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Trinity Desktop Environment R14.1.5 unterstützt Debian 13

Während der aktuelle Zweig der KDE-Entwicklung bereits seit fast zwei Jahren bei Plasma 6 angekommen ist, veröffentlichen die Entwickler des Trinity Desktop Environments (TDE) mit R14.1.5 eine weitere Aktualisierung ihrer Desktop-Umgebung mit KDE 3.5 als Basis.

TDE ist ein Fork des K Desktop Environment 3.5 (KDE 3.5), das im August 2008 erschienen ist. Der Anlass für TDE waren die anfangs erheblichen Probleme von KDE SC 4, die bei vielen Anwendern den Wunsch nach einer Fortführung von KDE 3.5 aufkommen ließen.

Nostalgie pur

Dieses Verlangen befriedigte der auch heute noch als Projektleiter tätige Timothy Pearson, der bereits 2008 bei Kubuntu Remixes von KDE 3.5 herausgegeben hatte, mit TDE. Als Unterbau wird mit TQt 3 ein Fork von Qt 3 verwendet. TDE liegt in vielen Linux- und BSD-Distributionen als alternativer Desktop in den Archiven. Die Distributionen Q4OS und der Devuan-Ableger EXE GNU/Linux liefern TDE als primären Desktop aus. Trinity ist nicht nur auf Nostalgiker fixiert, sondern eignet sich durch seinen geringen Ressourcenverbrauch auch gut für Besitzer leistungsschwacher Hardware. Damit lässt sich etwa ein Raspberry Pi als Desktop-Alternative einrichten.

Trinity Desktop R14.1.5

Das fünfte Wartungs-Release der Serie R14.1 des Trinity Desktop Environment bietet Unterstützung für Debian 13 »Trixie«, Ubuntu 25.10 »Questing Quokka«, openSUSE Leap 16, Fedora Linux 43 und RHEL 10. Nicht mehr unterstützt sind ab sofort Debian 10 »Buster«, Ubuntu 23.10 »Mantic Minotaur«, openSUSE Leap 15.5 und Fedora Linux 41.

Die neue Ausgabe von TDE bringt Unterstützung für OpenLDAP 2.5 und unterstützt Tiling auch in Multi-Monitor-Umgebungen. Kicker, das Hauptmenü von KDE 3, erhielt verschiedene ästhetische Verbesserungen und neue Optionen. K9Copy, das DVD-Backup- und DVD-Authoring-Programm, erhielt Support für FFmpeg 8.0. Das Archivierungsprogramm Ark unterstützt nun Unzip v6.

Weitere Änderungen zu Trinity Desktop R14.1.5 sind den Release Notes zu entnehmen. Instruktionen zur Installation für verschiedene Distributionen finden sich auf der Webseite des Projekts ebenso wie eine Liste der Distributionen, die TDR als Desktop anbieten.

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2 Kommentare

  1. schön, dass es das noch gibt – ich habe Trinity nach dem KDE 4 Desaster noch lang auf i386 Hardware verwendet, wo es immer flüssig und zuverlässig lief, im Gegensatz zu KDE.
    Aktuell habe ich keinen Bedarf mehr, aber wie gesagt – wer noch alte Hardware betreibt, für den ist es einen Versuch wert.

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