YunoHost 12

YunoHost 12.0 vereinfacht die Installation

YunoHost steht für die Frage »Why you no host?«, also »Warum hostest du nicht selbst?«. Damit das auch technisch weniger affinen Zeitgenossen gelingt, bietet YunoHost die vereinfachte Installation eines Servers an, der obendrein noch über 200 Dienste aktivieren kann. Zu den bekannteren Apps zählen dabei DokuWiki, GitLab, Immich, Jellyfin, Jitsi Meet, Mastodon, Nextcloud, PeerTube, Pixelfed, Syncthing, TidliWiki und WordPress. YunoHost versetzt den Anwender in die Lage, einen Server unter eigener Kontrolle zu betreiben und darauf möglichst unkompliziert die verschiedenen Webdienste sicher zu installieren.

YunoHost 12

Nach einer viermonatigen Beta-Phase ist nun YunoHost 12 »Bookworm« erschienen. Wie der Codename bereits andeutet, wurde YunoHost 12 auf das aktuell stabile Debian 12 angehoben. Für die neue Ausgabe wurde das Installationsscript vereinfacht. Die Erstellung von Subdomains erfolgt nun während der Installation einer App, indem sie jetzt mit einem Let’s Encrypt-Zertifikat direkt über das Installationsformular der App installiert werden, anstatt wie bisher Dutzende Klicks zu durchlaufen.

Leichter unterwegs

Die Basis von YunoHost ist nun leichtgewichtiger, da MySQL/MariaDB und PHP nicht mehr vorinstalliert werden, sondern erst bei Bedarf bei der App-Installation installiert werden. Die E-Mail-Antispam-App Rspamd und der XMPP-Server Metronome sind ebenfalls nicht mehr Teil der Basis, sondern stehen als separate Apps zur Installation im App-Katalog bereit.

Benutzerportal überarbeitet

Das Benutzerportal und das SSO-System (Single Sign On) wurden in drei verschiedene Teile aufgeteilt. SSOwat kümmert sich um die eigentliche Anmeldung und um die SSO/ACL-Logik. Der Dienst yunohost-portal-api stellt eine API bereit, die Authentication Cookies ausliefert und es den Nutzern ermöglicht, Informationen abzurufen oder zu aktualisieren. Schließlich liefert yunohost-portal als dritte Komponente ein neues Web-Portal.

YunoHost lässt sich wie gehabt auf x86-Rechnern (amd64 oder i386), auf einem Raspberry Pi und anderen ARM-Boards sowie in einem neu aufgesetzten Debian 12 oder in einer VM installieren. Eine Demo ist ebenfalls verfügbar. Für den Einstieg steht eine deutschsprachige Dokumentation bereit.

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2 Kommentare

  1. Beim Betrieb eines eigenen Servers hat dessen Betreiber schnell einen (weiteren) Nebenjob als Systemadministrator an der Backe. Deshalb finde ich YunoHost nicht nur für technisch weniger affine Zeitgenossen brauchbar, sondern auch für technisch affine Zeitgenossen, die keinen Nebenjob als Systemadministrator haben wollen.

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