Slackware ist die älteste noch aktiv gepflegte Linux-Distribution und zählt somit neben Debian zu den Urgesteinen der Linux-Welt. Sie wurde im Jahr 1993 von Patrick Volkerding erstmals veröffentlicht und wurde, wie so viele Projekte im Bereich Freie Software und Open Source, aus der Not heraus geboren.
Volkerding nutzte damals die Softlanding Linux System (SLS)-Distribution und fand, dass er mehr Fehler behob als eigentliche Arbeit erledigte. So beschloss er, die Fehler in SLS zu beseitigen und es zu seiner eigenen Distribution zu erweitern, die er Slackware nannte und die ab dem 17. Juli 1993 als Satz von 24 Disketten über FTP verteilt wurde.
Ärmel hochkrempeln und Hände schmutzig machen
Slackware verfolgt von Anfang an das KISS-Prinzip (Keep It Simple, Stupid). Das System soll so einfach, transparent und stabil wie möglich sein. Das äußert sich etwa darin, dass keine eigenen grafischen Tools zur Systemkonfiguration bereitgestellt werden und die Benutzer wie bei traditionellen Unix-Systemen die zentralen Konfigurationsdateien direkt per Texteditor anpassen.
Die Installation erfolgt bis heute textbasiert ohne graphischen Installer, und es gibt keine automatische Abhängigkeitsauflösung der Pakete. In einem solchen Szenario muss Systemd selbstverständlich draußenbleiben. Die 32-Bit-Architektur hat dagegen weiterhin eine Heimat bei Slackware. Das heißt aber nicht, dass sich Slackware der fortschreitenden Technik auf Biegen und Brechen verschließt. Bestes Beispiel dafür ist, dass sich Docker-Container relativ problemlos auf Slackware betreiben lassen.
Volkerding weiterhin am Ruder
Slackware fand schnell Verbreitung und ist auch heute noch bei meist erfahreneren Linux-Anwendern in Benutzung. die maximale Kontrolle und Stabilität schätzen. Es diente als Basis für die ersten Versionen von SuSE Linux und dient als Unterbau der Distribution Unraid. Auch heute noch steht Volkerding als Benevolent Dictator for Life (BDFL) am Ruder und kann sich auf die Unterstützung einer treuen Community verlassen.
Slackware bietet bis heute eine sehr puristische Linux-Erfahrung und das wird hoffentlich auch die nächsten 32 Jahre so bleiben. Denn Slackware steht für die große Vielfalt der Szene um Freie Software und Open Source. Alles Gute zum Geburtstag für diese unglaubliche und ausdauernde Distribution!

Glückwunsch an die Distribution, mit der ich vor vielen, vielen Jahren enflich mit Linux richtig glücklich wurde!
Inzwischen nutze ich aber lieber FreeBSD auf dem Server 😀
Die erste von S.u.S.E. verkaufte CD “Linux 1.0” vom April 1994 (ja, ich habe sie noch im Schrank) war auch noch gar nicht etwas eigenes, sondern lieferte drei Distributionen. Allen voran war das die “Deutsche Slackware” und zusätzlich LST und DLD. Somit könnte man fast behaupten, die erste SuSE WAR eine Slackware … 😉
Also, ich denke ja, KISS steht für Keep It Small and Simple. Man muß ja nicht immer gleich beleidigend werden 😀
Nix für ungut!
Alles Gute!
Ich mache nebenbei einen Linux online Kurs.
Der läuft in seinen (Haus-)Aufgaben mit Slackware. Nicht einfach, weil ohne GUI.
Aber nur so lernste was 😀
Alles Gute zum Geburtstag!
Ja, Slackware, ich wünsche dir auch weitere 32 Jahre gutes Gedeihen und Vitalität. Ich habe es zwar noch nicht bis zu dir geschafft, nur zu Salix OS, das Linux for the lazy Slacker, aber dann bin ich im Alltag doch wieder bei Debian hängen geblieben. Das lag daran, dass ich noch fauler als lazy bin und die Verschlüsselung der Festplatte bei Debian meine Bequemlichkeit unterstützt. Alles Gute!
Salix OS ist eigentlich auch das Slackware zum Benutzen 😉