
Es gibt mittlerweile ein gutes Dutzend mobiler Betriebssysteme für Linux Phones. Eines, das nicht so sehr im Rampenlicht steht, dessen Wurzeln aber bis 2012 zurückreichen, ist NemoMobile, dessen Entwickler gerade Version 0.7 freigegeben haben. NemoMobile war ursprünglich die Fortsetzung des [wiki title=”MeeGo”]MeeGo-Projekts[/wiki], einer Verschmelzung von Nokias Betriebssystem [wiki title=”Maemo”]Maemo[/wiki] mit Intels [wiki title=”Moblin”]Moblin-Projekt[/wiki].
Sailfish OS befreien
Eines der Hauptziele von NemoMobile ist es, proprietäre Komponenten von Sailfish OS zu ersetzen und ein echtes Open-Source-Community-basiertes mobiles Betriebssystem samt Anwendungen zu schaffen. Nemo verwendet den in Sailfish OS aufgegangenen MeeGo-Fork Mer als Kern und Glacier UX als grafische Schnittstelle.
Bereits seit 2012 in Entwicklung
NemoMobile war ursprünglich als offener Ersatz für Nokias MeeGo Harmattan geplant und wurde von der Community gemeinsam mit Jolla entwickelt. Die Entwicklung wurde 2013 eingestellt. Im Jahr 2019 begannen einige Entwickler, Komponenten von NemoMobile aus dem Mer-Projekt in Manjaros ARM-Zweig zu importieren und Glacier für postmarketOS zu paketieren. NemoMobile 0.7 basiert somit wie seine Vorversionen auf Manjaro-ARM.
Noch im frühen Stadium
Nemo ist in der Entwicklung nicht so weit fortgeschritten wie andere mobile Betriebssysteme für Linux Phones, macht jedoch stetige Fortschritte. Gerade wurden für Version 0.7 die Komponenten auf Qt 5.15 angehoben. Bestandteile wie Kontakte, E-Mail, Webbrowser, Einstellungen, Wetter, PolKit Agent und Authentifizierungs-Plugin wurden hinzugefügt. Noch anstehende Probleme sind der Versand von SMS und das Telefonieren.
Derzeit stehen Abbilder für PinePhone und PineTab bereit. Unterstützung für Volla Phone und Google Pixel 3a auf der Basis von Halium 9 sind in Vorbereitung. Das Projekt wird auf GitHub gepflegt.

Während beim Linux-Phone XY noch am Versand von SMS und am Telefonieren gearbeitet wird, bauen Google und Apple weitere KI-Funktionen in ihre Mobilbetriebssysteme ein.
Das mag im Grunde ja so sein, aber ist schon ein bisserl unfair der Vergleich.
Open Source sind nun einmal i.d.R. freiwillige die dazu keinen Support von den Herstellern der Hardware erhalten.
Die leben von reverse Engineering.
Daher können sie bei dem Tempo nicht mithalten.
Nichtsdestotrotz werden Hobby-Mobilbetriebssysteme immer wieder mal als Alternative zu Android oder iOS bezeichnet.
Ja, dass wünschen sich alle inkl. mir.
Maemo als Beispiel war m.M.n. seiner Zeit vielleicht der Zeit sogar voraus. Ein tolles OS auf dem N900 und auch N8 (ich hatte beide und habe sie geliebt (grins).
SFOS, was von Maemo wenn ich mich nicht täusche abstammt, hatte und hat immer noch riesiges Potenzial. Leider zu viel closed Sources und fragwürdige Machenschaften von Jolla, wobei die Connection total verständlich ist. Sie waren schon einmal so gut wie unter gegangen. Sie müssen wirtschaftlich denken und Handeln. Alle anderen Projekte sind tatsächlich Hobby Projekte wie du schon richtig gesagt hast. Da nehme ich Purism & Co. natürlich raus.
Aber lieber so und langsam, wie gar nichts am Horizont. All meinen Respekt und vielen Dank an all ihr Entwickler und Helfer da draußen. Weiter so!
Glacier UX ist klasse und hat ein hohes Potential. Wer einmal mit den N900 unterwegs war, weiß wie viele Apps schon vorhanden waren und jetzt nur darauf warten mir aktualisierter Oberfläche wieder an den Start zu gehen.
Ich habe selber das N900 lange genutzt seiner Zeit und ich war fasziniert und würde mir ein solches Gerät wieder zurück wünschen. Was damit zu der Zeit alles machbar war ….träum …
Leider hast sich die Zeit weitergedreht und die Messlatte liegt recht weit oben.
Ich freue mich über jedes neue Projekt (wobei ich eher für Bündeln der Ressourcen wäre …) und jeden ernst gemeinten Versuch den Platzhirschen Konkurrenz zu machen.
Klar, wenn man alle Kräfte bündeln könnte…
Aber dieses Bündel kommt rein aus dem kommerziellen Denken der Konzerne.
(Der Faschismus (auf Italienisch Rutenbündel ist auch nur eine Spielart des Neoliberalismus).
In der Community gibt es nichts zu bündeln!
Mal einfach praktisch gesehen sind da alle auf dem richtigen Posten.
Ein guter Designer ist noch lange kein guter Programmierer. Jemand der eine GUI entwickelt ist auch noch lange kein Linux-Kernel Entwickler.
Und das Linux Phone hängt immer noch ein wenig an den vielen noch nicht revers entwickelten Gerätetreibern. Diese Disziplin können aber auch nur ein paar ganz wenige mathematisch Hochbegabte mit Kreativität. Das ist der Flaschenhals.
Aber dieser Flaschenhals löst sich nicht dadurch auf, indem man GUI-Entwicklern zuruft, ihr dürft nicht das machen was ihr könnt, Schön ist es aber, dass wenn sich der Flaschenhals einmal auflöst und das dauert gar nicht mehr so lange, dass dann schon er Ganze Rest bereit sehen wird.
Netter Ausflug und Herleitung. Danke dafür (bekommst von mir ein ehrlichen Like!). So hatte ich das noch gar nicht gesehen.
Also bräuchte es mehr hochbegabte Köpfe die am Flaschenhals drehen.
Trotzdem glaube ich schon, dass wenn du Ressourcen bündeln würdest (ich verurteile die Projekte ja nicht deswegen), dies einen positiven Effekt haben könnte.
Da mag und soll jeder anders darüber denken und es ist gut so wie es ist.
Wir müssen uns die wenigen Freiheiten die wir noch haben erhalten. Ein sehr wichtiges Gut.
“Noch anstehende Probleme sind der Versand von SMS und das Telefonieren.” – Aber wer erwartet sowas schon von einem modernen Linux Phone?
Last mich raten: Kamera, GPS usw. gehen auch nicht.
Banking sowieso nicht …
Die Masse der unterstüzten Geräte überrollt einen schier.
Wieso ist das OS bloß so unbekannt bei dieser Fülle von Möglichkeiten?
Das haste jetzt aber erotisch gemeint, ne!
Dafür geht die Konsole und ein Bild von RMS kann dargestellt werden!
You made my day! 😀