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F-Droid 2.0 modernisiert den freien App-Store

Das F-Droid-Projekt hat Version 2.0 seines alternativen App-Stores für Android veröffentlicht. Nach mehr als einem Jahr Entwicklungszeit bezeichnet das Projekt die neue Version als größte Überarbeitung der Anwendung seit rund zehn Jahren. F-Droid 2.0 erhält eine vollständig modernisierte Oberfläche, eine verbesserte Suche und neue Möglichkeiten für Installation und Aktualisierung von Apps. Gleichzeitig erscheint das Release zu einem Zeitpunkt, an dem Google die Installation von Anwendungen außerhalb des Play Store stärker reguliert.

Oberfläche neu entwickelt

Die Oberfläche von F-Droid wurde in wesentlichen Teilen mit Kotlin und Jetpack Compose neu entwickelt und an aktuelle Android-Konventionen angepasst. Die Navigation teilt sich nun in die Bereiche Entdecken, Suche und Meine Apps. Die Kategorien sind direkt in den Entdecken-Bereich integriert, während installierte Anwendungen, verfügbare Updates und mögliche Probleme zentral unter Meine Apps zusammenlaufen. Nach insgesamt 14 Testversionen soll F-Droid 2.0 in den kommenden Wochen schrittweise verteilt werden.

Apps leichter finden

Ein Schwerpunkt liegt auf dem Auffinden von Anwendungen. Der neue Entdecken-Bereich zeigt neben frisch hinzugekommenen und kürzlich aktualisierten Apps nun auch besonders häufig heruntergeladene Anwendungen. Gleichzeitig wurde das Kategoriensystem erweitert und stärker untergliedert. Übergeordnete Metakategorien sollen dabei verhindern, dass die wachsende Zahl einzelner Kategorien unübersichtlich wird. So unterscheidet F-Droid bei Spielen künftig beispielsweise zwischen 17 verschiedenen Genres.

Suche überarbeitet

Auch die Suche wurde grundlegend überarbeitet. Sie berücksichtigt neben App-Namen jetzt auch Beschreibungen und Kategorien. Mehrere Filter lassen sich miteinander kombinieren, sodass sich etwa nur mit dem eigenen Gerät kompatible Apps einer bestimmten Kategorie anzeigen und Anwendungen mit ausgewählten Anti-Features gleichzeitig ausblenden lassen.

Installation rückt näher an den Play Store

F-Droid profitiert dabei ausgerechnet von Änderungen an Android, die nach Angaben des Projekts unter anderem auf regulatorischen Druck durch den europäischen Digital Markets Act und kartellrechtliche Verfahren zurückgehen. F-Droid 2.0 nutzt auf unterstützten Geräten eine neue Pre-Approval-API. Nutzer können eine Installation damit bereits beim Anstoßen bestätigen und müssen nicht mehr warten, bis das APK vollständig heruntergeladen wurde. Das soll den Ablauf stärker an die Installation aus dem vorinstallierten App-Store angleichen.

Selbstständige Updates

Updates kann F-Droid 2.0 standardmäßig selbstständig im Hintergrund suchen und installieren. Manuelle Aktualisierungen bleiben aber weiterhin möglich. Die bisher hierfür häufig verwendete Pull-to-Refresh-Geste entfällt jedoch und dient künftig ausschließlich zum Scrollen.

Google verschärft Entwickler-Verifizierung

Parallel zu diesen Verbesserungen zeichnet sich für unabhängige Android-App-Stores allerdings eine grundlegende Veränderung ab. Google führt derzeit eine Entwickler-Verifizierung ein, die langfristig auch Anwendungen betrifft, die nicht über Google Play vertrieben werden. Ab dem 30. September 2026 beginnt die Durchsetzung zunächst in Brasilien, Indonesien, Singapur und Thailand. 2027 sollen die Anforderungen weltweit auf zertifizierte Android-Geräte ausgeweitet werden.

Entwickler, die ihre Anwendungen regulär und ohne zusätzliche Hürden verbreiten möchten, müssen sich künftig registrieren und ihre Apps beziehungsweise Paketnamen einem verifizierten Entwicklerkonto zuordnen. Für eine vollständige Distribution verlangt Google über die Android Developer Console unter anderem eine Identitätsprüfung sowie einmalig 25 US-Dollar. Für Schüler, Studierende und Hobbyentwickler gibt es alternativ ein kostenloses Konto ohne Ausweisprüfung, dessen Verteilung jedoch auf bis zu 20 autorisierte Geräte beschränkt bleibt.

Schutz vor Malware

Google begründet die Maßnahme mit dem Schutz vor Malware und betrügerischen Anwendungen. Apps nicht verifizierter Entwickler bleiben grundsätzlich installierbar. Dafür müssen Anwender allerdings einen besonderen Advanced Flow aktivieren. Dieser enthält zusätzliche Warnungen und eine einmalige Wartezeit von 24 Stunden. Anschließend lässt sich die Installation nicht registrierter Apps für sieben Tage oder dauerhaft freischalten. Installationen über die Android Debug Bridge (ADB) sollen davon nicht betroffen sein.

F-Droid sieht sein Modell bedroht

Für F-Droid ist diese Entwicklung problematisch. Das Repository baut zahlreiche Anwendungen selbst aus dem öffentlich verfügbaren Quellcode und verteilt sie anschließend mit eigenen Signaturen. Das Projekt warnt deshalb bereits seit Längerem davor, dass eine verpflichtende Registrierung bei Google das bisherige Modell unabhängiger App-Repositories erheblich erschweren könnte.

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