Die Entwickler von KDE neon stehen kurz davor, ihre (Nicht)-Distribution auf der Basis von Ubuntu 22.04 neu aufzulegen. Alles ist soweit fertig zur Veröffentlichung. Nur noch eins gilt es zu entscheiden: Soll Firefox als Snap integriert sein oder in anderen Paketformaten bereitgestellt werden?
To Snap or not to Snap?
Technisch gesehen funktioniert mit dem Firefox-Snap die Einbindung mit Plasma-Browser-Integration nicht mehr, ansonsten funktioniert nach Aussage der Entwickler alles wie es soll. Ideologisch gesehen sind die Anwender allerdings, wie so oft bei Linux, in zwei Lager gespalten. Wenn die Entscheidung für Firefox in anderen Paketformaten als Snap fällt, würde das die Veröffentlichung um ein paar Wochen nach hinten verschieben.
Community ist gefragt
Deshalb fragen die Entwickler jetzt die Community auf Twitter nach ihrer Meinung. In einer Umfrage könnt ihr mit entscheiden, ob KDE neon in einigen Tagen mit Firefox als Snap erscheint oder erst in einigen Wochen mit anderen Paketformaten für den Browser. Dabei bleibt offen, was die Entwickler als Alternativen im Sinn haben, ich vermute mal ein DEB sowie ein Flatpak. Die rund 15 Stunden alte Umfrage tendiert dabei im Moment deutlich gegen Firefox als Snap.
Ungeliebtes Format
Diskussionen über die fortschreitende »Schnappisierung« von Ubuntu gab es schon im Vorfeld der Veröffentlichung von Ubuntu 21.10, als bekannt wurde, dass neben Chromium und einigen anderen Paketen nun auch Firefox als Snap ausgeliefert werden soll.
Nach Veröffentlichung von Ubuntu 22.04 mit Firefox als Snap gab es unter anderem Probleme mit extrem langen Ladezeiten, die aber mittlerweile behoben sein sollen. Andere Probleme beziehen sich auf fehlende Vorschauen bei Dateidialogen, etwa beim Anhängen oder Hochladen von Dateien.

Ich nutze „Ubuntu Budgie“ und die Basis-Sicherheitswartung läuft am 23.04.2025 aus.
Das sind bis dahin knapp zweieinhalb Jahre, und hoffentlich wird der Firefox Web Browser bis dahin durch das PPA aktualisiert werden.
Ich wuerde es dann eher raus nehmen, wenn es nur per snap oder Fatpak geht.
Kann ja dann jeder so halten wie er will und sich das selbst nachinstallieren.
Warum so kompliziert, wenns auch einfach geht? Linux Mint oder Debians vorarbeit nehmen und gut ists…. Wozu also ne Abstimmung? Raff ich net. Sollte nicht deren eigner Falkon im Vordergrund stehen? Fragen über fragen….
Kurzfristig mag Firefox als Paket vielleicht kleinere Vorteile haben, aber langfristig ist das Snap die bessere Lösung. Für Snap spricht eine saubere Abhängkeitentrennung, Berechtigungsverwaltung, einfaches ückstandsloses Entfernen möglich, schnelle und pünktliche Updates original von Mozilla. X11 war lange Zeit auch gegenüber Wayland überlegen, hat sogar bis heute einige Vorteile gegenüber Wayland (zB Bild-in-Bild-Modus), aber zusammenfassend hat Wayland mittlerweile mehr Vorteile gegenüber X11. Ähnlich wird es bei Snap sein.
Ich verstehe diese immer wiederkehrende Diskussion nicht.
Die beste Option ist imho sowieso (vor allem auf nur von einer Person benutzten Rechnern) die Installation aus den Firefox-Paketen lokal nach ~/bin o.ä. analog
https://support.mozilla.org/de/kb/firefox-unter-linux-installieren#w_installation-von-firefox-uber-die-mozilla-dateien-fur-erfahrene-anwender
Das mache ich auf allen Rechnern so, auch mit Thunderbird.
Firefox und Thunderbird halten sich so wunderbar selbst aktuell (wie unter Windows…).
Das geht doch ganz einfach:
Für eine Distribution die keine sein will genügt auch ein ppa.
KDE sollte sich doch lieber mal um den eigenen qt-Browser kümmern. Falkon bräuchte dringend etwas mehr Aufmerksamkeit.
Das mit Falkon ist einerseits völlig richtig, andererseits ist es derzeit meiner Meinung nach wichtig, Firefox auszuliefern und zu promoten. Wenn der noch mehr verliert, verliert er seine Bedeutung.
