Der beliebte Werbe- und Trackerblocker Pi-hole hat vor wenigen Tagen ein Update erhalten. Pi-hole Core wurde auf v6.4 aktualisiert, das Web-Interface steht nun bei v6.4.1 und FTL auf v6.5. Für Docker wurde die neue Version als 2026.02.0 getaggt. Vor dem Update sollte die eigene Konfiguration über den Teleporter über die GUI oder im Terminal mit pihole-FTL --teleporter exportiert werden.
Zu den wichtigsten Änderungen der neuen Version zählt das Schließen von zwei Sicherheitslücken, die es Angreifern mit gültigen Anmeldedaten ermöglichten, per HTML-Injection beliebigen HTML-Code einzuschleusen.
Schnellerer Start
FTL importiert jetzt historische Abfragen beim Start asynchron aus der Datenbank. Bisher wurde die DNS-Auflösung blockiert, bis der gesamte Abfrageverlauf in den Speicher geladen worden war. Jetzt beginnt FTL sofort mit der Annahme von DNS-Abfragen und importiert den Verlauf in einem dedizierten Hintergrund-Thread. Der Garbage Collector wird bis zum Abschluss des Imports zurückgehalten, um die Datenkonsistenz sicherzustellen.
Optimierung bei Low-Memory
Eine neue Konfigurationsoption namens database.forceDisk zwingt die In-Memory-SQLite3-Datenbank von FTL dazu, auf der Festplatte statt im RAM zu laufen. Dies kann den Speicherbedarf von FTL erheblich reduzieren, was auf ressourcenbeschränkter Hardware wie älteren Raspberry Pi-Modellen von Vorteil ist. Auf NVMe-gestützten Systemen wurde kein messbarer Leistungsunterschied festgestellt.
Schnellere Gravity-Updates
Gravity-Updates bei Pi-hole aktualisieren die internen Werbe- und Tracking-Blocklisten. Diese Updates konnten nun durch mehrere kleine Verbesserungen beschleunigt werden und summieren sich zu Performancegewinnen von 15–20 %. Weitere Änderungen sind der Ankündigung im Pi-hole-Blog zu entnehmen.
