
Mit KeePassXC 2.6.0 steht eine neue Version des Passwortmanagers bereit, an dem die Entwickler und die Community ein Jahr gearbeitet haben. Mit Version 2.6.0 kommt eine komplette Überarbeitung der Benutzeroberfläche mit benutzerdefinierten Themen (sowohl hell als auch dunkel), neuen Icons und Funktionen.
Have I Been Pwned?
Die Passwortberichte wurden ausgeweitet. Die Software verfügt jetzt über eine Have I Been Pwned Passwortüberprüfung, um kompromittierte Passwörter zu finden. Darüber hinaus wurde die Integration von YubiKey und OnlyKey durch die Unterstützung von bis zu vier gleichzeitig eingesteckten Schlüsseln erheblich verbessert.
Menü überarbeitet
Das Menü wurde überarbeitet und unter dem Menüpunkt Ansicht wurde ein neuer Kompaktmodus eingeführt, der mit kleineren Icons aufwartet. Das System-Tray-Icon kann farbig oder monochrom angezeigt werden. Im Menüpunkt Datenbank ist der Eintrag Datenbank-Backup speichern hinzugekommen. Er fügt eine Option zum Speichern einer Sicherungskopie der Datenbank hinzu, wechselt aber im Gegensatz zum normalen Datenbank speichern als nicht zu der neu gesicherten Datenbank.
Tabs per Tastatur
Eine neue Option in den Einstellungen erlaubt den Autostart von KeePassXC 2.6.0 beim Start des Rechners. Beim Eingeben eines Passworts erscheint künftig eine Warnung, wenn die Feststelltaste aktiviert ist. Unter Linux wird das Tab-Handling des Browsers übernommen, indem zwischen offenen Tabs mit der Tastatur per ALT+1-9 umgeschaltet werden kann. wobei ALT+0 zum letzten Tab wechselt.
Passwortgenerator erweitert
Der Passwortgenerator bietet unter dem Schalter Erweitert ein neues Eingabefeld für zusätzliche Zeichen bei der Erstellung von Passwörtern. Alle hier eingetragenen Zeichen werden als Gruppe bei der Erstellung berücksichtigt, sofern die Option Zeichen aus allen Gruppen angehakt ist.
Für Linux, macOS und Windows
Darüber hinaus wurden Fehler aus der vorherigen Version behoben. Alle Änderungen können in der Ankündigung nachgelesen werden. KeePassXC 2.6.0 steht in Form von Binärpaketen für Arch Linux, Debian, Fedora, openSUSE, Ubuntu, Gentoo und CentOS auf der Projektseite zum Download bereit. Dort stehen darüber hinaus Pakete in den Formaten AppImage und Snap zur Verfügung. Zudem werden Pakete für die Installation unter macOS und Windows angeboten. Der Quellcode bietet sich zum Selbstbau der Anwendung an.

Hallo
Ich habe seit dem Update heute keine möglichkeit mehr einen neuen Eintrag zu speichern:
“Schreiben der Datenbank fehlgeschlagen: Die Zieldatei existiert bereits
Sicherungskopie der Datenbank ist in /tmp/KeePassXC.U10088”
Ubuntu 20.04 LTS, KeePassXC 2.6.0
Wie hast du das installiert?
mit snap
Sagtest du ja bereits. Ich habe aber mit Snap keine praktische Erfahrung. Snap verhält sich oft anders als Pakete im Distributionsformat, wie auch Lennart Diener bereits gestern kommentierte.
Revision: 0765954
Distribution: Snap
Da kann ich mangels Kenntnis nicht weiterhelfen. Am ehesten hilft dir da wohl der Ubuntu-Support.
Jetzt geht’s wieder, musste in einen anderen Unteordner gehen und die dort gesicherte DB vewenden.
ging nicht mehr:
~/snap/keepassxc/784/db.kdbx
geht wieder:
~/snap/keepassxc/978/db.kdbx
Moin allerseits!
