Geteilte Fenster

Plasmas Fenstermanager KWin lernt natives Tiling

KDEs Fenstermanager KWin beherrscht schon lange ein rudimentäres Tiling über den Quick Tiling-Support, der sich über verschiedene KWin-Skripte auf GitHub erweitern lässt. Der Begriff Tiling beschreibt die kachelartige Anordnung von Fenstern nebeneinander ohne Überlappung.

Best of both Worlds

Typischerweise findet man Tiling in Fenstermanagern wie i3, Sway oder Awesome und vielen anderen, wo es entweder die einzige oder eine von mehreren Möglichkeiten ist, Fenster anzuordnen. Damit ist man dann aber auf den jeweiligen Fenstermanager festgelegt. Insofern ist es wünschenswert, dass Plasma eine bessere Tiling-Unterstützung erhält, da es manchmal nützlich ist, mehrere Fenster schnell nebeneinander anzuordnen, auch wenn nur ein Monitor zur Verfügung steht.

Im Kern verankert

Eine weitere Möglichkeit, Tiling mit KDE Plasma zu verwenden, ist das Add-on Bismuth. Es kachelt die Fenster automatisch und lässt sich per Tastatur steuern. Das reichte dem KDE-Entwickler Marco Martin aus zwei Gründen nicht. Tiling sollte nach seiner Ansicht im Kern von KDE verankert sein. Des Weiteren favorisiert er neben den Key-Bindings ein kleines User-Interface, um das Tiling auch mit der Maus steuern zu können.

Verschieben per Tastatur

Die Kacheln werden mit der GUI als Vollbild-Effekt erstellt, mit der man Kacheln hinzufügen, entfernen oder vergrößern kann. Wird beim Verschieben eines Fensters die Umschalttaste gedrückt, so wird das Fenster in der nächstgelegenen Kachel abgelegt. Eine Größenänderung der Kachel im Editor führt zu einer Größenänderung aller verbundenen Fenster, und umgekehrt führt eine Größenänderung der Kachelfenster auch zu einer Größenänderung der Kacheln. Das gilt auch für den traditionellen geteilten Bildschirm der Quick Tiling-Funktion.

Im Moment ist die Funktion noch eingeschränkt in ihrer Funktionalität, soll aber mit Plasma 5.27 ihren ersten Auftritt haben. Martin hofft, bis dahin noch separate Kachel-Layouts pro virtuellem Desktop und Aktivität zu implementieren, denn derzeit gelten sie lediglich pro physischem Bildschirm. Weitere Informationen liefert Martins Blog.

Foto: Adam Grabek on Unsplash

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