Marknote ist eine noch junge WYSIWYG-Notiz-App aus dem KDE-Universum und wurde 2024 von Entwickler Mathis Brüchert erstmals vorgestellt. Sie erlaubt die Erstellung von Rich-Text-Notizen, die sich einfach in Notizbüchern organisieren lassen.
Desktop und Touch
Die Anwendung basiert auf dem Kirigami-Framework und ist konsequent für Desktop- und Touch-Bedienung ausgelegt. Unterstützt werden klassische Formatierungen wie Fett, Kursiv, Unterstrichen und Durchgestrichen sowie Überschriften, Listen, Tabellen, Bilder, Aufgabenlisten und einfache Skizzen. Notizen lassen sich als HTML, PDF oder ODT exportieren.
Source Mode
Mit Version 1.5 erhält Marknote nun mehrere Funktionen, die sich gezielt an Markdown-affine Nutzer richten. Neu ist ein Source Mode, der die direkte Bearbeitung des Markdown-Quelltexts ermöglicht und damit den WYSIWYG-Editor optional macht. Ergänzt wird dies durch interne Wiki-Links, mit denen sich Notizen notebookübergreifend miteinander verknüpfen lassen.

Für einen schnelleren Zugriff sorgt ein neues KRunner-Plug-in, das das Öffnen und Durchsuchen von Notizen direkt aus Plasma heraus erlaubt, ohne die Anwendung selbst starten zu müssen.
Besseres Management
Auch das Notizmanagement wurde erweitert: Notizen lassen sich per Drag-and-Drop zwischen Notebooks verschieben, die Anzahl der enthaltenen Einträge wird angezeigt, und Vorlagen können dupliziert werden. Eine globale Volltextsuche mit Ersetzen erleichtert zudem die Arbeit mit größeren Notizbeständen. Ergänzend wurde die Tabellenbearbeitung verbessert.
Interessante Entwicklung
Die neuen Funktionen deuten eine Entwicklung weg von der einfachen WYSIWYG-Notiz-App hin zu einem Markdown-basierten Wissenssystem mit Verlinkung, schneller Navigation und Plasma-Einbindung an, und stellt sich damit als potenzielle Alternative zu etablierten proprietären Werkzeugen wie Obsidian dar.

Ach dafür sind *.md Dateien da, Kate mal bei Gelegenheit anpassen. Das die vernünftig dargestellt werden
Eine weitere Alternative für Leute, für die Touchoptimierung nicht wichtig ist, die dafür aber gerne alles bis ins Detail konfirgurieren möchten, ist zim. Dafür gibt es zahlreiche Plugins, z.B. ‘Tagebuch’, die man natürlich auch selbst schreiben kann, und verschiedene Auto-Ersetzungen, Tags, interne / externe Links, Dateianhänge, Exportfunktionen (praktisch, wenn man eine Liste mal teilen möchte), Verschlüsselung, Oberflächenanpassungen, einen Webserver ….
Eine Versionsgeschichte kann man mit git realisieren (falls man mal versehentlich was löscht…). Unter der Haube ist es auch dort Markdown, mit einfachen Dateien in einem Verzeichnis.
Diese Notizbücher entsprechen schlichten Markdown Dateien (.md) die dann thematisch in einer Ordnerstruktur abgelegt werden.
Das ist auch sehr gut so und gefällt mir besser wie z.B. Obsidian weil die Markdown Dateien dann universell nutzbar bleiben.
Enttäuschend allerdings ist, dass der eingebaute Editor von Marknote keinem Link folgen kann.
Daher würde ich Marknote schlicht vergessen und weiter auf Retext setzen. Einen integrierten Dateimanager bringt Retext auch noch mit.