LibreOffice 7.4 Beta

LibreOffice 7.4 Beta steht zum Test bereit

LibreOffice 7.4 soll nach einem Release-Kandidaten im Juli in der Woche vom 15. – 21. August in stabiler Version verfügbar sein. Eine Beta-Version zum Testen steht jetzt bereit. Seit der Alpha-Version am 9. Mai wurden 1.920 Commits eingereicht und 220 Fehler beseitigt.

Mehr Optionen zur Silbentrennung

Die neue Version der freien Office-Suite bietet neben den üblichen Verbesserungen bei der Kompatibilität zu Microsoft-Produkten weitere Änderungen an vielen Stellen. So bietet LibreOffice 7.4 im Writer-Modul drei neue optionale Einstellungen bei der Silbentrennung. Sie dienen zur Anpassung des Textflusses auf Absatzebene. Damit kann unter anderem verhindert werden, dass das letzte Wort eines Absatzes getrennt wird. Es können außerdem Einstellungen zur minimalen Wortlänge, ab der getrennt wird, vorgenommen werden. Neu ist zudem eine in cm einstellbare Silbentrennungszone zur Begrenzung der Silbentrennung. Writer unterstützt nun darüber hinaus das Löschen von Umbrüchen aus Word, um die Layouttreue zu verbessern.

Neue Optionen zur Silbentrennung

Calc mit 16k Spaltenanzahl

Im Tabellenkalkulations-Modul Calc konnte die Leistung verbessert werden, etwa bei der nun schnelleren Neuberechnung in Dokumenten mit vielen Formeln. Ebenso wurde das Öffnen von CSV-Dateien beschleunigt, der Excel-Exportfilter verbessert und bessere Leistung beim Laden von Tabellenkalkulationen, die eine Neuberechnung erfordern, erreicht. Zudem wurde die mögliche Spaltenanzahl auf 16.384 erweitert und somit an die seit 2007 in Excel mögliche Spaltenanzahl angepasst. Die 16k-Erweiterung wurde zwar bereits für LO 7.3 implementiert, aber zunächst versteckt und als experimentell deklariert.

Besseres Theming

Im Präsentationsmodul Impress wurde eine neue Registerkarte Theme in den Folieneigenschaften für die Master-Folie eingefügt. Sie enthält mehrere Optionen für Akzentfarben, die alle Folien in Ihrer Präsentation steuern. Zudem wurde für alle Module Unterstützung für den Im- und Export von WebP-Bildern eingefügt. Unterstützung für FTP wurde als veraltet markiert, es wird in einer kommenden Version entfernt.

Alle weiteren Änderungen könne der Release Note entnommen werden. Die Beta-Version zu LibreOffice 7.4 steht für Linux als DEB und RPM zum Download bereit.

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11 Kommentare

  1. Privat nutze ich LibreOffice. In der Schule meines Sohns nutzen sie auch LO. Daher bietet sich das zwecks Support an. Wobei ich auch schon vorher LO genutzt habe. Bietet alles was der Mensch braucht und noch viel mehr. Manches Mal meine ich das es etwas träge und behäbig ist, aber das kann auch an meinem Rechner liegen. Ich bin damit total zufrieden und sage mal ein dickes Dankeschön an die Entwickler und alle die daran mit wirken.

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  2. Ich nutze auch im Moment LibreOffice. Ich verstehe aber nicht, wieso LibreOfice immernoch nicht via Touch bendienbar ist. Dieses scrollen mit der Scrollleiste ist wirklich nervig
    Wenn sich das nicht ändert, muss ich mich eben woanders umschauen

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    1. Benutze privat nur Libreoffice, bin damit sehr zufrieden, ab und zu mal einen Brief schreiben, ein paar kleinere Tabellen (Kontoführung, Stromverbrauch, etc.). Sehe (für mich privat) keinen Sinn darin auf was anderes umzusteigen 🙂

      Wenn jetzt noch die Tabellen-Leistung stimmt (in Libreoffice 7.x war es damals unmöglich, eine Tabelle mit 40.000 Zeilen oder mehr und ~25 Spalten, zu Filtern ohne dass die CPU kochte), sollte es auch in Firmen* nutzbar sein.

      Gruß

      *Also für Profifirmen, wie z.B. die mit dem grünen Schriftzug aus dem Süden Deutschlands, deren kaufmännische EDV komplett auf Excel+Outlook basiert 😉

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      1. Konnte man nicht in Calc OpenCL nutzen und damit die Berechnungen auf die GPU auslagern? War das jemals stable?
        Damit dürften doch auch die fettesten Tabellen noch “beherrschbar” bleiben.

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    2. LO ist ganz gut, habe aber festgestellt, dass Abiword und Gnumeric für meine (privaten) Zwecke völlig ausreichend sind. Die beiden Programme bieten einen grossen Funktionsumfang. Habe sogar das CV für meine Frau in Abiword erstellt, und es sieht ganz gut aus. Schade dass die Entwicklung der beiden Programme etwas eingeschlafen ist.

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    3. OnlyOffice ist schon ein netter kleiner Klon von Word, Excel und Powerpoint. Hier und da fehlt in OnlyOffice im Vergleich zu LibreOffice die ein oder andere tatsächlich im Alltag benutzte Funktion. Der Support von OnlyOffice ist aber offen für Vorschläge und OnlyOffice wird mit jeder Version besser, wenn man von der offensichtlichen Ausnahme – der Windows-10-artigen Fensterleiste unter Linux – einmal absieht. Bei LibreOffice hingegen werden selbst lange bestehende Fehler nach meiner Erfahrung nicht behoben.

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    4. Auch seit mehr als 5 Jahren LibreOffice. Genügt für meine bescheidenen Anwendungsfälle kleinerer Anschreiben oder Packlisten und überschaubarer Tabellen wie Energiemonitoring / Abrechnungen.
      Impress finde ich am unhandlichsten von dem 3er Gespann. Wenn ich Facharbeiten von Freunden oder Familie korrigiere, nutze ich für maximale Kompatibilität aber Microsoft Office auf dem Laptop meiner besseren Hälfte. Ich mag übrigens das GUI von Office 2010 am meisten, dem LibreOffice inzwischen recht ähnlich sieht.

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    5. Ich verwende privat LibreOffice und davor habe ich StarOffice verwendet. Seit StarOffice 3.1 bin ich dabei (damals noch unter Windows 95). Ich arbeite gerne mit LibreOffice und finde es intuitiver zu bedienen als MS Office das ich beruflich benutzen muss. Für mich lässt LibreOffice keine Wünsche offen und ich bleibe dabei. Die Document Foundation wird auch jedes Jahr von mir mit einer Spende unterstützt.

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