Der Weg zu GNOME 41

GNOME 40

Noch ist GNOME 40 längst nicht in allen Distributionen angekommen, beginnt für die Entwickler bereits die Arbeit an GNOME 41. Es ist noch zu früh zu sagen, welche Neuerungen die nächste Version von GNOME mitbringen wird, aber die Eckpunkte der Roadmap sind bereits bekannt.

GNOME 41.0 soll am 22. September erscheinen und damit früh genug um hoffentlich in den Veröffentlichungen Fedora 35 am 19. Oktober und Ubuntu 21.10 am 14. Oktober integriert zu werden. Das sind die beiden Distributionen, die zweimal jährlich die neue GNOME-Version zuerst als Standard-Desktop anbieten. Canonical weicht mit dem am 22. April erscheinenden Ubuntu 21.04 erstmals von diesem Schema ab, weil die Zeit nicht reichte, die vielen Änderungen von GNOME 40 und gleichzeitig von GTK 4 ausreichend zu testen.

Alpha, Beta und RC

Der Weg zu der stabilen Veröffentlichung von GNOME 41 führt über jeweils eine Alpha- und Beta-Version sowie einen Release-Kandidaten. Der vorläufige Zeitplan sieht die Alpha-Version für den 10. Juli vor, die Beta-Version soll am 14. August erscheinen, nicht lange nach der GNOME-Entwickler-Konferenz GUADEC, die vom 21. bis 25. Juli abgehalten wird. Der Release-Kandidat ist für den 4. September geplant.

Dabei werden aber auch die kleinen Updates für GNOME 40 nicht vergessen. Ein erstes Bugfix-Release, das nach der neuen Versionierung 40.1 heißt, erscheint am 1. Mai, 40.2 soll am 5. Juni kommen. Die vorerst letzte dieser Fehlerbereinigungen erscheint kurz nach GNOME 41.0 am 30. Oktober als GNOME 40.6. Weitere folgen nach Bedarf während des Zyklus zu GNOME 42. Nach diesem Schema werden bis zum August 2021 noch drei Updates für GNOME 3.38 erscheinen, deren letztes die Version 3.38.9 trägt.

GNOME OS

Für die interessierte Community ist es seit GNOME 3.38 leichter geworden, die Entwicklung zur nächsten Version mitzuverfolgen, denn seither räumen die Entwickler der im Verborgenen blühenden Distribution GNOME OS einen höheren Stellenwert ein und bieten während der Entwicklung Abbilder zum Testen an. Diese können am einfachsten über das GNOME-Tool Boxen heruntergeladen und gestartet werden. Darüber hinaus können die Abbilder händisch aus dem Netz geladen und in jedem beliebigen Hypervisor gestartet werden. Für mehr als Testen und Debuggen ist GNOME OS, das bereits intern seit über acht Jahren existiert, weder gedacht, noch geeignet, denn es fehlt ein Paketmanager.

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