Payload”« startet, die den Rest des Boot-Vorgangs übernimmt. Diese Payload ist aktuell oft Grub 2, könnte aber auch aus einem anderen Bootloader wie SeaBIOS oder dem Linux-Kernel selbst bestehen. ein weiteres Projekt, die Integrität des Boot-Vorgangs sicherer zu gestalten ist TrenchBoot, das federführend von Entwicklern bei Oracle vorangetrieben wird.

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