Linux Mint 20

Nachdem Linux Mint Debian Edition 4 (LMDE 4) nun aus dem Weg ist, gibt Clement Lefebvre, Chef-Entwickler von Linux Mint, im Blog des Projekts einen Ausblick auf Mint 20.

Linux Mint 20 »Ulyana«

Veröffentlichungen von Mint tragen als Beinamen immer einen Frauennamen, der wie bei Ubuntu dem Alphabet folgt. Auch Linux Mint 20 macht da keine Ausnahme, die Namen der Reihe Mint 20 fangen mit dem Buchstaben U an. Das kommende Release wird den aus Russland stammenden Beinamen »Ulyana« tragen.

Unterbau Ubuntu 20.04 LTS

Weiterhin ist klar, dass Linux Mint 20 das am 23. April zur Veröffentlichung anstehende Ubuntu 20.04 LTS »Focal Fossa« als Basis verwenden wird und wie gehabt mit den Desktop-Umgebungen Cinnamon, MATE und Xfce erscheint. Im Gegensatz zu den bisherigen Ausgaben wird Linux Mint 20 jedoch nur noch in 64-Bit veröffentlicht. Anwender mit Hardware, die nur 32-Bit erlaubt, haben mit Mint 19 noch Unterstützung bis 2023.

Neue Theme-Farben

Der äußere Auftritt wird durch zwei neue Definitionen der Farben Pink und Blau im Mint-Y-Theme bestimmt. Von den inneren Werten drang noch nicht allzu viel nach Außen, aber hier sei erwähnt, was bereits bekannt ist.

Das in Mint 19.3 vorgestellte XappStatusIcon-Applet, das für eine verbesserte Darstellung von Icons in der Statusleiste sorgen soll, erhält Unterstützung für den StatusNotifier. Damit sollen sich Icons von Electron-Apps besser in die Statusleiste einbinden.

Cinnamon 4.6

Mit Cinnamon 4.6 erhält der Anwender bei Linux Mint 20 die Möglichkeit, die Bildwiederholrate des Monitors für jeden Monitor getrennt auszuwählen. Zudem sollen HiDPI-Displays durch fractional scaling unterstützt werden. Im Moment unterstützt Cinnamon nur 100 und 200 Prozent bei der Skalierung, mit Cinnamon 4.6 stehen auch Optionen wie 125, 150 und 175 Prozent zur Wahl.

Cinnamon 4.6 wird zudem mit einem verbesserten Nemo-Dateimanager ausgeliefert, der mit Thumbnails besser klarkommt. Das soll die Leistung des Dateimanagers vor allem auf älteren Festplatten bei hohem I/O verbessern.

Dateien verschlüsselt übertragen

Linux Mint 20 wird auch ein neues Werkzeug mitbringen, dass den Arbeitsnamen Warpinator übernehmen wird, falls kein besserer Name vorgeschlagen wird. Warpinator dient dem Versand und Empfang von Dateien im lokalen Netzwerk. Es soll die Möglichkeit bieten, Dateien auch verschlüsselt zu übertragen.

Das Team teilt weiterhin mit, dass LMDE 3 ab dem 1. Juli 2020 keine Unterstützung mehr erfährt. Wer auf LMDE 4 aktualisieren möchte, findet dazu eine Anleitung. Zum Erscheinungsdatum von Linux Mint 20 gibt es noch keine konkreten Angaben, jedoch ist mit einer Veröffentlichung im Sommer zu rechnen.

Ausblick auf Linux Mint 20

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Alle Kommentare
  • putzerstammer

    02.04.2020, 17:44 Uhr

    Danke für den Bericht habe lange LM benutzt, leider haben sie KDE eingestellt bin dann auf Manjaro umgestiegen