X.org Server 21.1.0 stabil freigegeben

X.org-Server 21.1.0
Logo von X11 | Lizenz: CC BY-SA 3.0

Nach X.org Server 1.20 von 2018 ist der jetzt freigegebene X.org Server 21.1.0 die erste stabile Veröffentlichung. Seit Wayland immer mehr in den Vordergrund tritt, sinkt das Interesse an und die Bereitschaft zur Veröffentlichung von X.org. Es erwies sich lange als schwierig, einen Release-Manager für eine neue Veröffentlichung zu finden.

Unabhängiger Entwickler

Vor einigen Monaten begann dann der unabhängige litauische Entwickler Povilas Kanapickas, ein Release vorzubereiten und gab Anfang Juni einen Entwicklungs-Snapshot mit veränderter Versionierung als xorg-server 21.0.99.1 frei. Darauf folgte im September ein erster Release Candidate. Ein zweiter RC folgte, der jetzt vorliegende X.org Server 21.1.0 weist lediglich nur noch eine Änderung zu RC2 aus, wie Kanapickas in der Ankündigung schreibt. Sollten durch die weitere Verbreitung der stabilen Version bisher unentdeckte Fehler auftauchen, will Kanapickas diese schnell mit 21.1.1 beheben anstatt im üblichen Intervall von einigen Monaten.

Ohne XWayland

X.org Server 21.1.0 ist das erste Release, das ohne XWayland ausgeliefert wird, welches vor einiger Zeit wegen der Verzögerungen bei der Veröffentlichung von X.org ausgegliedert und als separates Paket veröffentlicht wurde. Peter Hutterer, Entwickler von Libinput leitet diese Entwicklung in einem sehr informativen Blogpost vereinfacht her.

Neues Build-System

Die neue Version 21.1.0 unterstützt Meson als Build-System jetzt vollständig. Für dieses Release wird das bisher genutzte GNU Build System autotools nochmals mit ausgeliefert, anschließend aber zugunsten von Meson entfernt. Glamor erhält Unterstützung für den Framebuffer Xvfb sowie für XInput 2.4, das Touchpad-Gesten mitbringt. Zudem neu werden variable Bildwiederholraten im Modesetting-Treiber unterstützt. Der DMX DDX-Treiber von X.Org zur Unterstützung von Distributed Multi-Head X wurde entfernt, nachdem der Code bereits seit vielen Jahren nicht mehr richtig funktioniert. Der X-Server meldet zudem nun in mehr Fällen die korrekte DPI-Anzeige, was das Rendering von Client-Anwendungen auf High-DPI-Bildschirmen beeinflussen kann.

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