Ich hab mir grad das Programm auf Debian über die Debian Repos (mittels apt) installiert. So weit, so gut. Die Version ist natürlich ziemlich alt! (Version 2.3.4). Nun hab ich keine Lust bis Debian 11 zu warten:
Macht das Sinn, das AppImage zu nutzen, oder hat das irgendwelche Nachteile? Kann sich das AppImage selbst updaten?
Schöne Grüße und vielen Dank!
Nachteil ist wie bei Snap und Flatpack die längere Startzeit, weil die Abhängigkeiten mitgeladen werden. Appimage kann sich nicht selbst updaten.
Das ist ja ärgerlich! Na dann muß ich wohl mit der abgehangenen Version leben.
Danke, 0byte!
In den Buster-Backports ist derzeit 2.5.4. Da sollte 2.6 zeitnah aufschlagen.
Lösch mich! :o)
Kann ich KeePass auch automatisch über Nextcloud synchronisieren wie Enpass?
Man kann die Datenbank direkt im nextcloud-Verzeichnis ablegen.
KeePassXC bietet selbst keine Cloud-Synchronisation. Die Entwickler verweisen auf Desktop-Synchronisations-Anwendungen wie etwa Syncthing.
Nice.
Habt ihr Erfahrungen mit KeeWeb (https://keeweb.info/)?
Ein Vergleich der beiden würde mich interessieren.
Erfahrungen habe ich mit KeeWeb keine. Einen Kurzvergleich bietet die Wikipedia (https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_password_managers). Für mich persönlich wäre die anscheinend fehlende Zwei-Faktor-Authentifizierung der Datenbank ein K.O.-Kriterium, genauso wie keine echte Browser-Integration. Außerdem bin ich ja mit KeePassXC happy. Letztlich ist aber trotzdem schön, wenn es auch andere Projekte gibt, die erfreulicherweise einen offenen Dateistandard nutzen.
Interessante Seite. Ich bin etwas überrascht, das passbolt da gar nicht mit aufgeführt ist. Ich verwende das beruflich für alle Passwörter, die wir im Team teilen wollen
Für die Anfänger unter uns.
Mit Ubuntu 20.04 habe ich ja, wenn ich recht verstehe, 3 Möglichkeiten das Programm zu installieren.
Hat da irgendetwas Vor/Nachteile? Wenn ich recht sehe, ist das Programm im Paketmanager noch nicht die aktuellste Version. Aber bei den anderen beiden sehe ich keinen Unterschied in der Version.
Ich würde warten, bis das im Paketmanager über ein Upgrade aktualisierbar ist. Weiß nicht wie zeitnah Ubuntu da agiert. Das PPA ist jedenfalls schon aktuell. Da bist du dann aber abhängig vom Ersteller des PPA. Snap würde ich persönlich meiden wie der Teufel das Weihwasser.
Snap hat insbesondere bei KeePassXC auch echte praktische Nachteile: Es lässt sich ohne Weiteres weder die Datenbank in einem versteckten Ordner ablegen und auch kein Yubikey out-of-the-box nutzen.
Bei Ubuntu werden die Programme doch wie bei Debian erst mit der nächsten Version aktualisiert und irgendwann wird Snap bei Ubuntu Standard Werden.
Ich würde auch von snap die finger lassen, ich bin soweit gegangen es gänzlich von meinem Ubuntu 20.04 zu verbannen. Sollte das der Standard werden, werde ich Ubuntu in Zukunft meiden. Ich verwendet wenn nicht apt dann flatpak.
Ich verwende kein Ubuntu, aber was ist so schlimm an Snap?
Eigentlich ja völlig unnötig – kann man auch ganz normal kopieren (Datei-Manager), aber schön, das lässt vermuten, dass das Programm auch bei völligen Anfängern eine gewisse Verbreitung hat 🙂