Wenn etwas auf dem Linux-Rechner nicht ganz rund läuft, hilft oft ein Blick in die Anwendungen zum Monitoring der jeweiligen Desktop-Umgebung, sei es per Kommandozeile oder GUI. Oft reicht der schnelle Blick auf Tools wie Htop, um das Problem zu erkennen.
Die beim von mir verwendeten Plasma-Desktop zuständige GUI-Anwendung heißt Systemmonitor, ist optisch gut umgesetzt, hält aber bei den Werten zur Hardware mächtig hinterm Berg. Also habe ich mich beizeiten nach einer detaillierteren Auswertung umgesehen und verwende seit rund einem Jahr die Anwendung Mission Center, die bisher nur in wenigen Distros in den Repositories liegt. Lediglich unveränderliche Distributionen wie Aurora, Bazzite oder Bluefin bieten Mission Center vorinstalliert an.
Die hauptsächlich in Rust geschriebene Anwendung erlaubt mir die Überwachung von CPU(s), GPU(s), RAM und Swap, Storage und Netzwerk und zeigt laufende Apps, Dienste und Prozesse detailliert an.

Gerade ist mit Mission Center 1.1 eine verbesserte Version der auf GitLab entwickelten Anwendung erschienen. Dazu wurde die Seite mit den Diensten überarbeitet und zeigt jetzt wesentlich mehr Details wie etwa ausklappbare Kindprozesse. Der jeweilige Zustand der Dienste wird übersichtlicher angezeigt und auf Wunsch gefiltert.

Ein Rechtsklick auf einen Dienst und die Auswahl von Signal senden erlaubt jetzt die Übergabe der Signale STOP, CONT, HUP, INT, TERM, KILL, USR1 und USR2 an den Dienst.
Über das Hamburger-Menü ist neben den Einstellungen auch ein schneller Überblick über Betriebssystem, Desktop-Umgebung, Kernel und Paketmanager abrufbar.

Mission Center hält für mich alle benötigten Werte im schnellen Zugriff und bietet mit der neuen Version eine klare Verbesserung bei der Darstellung der Dienste. Allemal einen Blick wert und auf Flathub bereits in v1.1.0 verfügbar.

Das hier mag ich selbst sehr sehr gerne. Es ist für mich zwar mehr ein PoC (mir reicht das KDE-Onboard-Tool voll), aber es zeigt dass UI/UX nicht auf bekannte Marken beschränkt ist. Es gibt es auch als OSS. Und alleine aus dem Grund feiere ich das Tool.
Gefeiert seine die Abkürzungen, ohne die der Text viel zu lang geworden wäre…
Hachja, was wäre die Welt nur ohne den Community-Troll.
Wie hieß es so schön, hat man nichts freundliches zu sagen, einfach mal den Mund halten.
Backe dir ein Ei darauf, dass du dich von Slang nicht abgeholt fühlst. Kuss und nochmal drüber nachdenken beim nächsten mal. Der erste Ausruf im Kopf ist oft der falsche. (*≧ω≦*)
Oh, bevor du dich von den Emoji auch noch angegriffen fühlst, das ist ein so genannten Kaomoji welcher japanisches ASCII-Art ist und es für Emojis adaptiert. Aber ein so gigantische Sprachdompteur weiß das sicherlich! ( ˘ ³˘)♥