Anti-Tracking

Bild: Mozilla | Lizenz: CC-By-3.0

 

Das Tracking beim Surfen im Internet missachtet nicht nur unsere Privatsphäre, es ermöglicht das Erstellen von Profilen und verlangsamt nicht unerheblich das Laden von Webseiten. Dem will Mozilla durch eine Verschärfung seiner Anti-Tracking-Maßnahmen verstärkt entgegentreten.

Verschärftes Anti-Tracking

Dazu findet sich in den aktuellen Firefox Nightlies eine neuer Eintrag in dem Menü links der URL, der mit »Content Blocking« überschrieben ist. Die hierüber erreichbaren Optionen sollen in den nächsten Monaten in Firefox zum Standard werden. Mozilla will einerseits Tracking soweit möglich blockieren, gibt aber andererseits dem Anwender über dieses Menü das Instrument an die Hand, selbst zu entscheiden, welche Informationen er preisgeben möchte.

Der Anwender entscheidet

In einer  Studie, die von Ghostery durchgeführt wurde, wurde festgestellt, dass rund 90 Prozent aller Webseiten Cookies laden, die dem Tracking dienen. Weiterhin ergab die Studie, dass 54 Prozent der Zeit, die eine Webseite zum Laden benötigt, durch diese Tracking-Cookies verursacht wird. Mozilla wirkt dem entgegen, indem in Firefox Code eingebaut wurde, der standardmäßig Tracker deaktiviert, die das Laden von Webseiten verlangsamen. Die Funktion wird im September getestet und mit Firefox 63 standardmäßig eingeschaltet, sofern der Test erfolgreich verläuft.

Eine weitere Funktion, die ebenfalls im September zum Test ansteht, ist das Blockieren von Cross Site Tracking. Damit verfolgen Werbenetzwerke uns über mehrere Webseiten hinweg und können so Profile über unser Surf-Verhalten im Netz erstellen. Hier geht Mozilla behutsamer zu Werke, um sicherzustellen, dass das Surf-Erlebnis nicht unter den Maßnahmen leidet.  Eine standardmäßige Aktivierung soll mit Firefox 65 kommen.

 

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Gegen Profile

Darüber hinaus will Mozilla Praktiken wie Fingerprinting verhindern, die unbemerkt identifizierbare Benutzerinformationen sammeln. Eine weitere Unsitte sind die in letzter Zeit häufiger anzutreffenden versteckt agierenden Cryptomining-Scripte, die im Hintergrund Crypto-Währungen auf dem Gerät des Benutzers generieren. Auch hier will Mozilla künftig einen Riegel vorschieben.

Weg von »Do not Track«

Mozilla vollzieht damit beim Anti-Tracking die Verlagerung vom passiven und nicht übermäßig wirksamen »Do not Track« zu einer aktiven Funktion, die das Tracking standardmäßig erst einmal blockiert. Damit liegt der Ball im Spielfeld des Anwenders, der entscheiden kann, ob er bestimmte Tracker zulassen will oder nicht. Sind diese Maßnahmen erst einmal scharfgeschaltet, liegt Firefox damit beim Anti-Tracking der großen Browser klar vorne.

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