
Im letzten Jahr hat sich Lenovo als weltgrößter Computerhersteller nicht nur dazu bekannt, unter anderem in Kooperation mit Fedora mehr Geräte mit vorinstalliertem Linux anzubieten, sondern auch verkündet, aktiv zum Kernel beitragen zu wollen. Das hat ein großes Presseecho ausgelöst. Dabei sind es aber vor allem die kleinen Linux-Notebook-Hersteller, die schon länger regelmäßig Beiträge zum Kernel leisten.
Purism, System76, Tuxedo Computers
Da wären Purism und System76 in den USA, die regelmäßig Patches für Linux abliefern. Aber auch Tuxedo Computers aus Augsburg trägt zum Kernel bei, wie ein aktueller Beitrag im Blog des Unternehmens belegt. Dabei geht es um die Möglichkeit, Geräten mit AMD-Grafik, die auf HDMI 1,4 beschränkt sind, trotzdem 4k-Auflösungen bei 60Hz zu ermöglichen.
YCbCr420 statt YCbCr444
Dazu hat Tuxedo-Entwickler Werner Sembach einen Patch für den Kernel eingereicht, der mittlerweile akzeptiert wurde und somit in einer der kommenden Kernel-Versionen integriert sein wird. Damit Geräte mit einer Beschränkung auf HDMI 1.4 trotzdem eine 4k-Auflösung bei 60Hz anzeigen können, kann das Ausgangssignal mittels YCbCr 4:2:0-Encodierung (Chroma Subsampling 4:2:0) verlustbehaftet komprimiert werden, wenn der Bildschirm die Komprimierung unterstützt.
Selbst wenn der Monitor und die Grafikkarte die Anzeigemodi mit Pixeltakten von bis zu 600 MHz unterstützen, kann es sein, dass der Link-Encoder dies nicht tut. Da jedoch die Entscheidung über den zu verwendenden Farbmodus fällt, bevor die Fähigkeiten des Link-Encoders überprüft werden, versagt der Versuch mit YCbCr444.
Patch für alle Anwender mit AMD-Grafik
Der Patch zielt darauf ab, in diesem Fall einen erneuten Versuch mit dem weniger bandbreitenintensiven Farbmodus YCbCr420 zu starten, womit zumindest bei einigen HDMI 1.4-Grafikkarten die Unterstützung der Ausgabe mit 4k Auflösung bei 60Hz gelingt. Diese Entwicklungsarbeit kommt in diesem Fall allen AMD-Anwendern zugute und nicht nur Besitzern von Tuxedo-Hardware. Damit haben Entwickler bei Tuxedo Computers insgesamt fünf akzeptierte Patches in den Mainline-Kernel eingebracht.

Schde, dass Tuxedo kein Coreboot auf den Maschinen hat. System 76 hat es bei den gleichen Systemen.
Da wird ja dran gearbeitet.
Meldung von 16:21 Uhr bei computerbase
——–
Star Lab StarBook MK V: Linux-Spezialist kündigt Notebook mit Tiger Lake-U an
Der britische Linux-Spezialist Star Lab kündigt mit dem StarBook MK V ein leistungsstarkes Notebook mit Intel Tiger Lake-U (Test) sowie weiteren äußerst potenten Komponenten an. Das kleine Systemhaus, das sich auf Notebooks mit vorinstalliertem Linux spezialisiert hat, geht erstmals in die Vollen.
wer mehr wissen will, hier die quelle
https://www.computerbase.de/2021-04/star-lab-starbook-mk-v-linux-spezialist-kuendigt-notebook-mit-tiger-lake-u-an/
Das ist bereits der 2. fremde Link, den du heute hier postest von Dingen, die auch hier im Blog behandelt werden. Kriegst du da Geld für? 😉
Wieso?
Da gehts doch um Linux und Computer. Das habe ich doch vorhin erst bei denen gelesen.
Geld? Das würde meine Rente kaum aufbessern.
Hast halt das Thema nicht ganz zu 100% getroffen. Denn es geht ja im Artikel um den Beitrag zum Kernel. Nur ein Produkt mit Linux anzubieten ist zwar eine gute Sache aber sich als Anbieter aktiv an der Weiterentwicklung des Kernels zu beteiligen eine ganz andere Geschichte. 😉
arch auf i-Mac 2013 😀 debian auf dem thinkpad😀 , freebsd auf netbook 😀 fühl sich alles heimisch an
🤔 Die frage müsste so heißen. Was machen Hardware hersteller für Linux Benutze. Es gibt viele grosse… https://t.co/Fdohtv3jas
!”Damit haben Entwickler bei Tuxedo Computers insgesamt fünf akzeptierte Patches in den Mainline-Kernel eingebracht.”
