LightDM ist ein leichtgewichtiger Display-Manager der erstmals 2010 in Erscheinung trat. Er wurde gerne in Verbindung mit ebenfalls leichtgewichtigen Desktop-Umgebungen wie Xfce oder LXDE eingesetzt. Ubuntu und Xubuntu verwendeten ihn ab Version 11.10, mit 12.04 folgte auch Lubuntu.
Mit der Rückkehr von Ubuntu 18.04 zu GNOME als Desktop wechselte auch der Display-Manager von LightDM zu GDM. Lubuntu nutzt heute SDDM und Xubuntu sprang auf den GDM-Zug auf, auch wenn das bedeutet, dass statt der rund 5.000 Zeilen von LightDM nun rund 50.000 Zeilen von GDM genutzt werden.
Drei Jahre ohne Release
Somit begann vor drei Jahren der Niedergang von LightDM, der seit 2019 kein offizielles Release mehr erhielt. Von den großen Distributionen verwendet lediglich Linux Mint noch LightDM, auch das Deepin Desktop Environment setzt darauf. Die Grabesstille hat nun überraschenderweise ein Ende, denn Canonicals Robert Ancell als Betreuer des Pakets hat mit LightDM 1.32 eine neue Version freigegeben.
Bei der neuen Version handelt es sich um eine Sammlung von Fehlerkorrekturen, die sich im Laufe der letzten drei Jahre angesammelt haben. So wurde unter anderem das längst überflüssige Qt4-Toolkit entfernt und Build-Fehler bei FreeBSD behoben sowie die Erstellung mit Glibc 2.33 unterstützt. Zudem wurde die Erkennung einer Wayland-Sitzung verbessert. Bereits seit rund zwei Jahren verfügt LightDM über einen Wayland-Greeter.
Wird LightDM nun vermehrt eingesetzt?
LightDM 1.32 steht auf GitHub zum Download bereit. Die Frage ist, ob sich Distributionen mit dem Lebenszeichen der neuen Version wieder für LightDM interessieren. Ancell verspricht weitere Releases, wenn relevanter Code eingereicht wird und zumindest Debian zeigt sich laut dem Kommentar eines Debian-Paketbetreuers für das nächste Release interessiert. Das Leichtgewicht lässt sich mit jeder Desktop-Umgebung kombinieren und erlaubt wesentlich mehr Konfiguration als beispielsweise GDM. Wer kennt weitere Distributionen außer den oben erwähnten, die derzeit LightDM verwenden?
Bildquelle: Wikipedia Lizenz: GPL

elementaryOS
+1 für Lightdm
Schön das es da weitergeht. Nutze es mit Debian Stable und bin sehr zufrieden damit.
Das ist ja schön, dass da doch noch mal was kommt.
Ich benutze den Lightdm seit Jahren, weil ich mir GDM mit seinen Abhängigkeiten nicht installieren wollte und sddm zu dem Zeitpunkt unter Gentoo nicht direkt verfügbar war.
Bin kein Distrohopper, daher kenne ich keine weiteren Distros, die als Standard lightdm verwenden.
Auf Arch Linux rangiert LightDM mit 21.33% an zweiter Stelle, vor GDM mit 18.99% und nach SDDM mit 35.79%. https://pkgstats.archlinux.de/packages?query=LightDMLightDM ist demnach bei den Usern doch recht beliebt.
RasPiOS
Ubuntu Cinnamon Remix und Ubuntu Budgie benutzen ebenfals den lightdm
Wenn man ein aktuelles debian mit MATE als Desktop installiert, kommt automatisch LightDM mit; das ist schon seit Ewigkeiten so … ich verwende LightDM sehr gerne!
Ich bin nur Anwender, aber benutzt nicht auch Sparky-Linux (LXDE) das/den LightDM ? Und wie finde ich das raus? Mit Inxi -FZ bekomme ich hier am Hauptrechner (Linux-Mint) nur:
Graphics: Device-1: Intel HD Graphics 630 driver: i915 v: kernel
Display: x11 server: X.Org 1.20.13 driver: modesetting unloaded: fbdev,vesa resolution: 1920×1080~60Hz
OpenGL: renderer: Mesa Intel HD Graphics 630 (KBL GT2) v: 4.6 Mesa 21.2.6
zu lesen.
inxi -SxxxDanke, habe mir das kürzel gleich notiert.
uwe@intel:~$ inxi -Sxxx
System: Host: intel Kernel: 5.4.0-122-generic x86_64 bits: 64 compiler: gcc v: 9.4.0 Desktop: Cinnamon 5.2.7
wm: muffin 5.2.1 dm: LightDM 1.30.0 Distro: Linux Mint 20.3 Una base: Ubuntu 20.04 focal
Bei
systemdalsinitversuch mal im Terminal:Ich kann das für Bullseye auch bestätigen.
Früher, wo ich XFCE4 auf einigen Rechner genutzt habe, war auch der LightDM im Einsatz. Debian war dem als Standard sehr zugewandt.
