TUXEDO Control Center (TCC) ist ein Werkzeug, mit dem Sicherheits-, Leistungs-, Energie-, Komfort- und Lebensdauerfunktionen eines TUXEDO gesteuert und überwacht werden können. In der neuen Version des TCC 2.0 sind drei neue Module integriert, die noch mehr Komfort beim Zugriff auf die Hardware versprechen.
Tastaturbeleuchtung
In der neuen Version 2.0 des TCC haben die Entwickler des Augsburger Unternehmens TUXEDO Computers in der Sektion Tools eine grafische Anpassung der Tastaturbeleuchtung eingebaut. Bisher war die Steuerung der drei Beleuchtungsvarianten weiß, farbig und 3-Zonen-Beleuchtung nur über die Konfigurationsdatei des Tastaturtreibers tuxedo-keyboard möglich. Helligkeit und Farbwerte konnten dort als Optionen vorgegeben werden.

Webcam
Ein weiteres neues Modul, das ebenfalls unter Tools zu finden ist, ermöglicht Einstellungen für eingebaute und zusätzlich angeschlossene Webcams. Beim Öffnen des Moduls zeigt TCC dein Konterfei, dass dann mit verschiedenen Einstellungen optimiert werden kann. Unter den Basiseinstellungen wird zunächst die entsprechende Webcam ausgewählt, falls mehrere verbaut oder angeschlossen sind. Daraufhin kann Kontrast, Helligkeit und Auflösung eingestellt werden. In den Detaileinstellungen können in sechs Bereichen unter anderem Einstellungen zur Belichtung, zu Farbbalance, Weißabgleich, Sättigung und Gamma vorgenommen werden. Die vorgenommenen Anpassungen können als Profile zur späteren Nutzung abgespeichert werden.
TUXEDO Tomte
Tomte ist ein Konfigurationsdienst, der mit TUXEDO Hardware zusammenarbeitet, dort automatisch das Gerät erkennt, auf fehlende Treiber oder benötigte Pakete überprüft und Problemlösungen anbietet und durchführt. Bisher war Tomte an die Kommandozeile gebunden. Unter Einstellungen → Tomte findet sich nun ein Modul, um Tomte auch grafisch zu steuern.

Dazu wählt man zunächst den gewünschten Operationsmodus aus. Zur Auswahl stehen die Modi Voller Service, Nur Updates und Deaktiviert. Je nach Ihrer Einstellung übernimmt Tomte alle anstehenden Aufgaben für die aktivierten Punkte oder kümmert sich nur um die entsprechenden Aktualisierungen. Ist Deaktiviert gewählt, so liegt die Konfiguration des Geräts ganz beim Anwender. Eine Fehlkonfiguration lässt sich über den unten stehenden Schalter wieder auf die Standardeinstellungen zurücksetzen.

