Ich gestehe: Ich nutze das als Freemium lizenzierte Plex anstelle eines der gänzlich freien Media-Server. Ich habe seit vielen Jahren einen Livetime-Pass und nutze Plex, um Musik, Filme, Serien und Fotos auf einem NAS zu speichern und am Rechner oder per TV zu nutzen.
Linux Client veröffentlicht
Plex startete 2007 als Fork von XBMC, das heute als Kodi weiterlebt. Seit ewigen Zeiten gibt es Clients für Windows, macOS, Android, Raspberry Pi, Kodi und viele andere Plattformen. Ich finde Plex den freien Alternativen grafisch um Längen voraus und als Augenmensch gab das für mich den Ausschlag. Während der Plex Server schon lange für Linux verfügbar ist, gab es aber bisher keinen nativen Client für Linux, weshalb sich Linux-Anwender mit der Plex Web App zufriedengeben mussten. Die funktioniert zufriedenstellend, aber ein nativer Client ist natürlich vorzuziehen. Plexamp gibt es bereits länger für Linux, ist aber ein reiner, auf MPD basierter Streaming-Audioplayer mit innovativen Funktionen, der auch für Android verfügbar ist.
Demnächst auf Flathub
Den nativen Linux-Client gibt es nun endlich – derzeit jedoch mit einem Pferdefuß – zumindest für mich: Der Linux-Client aka Plex Desktop ist derzeit nur als Snap-Paket verfügbar. Ein Flatpak ist zwar angekündigt, aber noch nicht verfügbar. Neben der nativen Basis bietet Plex Desktop gegenüber der Web-App den Vorteil der Offline-Unterstützung. So können Filme und andere Inhalte gespeichert werden, um sie später offline anzusehen. Wer mit Snap kein Problem hat, kann Plex Desktop in diesem Format bereits herunterladen oder direkt per sudo snap install plex-desktop installieren.
Plex HTPC löst PMP TV ab
Neu ist zudem Plex HTPC als Nachfolger von Plex Media Player TV. Bei HTPC wird die Desktop-Anwendung direkt mit einem Fernsehgerät genutzt, wobei erweiterte Funktionen wie Audio-Passthrough, Umschaltung der Bildwiederholfrequenz, Controller-Unterstützung und konfigurierbare Eingangszuordnungen unterstützt werden.

In dem Zusammenhang sprechen wir aber auch darüber, dass die Türen eines Systems deren Grundgedanke ein anderer ist, für proprietäre und kommerzielle Anwendungen geöffnet wird.
Ich bin nicht dagegen und sehe die Notwendigkeit das “System Linux” im Allgemeinen wettbewerbsfähiger zu machen, so das eine Chance besteht, eine breite Benutzerschaft zu erreichen. Das funktioniert unter anderem nur dann, wenn auch proprietäre Anwendungen eine Möglichkeit des Daseins finden können. Beispiel Grafikkarten Treiber bzw. Firmware im Allgemeinen (s. vergangene Diskussionen hier), aber eben auch Anwendungen. Ein extrem schwieriger Spagat mit Widersprüchen in sich (ich weiß).
Dafür bedarf es Schnittstellen und das kann im übertragenden Sinn auch ein Paketformat oder ähnliches sein. Was die Experimente und Ausflüge von Canoncial angeht, so bin ich bei Ferdinand.
Vielleicht bin ich ein wenig abgedriftet. Dann entschuldige ich mich schon einmal.
Diese experiementellen Ausflüge existieren weiterhin und haben auch eine Fangemeinde. Vor kurzem wurde zB. Unity 7.6 veröffentlicht. FunFact: Der Projektleiter Rudra Saraswat ist gerade mal 12 Jahre alt.
Da sage ich mal Respekt. Mit 12 Jahren schon Projektleiter. Das meine ich ernsthaft. Allerdings stelle ich mal in Frage ,ob ein Kind und darüber reden wir mit 12 Jahren, ernsthaft die Erfahrung eines Projektleiters haben kann, der bereits einige Projekte geleitet hat und schon ein paar mehr Lebensjahre an Erfahrung auf dem Buckel hat. Vielleicht müssen diese Projekte ja sein und haben ihre Daseins Berechtigung um zu erfahren das dies oder das der falsche Weg ist, Synergien zu gewinnen, Erfahrungen zu sammeln oder um am Ende etwas Gutes in den Händen halten zu können. Ist ja nicht so, dass Marks Ideen keine Früchte getragen hätten. Ubuntu hat maßgeblich für wesentlich mehr Popularität und Akzeptanz für Linux im Allgemeinen beigetragen.
Allerdings gibt es zwischen Distributionen wie z.B. Ubuntu und z.B. Arch (auch gerne Debian), Unterschiede.
Fan Gemeinde auf der einen und auf der anderen Seite.
Ich glaube auch, dass es Menschen wie Mark geben muss. Allerdings finde ich die Frage spannend, wann diese Visionäre (denke das sie alle eine bestimmte Vision hatten oder haben) den Pfad der Tugend verlassen haben. Meist verfallen sie dem Kapitalismus, entwickeln m.M.n. unangenehme Charter Eigenschaften (an dieser Stelle möchte ich unbedingt die Netiquette beachten), fokussieren sich eher auf andere Dinge wie die aus der Vision, …Menschen wie Bill Gates, Steve Jobs, Jeff B., Elon Musk, wie sie alle heißen. Die hatten bzw. haben alle eine Vision. Deckt sich das mit den Vorstellungen von UNS? Oftmals leider nicht! Muss nicht immer schlecht sein …sei jedem selber über lassen darüber zu urteilen.