Der Sinn von KDE neon besteht doch darin, als Referenz für den KDE Desktop und KDE Anwendungen zu dienen.
Gut, man kann mal so eine Twitter Umfrage als Promoting für Firefox starten. Es ist doch aber für KDE unsinnig zu viel Arbeit in die eigene Paketierung von Firefox zu stecken und den eigenen qt-Browser dabei völlig links liegen zu lassen.
Im übrigen denke ich, dass ein aufgefrischter Falkon sich als gute Alternative zu Firefox entpuppen könnte.Und es braucht hier langfristig auch eine Alternative. Spätestens in einem Jahr wird Firefox auch seine Addons an den neuen Chome Standard anpassen. Es wäre schön wenn dann die python Erweiterungen von Falkon wieder funktionieren würden und die Browser-Engine aktualisiert wäre.
Falkon kann auch mit kwallet interagieren. Was ihn für das plasma desktop sehr interessant macht.
Ich bin da voll und ganz auf Deiner Seite, aber genau wie bei qutebrowser hängt Falkon von qtwebengine ab. Und da KDE momentan auf Qt5 abhängt, passiert da nicht mehr viel auf Engine-Seite. Viele Sachen laufen mit dem alten Ding einfach nicht mehr, z.B. diese ganzen ddos/bot-checks und auch diese Bild-Captchas hängen in einer Endlosschleife.
Ohne eine neue Version von qtwebengine bringen keinerlei UI-Updates irgendwem irgendwas, weil die Engine mittlerweile verrottet ist. 🙁
Um so wichtiger, es endlich einmal anzugehen. qt6 kommt ja bald.
Mozzilla war nie unabhängig von Google.
Für eine freie Community wie KDE ist es wichtig einen eigenen funktionierenden Webbrowser zu haben.
P.S.:
Ich habe schon das Geschreie im Ohr wenn Firefox in einem Jahr die MV2 Addons rausschmeißt und vielen dann erst klar wird, dass Google die Regeln macht und unsere Browser gekapert hat.
Und die Chromium-basierte qtwebengine ist natürlich total Google-unabhängig.
Stimmt, eine eigenständige engine wäre auch mal so ein Thema. Das wäre dann aber auch noch eine recht große Baustelle. Da war doch mal was bevor Apple es sich geschnappt hat.
Ich denke aber, dass die eigentliche chrome engine noch recht neutral aufgebaut ist und es für den User in erster Linie drauf ankommt mit den passenden Erweiterungen diesen Browser dann auch entsprechend steuern zu können.
Den Ansatz von Falkon finde ich da schon recht positiv und die bessere Integration von Browser und plasma-desktop wäre dabei auch ein großer Zugewinn für KDE.
Der eigentliche Brüller ist ja, dass webkit damals aus khtml (KDE-Projekt) entstanden ist.
Also eine eigenständige Engine ist absurd, wenn es schon mehr schlecht als recht funktioniert, einen Fork am Leben zu halten.
Google wirft da einfach so viel Geld drauf, dass man da nicht mehr hinterherkommt. Zumindest habe ich genau diesen Eindruck.
Die Frage, die sich mir stellt, ist jedoch eine andere: Warum ist das UI von Firefox so beschissen? Alternativ dazu: Warum stellt Mozilla ihre Engine nicht separat vom UI auf?
Ich wäre richtig glücklich, wenn qutebrowser oder Falkon deren Engine benutzen könnte!
In einem Jahr spätestens haben die Nutzer die faxen dicke von der ganzen Werbung die den um Ohren fliegt. Ich finde das Klasse was gerade passiert. Genau das hat Firefox gebraucht. Weiterso Google.
Dank Google wird Firefox wieder für viele interessant. Das erledigt sich alles von selbst.
Google hat Mozzilla finanziert um sich gegen Microsoft durchzusetzen und hat es damals schon damit geschafft die Web Standards zu setzen. Jetzt wo der Chrome Browser sich allgemein durchgesetzt hat, bekommt Mozzilla weniger Geld von Google. Mozzilla ist aber noch immer völlig abhängig.
Diese Abhängigkeit erledigt sich nicht von allein.
Firefox wird nach einer Weile nachziehen, so wie sie das schon immer gemacht haben.
Eine Umfrage auf Twitter, d.h. jede/r Twitter-Kasper/Gretl kann da abstimmen? Was soll das denn bringen?