Rund fünf Wochen nach Freigabe der Beta-Version hat der Nürnberger Hersteller SoftMaker die neue Generation seines Officepakets in stabiler Version veröffentlicht. SoftMaker Office NX 2026 steht ab sofort für Linux, macOS und Windows bereit.
Die neue Version bringt neben einer überarbeiteten Benutzeroberfläche zahlreiche funktionale Erweiterungen mit, darunter neue KI-Werkzeuge, Verbesserungen in der Tabellenkalkulation sowie eine erweiterte Markdown-Unterstützung.
KI weiter ausgebaut
Ein Schwerpunkt der neuen Version liegt auf dem Ausbau der KI-Integration. Anwender können über ChatGPT direkt aus der Office-Suite heraus Bilder generieren oder vorhandene Grafiken per Texteingabe bearbeiten. Darüber hinaus wurde der bereits bekannte KI-Assistent weiter ausgebaut.
Markdown nativ unterstützt
Auch TextMaker erhält neue Funktionen. Die Textverarbeitung unterstützt nun Markdown und Emojis nativ und soll Dokumente noch kompatibler zu Microsoft Word austauschen können. SoftMaker hat zudem den Dark Mode überarbeitet und das Erscheinungsbild modernisiert.

PlanMaker wurde vor allem für anspruchsvollere Tabellen erweitert. Neu sind dynamische Arrays sowie zahlreiche aus Microsoft Excel bekannte Funktionen wie XVERWEIS (XLOOKUP), XVERGLEICH (XMATCH), FILTER und SORTIEREN. Zusätzlich lassen sich Pivot-Diagramme direkt aus Pivot-Tabellen erzeugen.
PDFs als Vektorgrafiken
Eine weitere Neuerung betrifft den Umgang mit PDF‑Dateien. Diese lassen sich jetzt als Vektorgrafiken in TextMaker, PlanMaker und Presentations einfügen. Dadurch können Logos oder technische Zeichnungen ohne Qualitätsverlust in Dokumente und Präsentationen übernommen werden.
Kaufen oder abonnieren
SoftMaker Office 2026 wird wie bisher sowohl als klassische Kaufversion als auch im Abonnement SoftMaker Office NX angeboten. Nutzer der NX-Version profitieren zusätzlich von den erweiterten KI-Funktionen und weiteren Premium-Diensten.
SoftMaker Office NX Universal kostet 49,90 Euro im Jahr, die kleinere Home-Version 29,90 Euro. Die Preise gelten jeweils für bis zu fünf Rechner und fünf mobile Geräte. Bestandsabonnenten bekommen das Update automatisch und kostenfrei. Wer lieber einmalig kauft, muss sich noch etwas gedulden: SoftMaker Office Professional 2026 soll in wenigen Wochen folgen.

Die Integration von KI finde ich grundsetzlich gut, jedoch würde ich lieber die Integration datenschutzfreundlicheer KIs, wie Mistral oder selbstgehostete LLMs befürworten.
Softmaker könnte für die Digitale Suveränität echt viel beitragen. Stattdessen setzen sie lieber selber auf US Services in ihren Produkten 😔
Libre Office (auch sehr gut und sollte für die meisten Anwendungsfälle reichen) und Euro Office (hab ich bisher noch nicht getestet) gibt es ja auch noch.
Das soll laut heise.de zumindest über die Softmaker-Server laufen, was eine Profilbildung etwas erschwert: “Über ein Dialogfenster in TextMaker hat der Anwender anschließend direkt Zugang zu ChatGPT. Eingaben werden laut Hersteller über eigene Server an den ChatGPT-Anbieter OpenAI geleitet; das US-amerikanische Unternehmen kann sie daher nicht dem Anwender zuordnen. Zudem dürften die Anwenderdaten bei OpenAI weder gespeichert noch zum KI-Training verwendet werden, erklärt Jordan Popov von SoftMaker auf Nachfrage.”
Wenn der hochgeladene Text persönliche Informationen enthält, bringt das natürlich aber auch nicht viel.
Ein selbstgehostetes LLM wird in den meisten Fällen nicht infrage kommen, da das einfach zu viel Leistung braucht und für Softmaker wird es halt auch noch andere Kriterien geben. Mit ChatGPT wirbt es sich vielleicht einfacher und dann kommt es natürlich auch noch darauf an, was die Anbieter für den Zugang verlangen. Der ist laut heise.de übriegens begrenzt: “Die Nutzung beider KI-Funktionen ist auf eine bestimmte Zeichenzahl beschränkt: SmartChat nimmt maximal eine Million Zeichen pro Jahr entgegen und die integrierte Übersetzung bearbeitet bis zu 750.000 Zeichen pro Jahr. Wer einen höheren Bedarf hat, kann die Funktionen nach Erreichen des Limits durch Zahlung einer zusätzlichen Gebühr wieder freischalten.”
> Begrenzung der Tokens
Das wundert nicht. Möglicherweise sind etwas ältere bzw. die “nano”-Varianten der ChatGPT-Modelle deutlich günstiger als die aktuellen Flagschiff-Modelle, dennoch geht die Benutzung gut ins Geld. Gut fände ich, wenn dem Endbenutzer die Kosten pro “Chat” auch gezeigt werden würden. Mutmaßlich würde das helfen zu entscheiden, welche Trivialität man aus Kostengründen eher nicht mehr an das Modell schickt. Wäre gut für den Geldbeutel und die Energiebilianz.