Linux Mint Debian Edition (LMDE) 4 als Beta verfügbar

Vor wenigen Wochen hatte Clement Lefebvre, Chef-Entwickler von Linux Mint im Blog des Projekts mit LMDE 4 eine neue Ausgabe der Debian-Variante der Distribution angekündigt. Jetzt steht eine Beta-Version von LMDE 4 »Debbie« zum Testen bereit. Noch fehlt die offizielle Ankündigung, diese folgt in den nächsten Tagen.

LMDE 4 setzt auf Debian

Im Gegensatz zur Standardausgabe von Linux Mint, die Ubuntu LTS zur Grundlage hat, nutzt LMDE seit 2010 Debian als Unterbau. Ein weiterer Unterschied betrifft den Desktop. Während Linux Mint mit Cinnamon, MATE und Xfce erscheint, beschränkt sich LMDE auf Cinnamon, das bei LMDE 4 in der aktuellen Version 4.4.8 vorinstalliert ist.

Cinnamon 4.4.8 als Desktop

Das jetzt als Beta-Version vorliegende Abbild mit einer Größe von 1,9 GByte entspricht vom Paketbestand her dem aktuellen Debian 10.3 »Buster«, wobei Cinnamon 4.4.8 aus den Backports von Buster stammt. Um Probleme mit dem grafischen Modus zu verhindern, lässt sich bereits im Boot-Manager die Unterstützung des proprietären Nvidia-Treibers auswählen, da es in letzter Zeit des Öfteren Probleme mit dem freien Nouveau-Treiber gegeben hatte.

Back-up und Snapshots

Im Installer lässt sich die Verschlüsselung des Home konfigurieren und bei Bedarf ein LVM aufsetzen. Bei Btrfs als Dateisystem werden separat einzuhängende Sub-Module unterstützt. Zudem erbt LMDE 4 alle Neuerungen von Linux Mint 19.3 »Tricia« Auch die für Linux Mint entwickelten Xapps stehen für LMDE 4 zur Verfügung. Außerdem werden neben einer hauseigenen Backup-Lösung auch Snapshots des gesamten Systems mit Timeshift angeboten.

32- und 64-Bit verfügbar

Abbilder in 32- und 64-Bit stehen auf einem Projektserver zum Download bereit. Die offizielle Version von LMDE 4 »Debbie« wird vermutlich in etwa einem Monat erscheinen. Wer das Image in VirtualBox ab Version 6 testen möchte, muss den Grafiktreiber auf VBoxSVGA setzen, sonst bleibt der Bildschirm schwarz.

Linux Mint 20 im Sommer

Linux Mint 20 wird auf dem am 23. April veröffentlichten Ubuntu 20.04 LTS »Focal Fossa« aufsetzen und als Desktop Cinnamon 4.6 vorinstallieren. Die neue Cinnamon-Version soll unter anderem erstmals die Möglichkeit bieten, die Bildwiederholrate des Monitors auszuwählen. Mit der Veröffentlichung von Linux Mint 20 ist im Sommer zu rechnen.

Linux Mint Debian Edition (LMDE) 4 als Beta verfügbar

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Alle Kommentare
  • Jürgen

    23.02.2020, 10:45 Uhr

    Zur Info: Bei VirtualBox 6.1 musste ich nichts umstellen – einfach Debian 64-Bit genommen und Standard gelassen. Hat funktioniert.

    • Ferdinand Thommes

      23.02.2020, 10:57 Uhr

      Ich nutze die Oracle-Version und die steht dummerweise für Linux auf VMSVGA, womit ich bereits des Öfteren Probleme hatte. Entweder alles bleibt schwarz oder das Fenster lässt sich nicht vergrößern.

    • Ferdinand Thommes

      29.02.2020, 09:00 Uhr

      Wenn ich VBoxSVGA nehme, hab ich automatisch Vollbild ohne Guest Additions, bei VMSVGA ist das nicht der Fall. Ich habe noch nicht ergründet, woran das liegt. Da kann ich dann auch mal gleich rausfinden, wo ich VBoxSVGA als Standard einstellen kann.

  • Holger Schröder

    24.02.2020, 18:21 Uhr

    xserver-xorg-video-vmware installieren und dann klappst auch mit vmsvga, und das richtig gut.