Für mich die Frage: Wer GNOME oder KDE nutzt, die ohne hin von zu Hause aus nicht so leicht gewichtig sind, wer würde dann in der Kombi LightDM benutzen? Das machen doch eigentlich meist nur die DE Umgebungen, die keinen eigenen DM haben, oder?
Ich habe mich für GNOME entschieden. Das funktioniert für mich auf meinen Rechnern und das auch im Kombi mit GDM. Da vermisse ich auch nichts. Warum also sollte ich von GDM mit GNOME auf LightDM mit GNOME wechseln?
Vielleicht gibt es ja gute Gründe. Würden mich interessieren.
Ich denke, dass die DM der jeweiligen DE Umgebungen, gut aufeinander abgestimmt sind.
Bei Debian Bullseye wird bei der Auswahl von XFCE als Desktop Environment der LightDM installiert.
Auf die Frage:
“Wer kennt weitere Distributionen außer den oben erwähnten, die derzeit LightDM verwenden?”
Kann ich nur sagen das aktuell unter OpenSuse Tumbleweed mit der XFCE-Shema Installation von Haus aus der LightDM verwendet wird.
Dazu kann ich aber sagen das seit mehr als 6 Jahren LightDM mein default DisplayManager ist auch unter OpenSuse, Archlinux oder VoidLinux (beiden letz genannten ist es ja freiwillig), da dieser einfach Stabil ist schnell und einfach.
Mit Lightlocker hat man den ein oder anderen WM wie z.B. JWM auch ein guten Lockscreen.
Aber daher schön zu sehen das es wieder ein Push gibt im Code und in der Version.
grüße Kai
Eine Idee von Linux ist es eigentlich, sich sein System nach den eigenen Bedürfnissen zu konfigurieren. Das heißt eben nicht, stumpf die Vorgaben der Maintainer zu installieren.
Abgesehen davon gibt es auch noch andere, wesentlich schlankere Display Manager, sofern man überhaupt einen benötigt. Denn eine Session kann auch ohne Display Manager gestartet werden.
Wir haben bei siduction früher mal Slim für ein oder 2 DEs genutzt, aber der ist mittlerweile zu sehr vom Zahn der Zeit angenagt.
Ja Slim habe ich damals auch sehr lange und oft verwendet bei Archlinux mit Openbox aber glaube Slim wird auch nicht mehr weiter entwickelt und wird sicher den Sprung zu Wayland nicht mehr schaffen.
War/Ist aber auch ein schöner simpler DM. 🙂
grüße Kai
Also klar, “sich sein System nach den eigenen Bedürfnissen zu konfigurieren.” ist immer eine Option und man hat die Wahl sich selber was zusammen zu bauen, geht ja unter jeder Distro egal ob OpenSuse Arch, Gentoo etc. aber z.B. unter OpenSuse finde ich es entspannend wenn solche sachen out of the box sind und auch die meisten Benutzer die sich nicht zu 100% auskennen sind auch recht froh drüber.
Mal davon ganz abgesehen das irgendwie einem nicht immer die Zeit bleibt sich alles zusammen zu basteln.
Und ich finde das Opensuse Shema und builds für XFCE sind schon recht schlank und gut gemacht.
Sicher gibt es auch leichtere DM wie Slim(zu alt) oder XDM und man kann auch über die xinit oder SystemD den Desktop selber starten und braucht eigentlich kein DM, aber ein DM wie GDM, Lightdm oder SDDM sind schon schick und dann wichtig wenn es auch um sowas geht wie User freundlicher Logins über LDAP etc.
grüße Kai
Hängt ja auch davon ab ob das ein single User System ist oder als multi User System genutzt wird. Bei Firmen ginge das verständlicherweise gar nicht.
Debian halt es auch immer recht schlank und selbst unter GNOME oder KDE kann ich theoretisch sehr einfach wählen.
Echt, wieso?
Woher kannst Du das wissen, was IT-Abteilungen in Firmen entschieden? Und wie kannst Du für alle Firmen sprechen? Als reiner Nutzer hast Du doch überhaupt keinen Einblick, wie etwas in den IT-Abteilungen in Firmen umgesetzt wird.
Du spielst auf meinen Background an. OK. Aber regelt der DM nicht die unterschiedlichen Sessions zum anmelden der einzelnen Personen? Vielleicht geht das auch anders. Mag sein.
Ich kann das nur von unserer Firma her beurteilen (ca. 65.000 Mitarbeiter, da kommen ein paar Rechner zusammen und von denen haben wir auch ein paar RH Systeme am laufen). Natürlich ist das nicht repräsentativ und nur weil ich kein ITler bin oder entsprechende berufliche Aufgaben habe, heißt das ja noch lange nicht das ich mich nicht dafür interessiere. Erklär doch bitte kurz wie ohne DM multi User Systeme aufgebaut sind. Lass mich nicht dum sterben und diesen RAG nicht für um sonst gewesen sein. Du scheint das ja zu wissen, oder?
Da war noch eine Erklärung offen. Meine Bitte war schon ernst gemeint.
Soweit ich weiss verwendet Solus den lightdm. Zumindest in der Budgie Variante.