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Linux 6.1: Hintergrundbeleuchtung bei älteren Notebooks testen

Der bei Red Hat beschäftigte Kernel-Entwickler Hans De Goede hat für Kernel 6.1, der am Wochenende als Vorabversion 6.1-rc3 erschien, eine Überarbeitung des Subsystems für den Erkennungscode der Hintergrundbeleuchtung bei Notebooks in Angriff genommen und dazu eine Reihe von Patches eingereicht.

Mögliche Probleme

In seinem Blog macht er nun auf mögliche Probleme bei älteren Notebooks und bei Notebooks mit speziellen Gegebenheiten aufmerksam und bittet um Mithilfe bei deren Korrektur. Die speziellen Gegebenheiten betreffen etwa Notebooks, die per Coreboot booten und solche, die nicht mit Windows ausgeliefert wurden.

Wer ein Notebook aus einer dieser Kategorien besitzt, kann vorab testen, ob sein Gerät betroffen ist, indem der Befehl ls /sys/class/backlight ausgeführt wird. Gibt der Befehl nur einen Eintrag wieder und dieser lautet intel_backlight, nouveau_bl, amdgpu_bl0 oder radeon_bl0, so könnte das Gerät betroffen sein.

Da dies bei modernen Notebooks häufig der Fall ist, soll ein zweiter Check mehr Aufschluss liefern. Dazu wird die Kernel-Kommandozeile beim Booten um den String acpi_backlight=video ergänzt und im gestarteten System dann nochmals ls /sys/class/backlight ausgeführt. Ist nun mindestens ein zusätzlicher zweiter Eintrag acpi_video0 vorhanden, sollte die Hintergrundbeleuchtung weiterhin funktionieren mit Kernel 6.1.

Mithilfe gesucht

Ist das nicht der Fall, dann sollte zunächst mit cat /proc/cmdline überprüft werden, ob der Eintrag acpi_backlight=video dort vorhanden ist. Ist das der Fall und es erscheint trotzdem kein acpi_video0, dann wird Linux 6.1 wahrscheinlich die Steuerung der Hintergrundbeleuchtung unterbrechen. Wer ein solches Notebook besitzt, sollte folgende Befehle ausführen und die resultierenden Textdateien im Anhang einer E-Mail an hdegoedeATredhat.com schicken, damit die Probleme möglichst vor dem Erscheinen von Linux 6.1 Anfang bis Mitte Dezember behoben werden:

  • ls /sys/class/backlight > ls-backlight.txt
  • sudo dmesg > dmesg.txt
  • sudo dmidecode > dmidecode.txt
  • sudo acpidump -o acpidump.txt

Wer Zugriff auf einen Release-Kandidaten für Kernel 6.1 hat, kann natürlich auch direkt testen, ob ein Gerät betroffen ist.

Bild: https://unsplash.com/photos/07bxCZgKY-k

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