Wieder ein Hinweis darauf, dass nicht die ‘community’ die Triebfeder für die Weiterentwicklung von Linux ist sondern -zig, -hunderte, -tausende von Unternehmen, die auf Basis von Linux ein Geschäftsmodell entwickelt haben.
Auch Lenovo macht das nicht aus Enthusiasmus sondern weil es einen Markt für Linux-Notebooks gibt, der groß genug ist um dafür Entwickler zu beschäftigen.
Lenovo, ja. Meldung, voriges Jahr…
—–Lenovo baut sein Linux-Angebot massiv aus
Fast 30 Rechner und Laptops will Lenovo künftig vorinstalliert mit Ubuntu ausliefern. Darunter auch die beliebten Thinkpad X1. …
https://www.golem.de/news/ubuntu-lenovo-baut-sein-linux-angebot-massiv-aus-2009-151079.html
Finde ich gut. Aber ob sich das für das Unternehmen bisher gelohnt hat?
Uwe, Lenovo nimmt doch Geld dafür. Die verschenken doch nichts. Unternehmen rechen lange, bevor sie sich dazu entschließen neue Produkte auf den Markt zu bringen.
Die Frage ist ja, was muss z.B. Lenovo dafür tun?
M.M.n. nicht viel, da die meisten Geräte (ich beziehe mich mal auf ThinkPad Modelle, da ich damit die Erfahrung gesammelt habe) Mut Linux klar kommen und nahezu zu 100% unterstützen.
Bleibt der Support und evtl. Garantieleistungen.
Da die meisten Linux User diesbezüglich etwas afiner sind, wird sich auch diese Leistung in Grenzen halten.
Tuxedo & Co. Haben ein explizites Interesse an der Lauffähigkeit der Geräte, da das deren Geschäft ist.
In Summe aber eine gute Entwicklung wie ich finde und die großen dürften gerne noch eine Schippe oben drauf packen.
Die Triebfeder für die Weiterentwicklung….
Willst du uns damit die Mechanik der Mark Wirtschaft näher bringen?
Bei der Argumentation sage ich nur:
Hier wird offensichtlich, dass die großen Player nur noch wenig Innovation zeigen. Ab einem gewissen Marktanteil versiegt offenbar der Leistungswille.
Das hat der Kunde längst erkannt. Der Trend zu Linux betriebenen Hardwareprodukten, die nicht nur langlebiger sind sonder wie dieses Beispiel zeigt auch noch nach ihrem Kauf leistungsfähiger werden können hält weiterhin an. Auch der rundum gute Service ist sicher auch ein gutes Argument für die kleinen aufstrebenden Anbieter.
Linux läuft auf meinem Thinkpad tadellos, ich glsube auch auf vielen andeten auch. 🤔
Das meinte ich weiter oben mit meinem Beitrag. Lenovo muss da nix groß tun.
Lediglich wenn sie das offiziell anbieten ist daran geknüpft etwas mehr für Lenovo und das überlegen sich die Hersteller dann sehr wohl, da das eben auch schnell kostspielig werden kann.
Nichts desto Trotz profitieren sehr viele von Linux und dann dürfte da auch ein bisserl mehr zurück können.
Davon ab hat die Automobilbranche Linux schon vor langer Zeit für sich entdeckt. DS bin ich mir nicht sicher was da zurück kommt.
Das ist Ansichtssache, Lenovo könnte z.B. mal dafür sorgen, dass sich die Firmware der Thunderbolt Workstation Docks auch im Linux aktualisieren lässt, so wie es bei den Laptops selbst via fwupd bereit der Fall ist, dafür ein Lob. Wenn man nur eines aktualisiert läuft man in Probleme, man bekommt ja auch keinen Hinweis auf die Updates für das Dock.
So richtig freuen würde ich mich (als Besitzer eines Thinkpad P1) über AMD-Grafikchips in der Workstation-Serie, anstelle der Nvidia Quadro Chips, die mich an X11 fesseln und mir eine ganze Weile Probleme bereitet haben, irgendwann lief es nach den Updates dann.
Die Situation mit den Firmware-Updates in Zusammenhang mit Linux-Nutzung waren bei diesem Gerät (P1 sowie X1 Extreme) katastrophal und es wäre schön, wenn Lenovo dafür sorgt, dass sich derartiges nicht wiederholt.
Die nächste geplante Anschaffung ist ein T14s Gen 2 mit AMD für meine Frau, ich hoffe das läuft mit weniger Stress, und nicht erst nach über einem Jahr mehr oder weniger fehlerfrei.