Bei manchen dieser Charaktere handelt es sich weniger um Visionäre als um Soziopathen.
Ich wollte die Netiquette wahren und du haust es raus. Sehr geil. Absolut!
Was spricht gegen Snap? Sie sollten sich mit dem Gedanken anfreunden, das dieses Format und Snapfcraft neben Google, Apple und Microsoft Stores am Markt eher intablieren und angenommen wird als Flatpaks. Hersteller lieben erfolgreiche und finanzstarke Partner an ihrer Seite, der sie aktiv dabei unterstüzt. Schon der Planungssicherheit wegen. Aber das will ja keiner hier wahrhaben wollen. Snap ist die Zukunft. Das Firefox langsam startet liegt an Mozilla, nicht an Snap.
Meiner Meinung nach ist das genauso wenig die Zukunft wie die ganzen anderen Projekte, die Canonical teils unnötigerweise gestartet und dann in den Sand gesetzt hat.
Das ist ein Kosten/Nutzen Faktor und völlig legitim, wenn etwas nicht funktioniert wieder abzustoßen. Einfache BWL. Also basiert Ihre Entscheidung nicht auf Fakten sondern ist vielmehr ideologisch begründet? Also ich hätte es ja zumindest mal vorher ausprobiert. Plex ist nämlich proprietäre Software von einem Unternehmen mit Investoren etc. Wo Reichweite, Absatz, Umsatz vor allem anderem steht. Irgentwie lustig da auf ein Flatpak zu warten, aber ok, jedem das seine.
Was ausprobiert? Snap? Habe ich vor Jahren aus journalistischer Sorgfalt heraus getan. Privat möchte ich es nicht nutzen, da ich denke, Flatpak ist die Zukunft der alternativen Paketsysteme und der zukünftigen Art, wie Distributionen ausgeliefert werden.
Ich persönlich nutzte beides und blicke positiv in die Zukunft.
Bei den meisten Projekten geht es Canonical schlicht darum sich eine Monopolstellung zu erschaffen. Und genau aus diesem Grund scheitern diese Projekte dann auch regelmäßig.
Beim Smartphone ist es Apple und Android gelungen Shops zu etablieren, Aber das gelang auch nur deshalb, weil von Anfang an diese Plattformen vom BS bis zum Gerätetreiber komplett unter ihrer Kontrolle standen.
Auf dem PC auf Linux ist es jedoch fraglich ob Canonical sich eine vergleichbare Stellung mit Snap erhoffen kann.
Hier setzen sich langfristig doch eher die Lösungen durch, die von vielen Anbietern gemeinsam genutzt werden können.
Ich kann nicht glauben das Canocical sich wirklich erhoffen würde in diesem Bereich eine Monopolstellung schaffen zu können.
Red Hat hat es als einer der größeren nicht geschafft, SuSe seiner Zeit bis heute nicht …und alle anderen werden das auch nicht schaffen (sofern sie es den wirklich wollten). So Leid mir das auch tut. Vielleicht wäre etwas als Joint Venture machbar, aber alleine undenkbar.
Dafür ist die Vorherrschaft von Microsoft, Apple und auch Google mit Chrome viel zu mächtig mit unendlichen Ressourcen dahinter.
Da kann auch ein Mark mit seiner Mine dahinter nix bewirken.
Wenn das alles Versuche waren sich eine Monopolstellung zu schaffen inkl. Paketformat, dann hat er keine Ahnung und ist echt Größenwahnsinnig!
Tatsache ist jedenfalls, dass die Lizenzen derart gestaltet sind, dass allein Canonical bestimmt, wer einen Snapshop betreiben darf. Größenwahnsinnig ist das von Canonical nicht. Wenn es gelingt Allianzen zu bilden und einige Killeranwendungen nur als snap erscheinen, dann kann das kommerziell recht erfolgreich werden.
Da ich freie Software bevorzuge, werde ich davon wohl weniger betroffen sein.
Da bin ich bei dir. Allerdings geht es am Ende ja um proprietäre bzw. Kommerzielle Anwendungen (Spotify, Plex, …was auch immer) die halt ein Linux Systeme für die breitere Masse wieder interessanter machen und Linux etwas wettbewerbsfähiger werden lassen.
Genau das ist der Spagat bzw. die Hürde.
Ich versuche auch nur freie Software zu nutzen (von Firmware mal abgesehen). Ich möchte aber nicht ausschließen das ich nicht auch mal den Wunsch nach mehr habe.
Immerhin nutze ich den Vivaldi Browser. Wenn es den nur als Snap geben würde, wäre das blöd …aber nicht unlösbar.
Ich hoffe nicht das es so weit kommt mit Snap & Co. …schließlich soll die freie Welt auch frei bleiben.
Und genau da sehe ich mit Snap eher eine Zukunft als irgentwas anderes, denn anders als Flatpak unterstützt Snap verschiedene Einsatzbereiche (Desktop, Server, IoT usw) zudem wird viel Geld und Energie investiert. Und was ich so lese hat Canonical (wiedereinmal) ins schwarze getroffen. Gewöhnt euch dran.