Firefox-Premiumversion
Bild: Mozilla

Mozilla plant noch für dieses Jahr eine Firefox-Premiumversion. Das geht aus einem Interview der deutschen Medienplattform T3N mit Mozillas CEO Chris Beard hervor. Auf Seite 3 spricht Beard dabei über die diesbezüglichen Pläne, die den Anwendern zunächst als Abo-Modell angeboten werden sollen.

Mehr finanzielle Unabhängigkeit

Der Browser-Hersteller will damit etwas unabhängiger von den Suchmaschinenbetreibern wie Google, Yandex oder Baidu werden, die derzeit rund 90 Prozent der Einnahmen darstellen. Diese betrugen 2017 insgesamt rund 542 Mio. USD. Mozilla will zwei weitere Standbeine aufbauen, um Einnahmen zu generieren. Neben Search gibt es bereits das zweite Standbein Content, wozu beispielsweise die Einnahmen aus teilweise gesponsorten Inhalten von Pocket zählen.

Drittes Standbein

Das dritte Standbein, an dem derzeit gearbeitet wird, soll ein Firefox-Abo-Modell mit Premiumangeboten werden. Das soll zunächst in Form von verschiedenen entgeltpflichtigen Abo-Diensten umgesetzt werden. Später könnte es eine Firefox-Premiumversion geben, die verschiedene Zusatzangebote vereint.

VPN-Dienst als Freemium-Modell

Vorstellbar ist beispielsweise, dass die freie Version von Firefox eine gewisse Menge an Bandbreite als Freemium-VPN bereitstellt und den Anwender, der sich in einem öffentlichen WLAN befindet und die Webseite einer Bank öffnet, daran erinnert, dass jetzt ein guter Zeitpunkt wäre, VPN einzuschalten. Dabei soll dann auch die Premiumebene über ein monatliches Abo angeboten werden.

Zusätzlicher Nutzen garantiert

Eine weitere Idee, die Beard kurz ansprach, sind Speicherlösungen, ohne dass hier weitere Einzelheiten zu erfahren waren. Beard stellt aber klar, Mozilla werde keinesfalls Geld für Dinge verlangen, die derzeit kostenlos sind. Die Firefox-Premiumversion wird zusätzlichen Nutzen als Abo anbieten. Das Firefox-Abo-Modell soll mit einer ersten Premiumebene vermutlich im Oktober starten.

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Alle Kommentare
  • Marc

    10.06.2019, 21:47 Uhr

    Cool oder der Anfang vom Ende

    Die Namensgebung ist äußert ungünstig. Ich hätte eher Kostenpflichtige Zusatzangebote als Begrifflichkeit gewählt.

  • Walt

    23.06.2019, 23:47 Uhr

    Nun, wenn dann endlich die unsäglichen Experimente mit neuen Funktionen, Oberflächen und eingebauten, halbgaren Add-ons aufhören, wäre mir das sogar Geld wert.