Firefox 68 verteilt WebRender für AMD
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Am heutigen 9. Juli hat Mozilla Firefox 68 und gleichzeitig Firefox ESR 68 veröffentlicht. Die mit Firefox 67 begonnene Auslieferung von WebRender wird fortgesetzt. Probleme mit Antiviren-Software sollen künftig automatisch gelöst werden.

Grafikbeschleuniger auch für AMD

WebRender ist ein Teil von Firefox Quantum, wird aber aufgrund der längeren Entwicklungszeit erst jetzt langsam zugänglich gemacht. Wie WebRender das Surferlebnis verbessert, erläutert ein Blogeintrag. Mit Firefox 67 begann Mozilla mit dem Ausrollen der neuen GPU-Render-Engine, die Teil der Browser-Engine Servo ist, an Anwender von Windows 10 mit NVIDIA GPUs.

Mit dem jetzt verfügbaren Firefox 68 werden die Anwender von Windows 10 und AMD GPUs mit der neuen Technik bekannt gemacht. Sie lässt sich allerdings auch unter Linux und für Intel-Grafikkarten einschalten, indem man unter about:config den Eintrag gfx.webrender.all auf true setzt.

Probleme mit Antiviren-Software

Wiederum den Windows-Anwendern kommt der Umstand zugute, dass sich Mozilla für Firefox 68 um die Problematik der häufigen Kollision von Firefox mit AV-Software aus dritter Hand gekümmert hat. Die Probleme entstehen laut einem Blogeintrag, da Mozilla aus Sicherheitsgründen eine eigene Liste von vertrauenswürdigen Certificate Authorities in einem eigenen Zertifikatsspeicher führt, anstatt die des Betriebssystems zu benutzen.

Das bedeutet, dass Antiviren-Software zusätzlich zum Betriebssystem auch Firefox ordnungsgemäß neu konfigurieren muss, und wenn dies aus irgendeinem Grund fehlschlägt, kann Firefox keine Verbindung zu Websites über HTTPS herstellen, selbst wenn andere Browser auf demselben Computer dies können.

Die daraus resultierenden Probleme beim Untersuchen von HTTPS-Verbindungen will Mozilla nun automatisch lösen, indem in solchen Fällen die Option security.enterprise_roots.enabled geschaltet wird, die dafür sorgt, dass Firefox solche Fehler übergeht, indem direkt auf den Zertifikatsspeicher des Betriebssystems zugegriffen wird.

Die Einstellung ist bei Firefox ESR 68 standardmäßig aktiv, während sie beim normalen Firefox aktiviert bleibt, nachdem sie erstmals wegen eines solchen Problems erfolgreich eingeschaltet wurde. Das funktioniert allerdings nur, wenn der Anwender hier nicht bereits vorher manuell Änderungen vornahm.

Erweiterungsseite überarbeitet

Verbesserungen, die alle Betriebssysteme betreffen gibt es bei der Verwaltung von Erweiterungen zu berichten. Hier wurde der unter about:addons oder im Menü erreichbare Erweiterungsmanager überarbeitet. Nun ist auf einen Blick zu erkennen, welche Add-ons installiert, aktiviert oder deaktiviert sind. Ein Klick auf eine Erweiterung zeigt weitere Informationen und Einstellungen.

Mozilla zeigt auf der Seite nun zusätzlich Empfehlungen für Add-ons, basierend auf der bisherigen Nutzung des Browsers. Die Personalisierung kann in den Einstellungen unter Datenschutz & Sicherheit abgeschaltet werden. Wer gar keine Empfehlungen für Add-ons mag, kann diese unter about:config mit dem Schalter extensions.htmlaboutaddons.discover.enabled auf false setzen.

Neue Hauptversion für Firefox ESR

Mit Firefox wird auch eine neue Hauptversion von Firefox ESR ausgeliefert. die hauptsächlich Unternehmen entgegen kommt. Im Unterschied zur Normalversion bietet Firefox ESR 68 noch keine Unterstützung für WebRender. Insgesamt ist Firefox 68 besonders für Linux-Anwender ein eher unscheinbares Release, geht aber den eingeschlagenen Weg konsequent weiter. Ein Grund zum Update sind auf jeden Fall die bereinigten Sichberheitsprobleme. Weitere Einzelheiten sind in den Release Notes erläutert.

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Alle Kommentare
  • Uwe

    09.07.2019, 23:47 Uhr

    Firefox testet 5-Dollar/Monat-Abo für werbefreies Surfen

    Auf einer Testseite prüft Mozilla derzeit, ob Nutzer bereit wären, 5 US-Dollar im Monat für werbefreies Surfen zu zahlen.

    https://www.pcwelt.de/news/Firefox-testet-5-Dollar-Monat-Abo-fuer-werbefreies-Surfen-10624101.html

    Mhhmm.

  • Paul

    10.07.2019, 22:24 Uhr

    Firefox ist nur noch ätzend. Wie mich alleine die Adressleiste nervt. Da kann nicht ein Wort schreiben ohne, dass diese ständige livesuche die Buchstaben verschluckt. Zudem versuchen die zusehens unliebsame Einstellungen unterzujubeln. Bin nun auf Vivaldi unterwegs.