Die Desktop-Umgebung Budgie kämpfte in den vergangenen Jahren mit Entwicklungsverzögerungen, technischen Herausforderungen beim Wayland-Übergang und Abhängigkeiten von GNOME-Technologien. Diese Probleme führten zu Stagnation, Bugs und Kritik in der Community. Budgie entstand bei Solus, wurde aber 2021 von Joshua Strobl mitgenommen, als er Solus verließ und Buddies of Budgie gründete. Der Fokus wechselte von Solus-spezifisch zu distro-agnostisch.
Wayland übernimmt
Jetzt wurde mit der bereits im Frühjahr 2025 erwarteten Veröffentlichung von Budgie 10.10 offiziell der Schritt zu Wayland-only vollzogen. Die Entwickler um Joshua Strobl arbeiten an einem eigenen Wayland-Compositor und empfehlen bis dahin die Verwendung von Labwc, für den eigens eine labwc-bridge entworfen wurde, die labwc automatisch mit sinnvollen Standardeinstellungen konfiguriert.
Sie spiegelt die Einstellungen aus dem Budgie Control Center und den Budgie Desktop Settings in labwc-spezifischen Konfigurationsdateien in ~/.config/budgie-desktop/labwc wider. Budgie 10.10 liefert zudem Wayland-Tools wie grim und slurp für Screenshots und wdisplays zum Verwalten der Bildschirmkonfiguration.
Wechsel zu Qt6
Mit Budgie 10.10 aus der Tür geht die Entwicklung für Budgie 11 weiter. Auch hier sind große Umbrüche zu erwarten, denn die Entwickler wechseln beim zugrundeliegenden Toolkit von GTK4 zu Qt6. Überdies soll die Distribution eine modulare Architektur erhalten. In einem Rück- und Ausblick über Budgie 10.10 und 11 geht der technische Leiter Strobl detailliert auf die kommenden Änderungen ein.

Ich mag schlanke Desktop Environments, und deswegen kein Plasma und kein Qt.
Ich meine sowas wie LXDE vs LXQt. Und kein Wayland bitte. Kann mir jemand erklären was das soll?
Keine sparsame Netzwektransfers mehr, stattdessen bitmap Grafiken über das Netz zu übertragen? Ich finde die Entwicklung nicht gut. Ich mag Wsyland nicht und kann die Euphorie nicht verstehen
Da bin ich ja gespannt. Habe Budgie erst jetzt installiert als ich Debian 13 neu aufgesetzt habe. Wollte ich mir einmal anschauen. Nachdem ich das Problem mit langsam startenden Gnome Apps gelöst hatte, habe ich den Desktop zum Standard gemacht. Das ist natürlich ein harter Schnitt, wenn die Entwickler auf Qt6 gehen. Den LXQT Desktop fand ich auch immer ganz nett. KDE ist mir immer zu überladen. Ich wäre ja mal für eine einheitliche Oberfläche bzw. Frameworks zu haben. Auch wenn es eine unpopuläre Entscheidung ist. Wobei dann wahrscheinlich auch nur wieder so ein Gnome Unfug dabei herauskommt, der es schwieriger macht die Oberfläche anzupassen.
Bin ich der Einzige der hier etwas KDE 4 Wibes bekommt? Und hätte es nicht mehr Sinn gemacht zuerst das Frameworks zu wählen/wechseln und danach neue Funktionen einzubauen (Wayland?) Jetzt müssen sie teile unter Umständen nochmals anfassen.
Wie dem auch sei, KDE hat es letztendlich auch überlebt, es besteht ja durchaus die Hoffnung das letztendlich ein guter, stabiler Desktop herauskommt, also… warten wir mal ab 🙂
Mich würde interessieren, wo man Budgie 10.10 testen kann — Arch?
Und wo die Leute ihre Motivation hernehmen Version 11 mit Qt6 zu implementieren. Anstatt einfach LXQt oder Plasma zu nehmen (dort beizutragen) und mit ihrer eigenen Vorkonfiguration auszuliefern. Ich meine Budgie wird dann sicher ähnlich zu diesen beiden aussehen, nur weniger ausgereift.
Sollte man vor dem Upgrade auf Budgie 10.10 von LightDM auf GDM oder SDDM umsteigen? LightDM läuft auf X11, kann zwar Wayland-Sitzungen starten, ist aber wohl nicht als „native“ Wayland-Display-Manager gedacht. Laut Debian-Dokumentation ist es unwahrscheinlich, dass LightDM jemals echte native Wayland-Unterstützung (also selbst unter Wayland läuft) bekommt. Wenn ich also eine reine Wayland-Umgebung ohne X11 haben möchte, ist derzeit eher von LightDM abzuraten, richtig?
Ja, davon ist abzuraten. LightDM läuft selbst unter X11 oder XWayland und kann Wayland-Sessions wie Budgie 10.10 initiieren, zeigt aber oft Greeter-Probleme wie etwa schwarze Bildschirme und Login-Loops.
Greetd mit tuigreet, wenn man es schlank und simpel konfigurierbar haben möchte.