hmm, sind das nicht alles Funktionen die sich nicht so oder so installieren lassen und das ganze nur unter einer GUI vereinigt?
Ich mache es auf einem Lenovo Slim 7 nicht anders.
Interessant ist das Frame.work ihre neuen Laptops für Q3 Linux zertifiziert anbieten werden und das in den Größen 13″ und 16″, auch auf AMD Zen4 7040er Basis inkl. wechselbarer GPU Module.
Die Funktionen waren bisher im Terminal oder über Config-Dateien einstellbar. Das will aber nicht jeder.
Das ist doch normal, oder? Ich kann jede distro auch selbst bauen (also die beinhalteten Progaramme). Das sollte eigentlich klar sein.
Das was die unterschiedlichen Distro’s ausmacht ist lediglich der Umfang, und auf was sie zugeschnitten sind.
TUXEDO sorgt für Windows-ähnliche Verhältnisse, wo jeder Hardware-Hersteller sein eigenes Konfigurationsprogramm hat.
Das ist nunmal notwendig, weil halt auch die Hardware bin jedem Hersteller anders ist. Wir können ja nicht für andere Hersteller entwickeln.
Und wollen es auch ehrlich gesagt nicht. Wenn jemand gut unterstütze Hardware mit Linux will, muss er halt zu uns kommen. 😉
Ja ich finde es gut, das das OS freigegeben wurde.
Da ich ausschliesslich mit Thinkpads arbeite, kann ich es auch sehr gut nutzen.
Ich finde es gut, das das OS auch durchaus direkt auf die HW von Tuxedo zugeschnitten ist.
Fuer die MA wunderbar, da die nix weiter tun muessen.
Ich selbst nutze es zwar nicht aber einige Kunden schon.
Ich möchte dem Original-Poster hier zustimmen. Dieses Vorgehen von Tuxedo verursacht ein ständiges, latentes Unsicherheitsgefühl, ob ich die nächste Distribution wieder problemlos zum Laufen kriege und was eigentlich passiert, wenn Tuxedo mal seinen Support einstellt.
Mit einem etwas naivem Vertrauensvorschuss hatte ich vermutet, dass ein Notebook eines auf Linux spezialisierten Verkäufers/Herstellers so zusammengestellt ist, dass es möglichst out of the box exzellent von den großen Standard-Distributionen wie Ubuntu und Fedora unterstützt ist. Dass man hingegen die Verkäufer-Paketquellen nutzen „muss“ und deren Zusatzsoftware installieren soll, damit alles rund läuft, verursacht für mich als Kunden eher einen unangenehmen Eindruck.
Versteht mich nicht falsch: Das Tuxedo Control Center ist hübsch anzusehen und verbraucht nicht allzu viele Ressourcen. Aber man ist abhängig von Tuxedo und deren Goodwill. Es wird weiterhin z.B. nicht klar, inwieweit die Tuxedo-Leistungsprofile die Einstellungen zum „Energie-Modus“ bei Ubuntu 22.04 aushebeln oder sie sich gegenseitig stören. Das Control Center befindet sich direkt im Tray neben den Gnome System-Einstellungen; es ist also auch so irgendwie redundant.
Auch wird nicht so klar, warum es im Tuxedo Control Center eine Einstellung fürs System-Theme gibt? Offenbar ist die Redundanz den Entwickler:innen auch aufgefallen und sie haben „System setting“ als Option vorgesehen.
PS: Das Keyboard-Layout ist für Menschen, die gerne gefährlich leben: Die „Entfernen“-Taste auf meinem Tuxedo-Notebook liegt zwischen den Tasten für Standby und fürs Ausschalten. Welcher Sadist denkt sich so etwas aus?
also ich nutze ein Aura15 Gen1 mit Mageia 9. Ich habe den Tastaturtreibr selbst compiliert und die Suse Pakete des Cotrol-Center kann ich auch nutzen.
Das Tastaturlayout finde ich jetzt nicht so gefährlich, wie Tim S es beschreibt.
Das ganze System lief von Anfang an out of the box mit Mageia 8 ziemlich rund. Einzig der Tastatur-Treiber ist ein must have, damit die Beleuchtung korrekt einstellbar ist.
Ich hatte anfangs Probleme mit der verbauten Wifi Karte und später mit einem lauten Lüfter.
Der Support hat aber super funktioniert, dafür Daumen hoch.
Ich frage das mal öffentlich, da es bestimmt auch andere interessiert:
Ich installiere das TCC und öffne es das erste mal. Was passiert?
Von anderen Herstellern mit solchen Tools (z.B. Dell SupportAssist) kann ich nichts gutes sagen. SupportAssist gestartet, er riecht Internet und legt los: ich werde mit Treibern zwangsbeglückt, Health Checks starten und mein Notebook mutiert zum Staubsauger. Was sind bei Tuxedo die Standardeinstellungen?
Unser TCC macht beim ersten Start erst mal nichts weiter als:
– Treiber für die Lüftersteuerung einrichten
– ein Lüfterprofil festlegen
Alles weitere bedarf immer des aktiven Handelns des Users:
– andere Profile (Lüfter, Leistung) festlegen
– eigene Profile erstellen
– Webcam-Einstellungen vornehmen
– Supportanfragen stellen
Mehr dazu auch hier: https://www.tuxedocomputers.com/de/TUXEDO-Control-Center.tuxedo
Es ist schön das es noch Hersteller gibt, die den User respektieren, nicht bevormunden oder zwangsbeglücken. Super Sache!
Mal eine etwas andere Frage. Kann ich tuxedo-tomte auch fuer nicht tuxedo HW nutzen?
Verbaut ihr eigentlich auch neuere RX Modelle als nur RX 6600?