Linux Mint 20

Clement Lefebvre, Chef-Entwickler von Linux Mint, hat im Blog des Projekts den Beginn der Entwicklung von Linux Mint 20 und Linux Mint Debian Edition 4 (LMDE 4) verkündet.

LMDE 4 kommt zuerst

Für beide Distributionen werden noch keine Veröffentlichungsdaten mitgeteilt, klar ist jedoch, dass LMDE 4, die Variante, die auf Debian anstatt Ubuntu als Unterbau setzt, als Erstes das Licht der Welt erblicken wird. Setzte LMDE 3 im September 2018 noch auf Debian 9 »Stretch« auf, so wird LMDE 4 auf dem derzeit stabilen Debian 10 »Buster« basieren.

Es wird alle Verbesserungen von Linux Mint 19.3 erhalten. Ob als Desktop Cinnamon 4.4 oder 4.6, das noch recht früh in der Entwicklung steckt, ausgeliefert wird, lässt der Blogeintrag offen. Der Installer wird im Vergleich mit LMDE 3 optisch aufgewertet erscheinen.

Verschlüsselung inklusive

Bei den Dateisystemen wird LMDE 4 separat einzuhängende Submodules bei Btrfs und die Verschlüsselung des Home-Verzeichnisses unterstützen. Da es in letzter Zeit häufiger Probleme mit dem freien Nvidia-Treiber Nouveau gab, wird LMDE 4 im Menü des GRUB-Bootmanagers eine Möglichkeit bieten, den proprietären Nvidia-Treiber zu installieren.

Neue Basis, aktueller Desktop

Linux Mint 20 wird auf dem am 23. April veröffentlichten Ubuntu 20.04 LTS »Focal Fossa« aufsetzen und als Desktop Cinnamon 4.6 vorinstallieren. Die neue Cinnamon-Version soll erstmals dem Anwender erlauben, die Bildwiederholrate des Monitors auszuwählen.

HiDPI besser skalierbar

Zudem wird esfractional scaling für HiDPI-Displays unterstützen. Dies erlaubt das Skalieren von Bildschirmelementen in Zwischenschritten von zusätzlich 125, 150 und 175 anstatt der bisherigen Beschränkung auf 100 oder 200 Prozent. Diese Einstellungen soll Cinnamon 4.6 getrennt für jeden Monitor anbieten.

Abschließend erwähnt das Blog noch, dass die Mintbox 3 in den Ausführungen MintBox 3 Basic und MintBox 3 Pro mittlerweile auch weltweit über Amazon verfügbar ist.

Linux Mint 20 und LMDE 4 angekündigt

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Alle Kommentare
  • Matthias Böhm

    02.02.2020, 12:38 Uhr

    Ob die Erstveröffentlichung von LMDE wohl ein Zeichen ist, dass die direkte Debian Basis mittelfirstig zum Standard werden soll? Ich würde das sehr begrüßen. Selbst verwende ich Mint schon lange nicht mehr und habe ich mich seit dem Hack ihres Forums auch dort abgemeldet. Ein guter Freund nutzt aber privat ausschließlich Mint und hat eine Uraltinstallation am laufen, die immernoch schnurrt.

    • Ferdinand Thommes

      02.02.2020, 14:04 Uhr

      Wäre eine Möglichkeit, ich glaube allerdings zu diesem Zeitpunkt nicht so recht daran. Aber sie halten sich das in der Hinterhand und das ist bei Canonicals bekannten Sperenzchen eine kluge Entscheidung. Ich bin gespannt, wie sich Mint zu ZFS verhalten wird.

  • Ronny

    03.02.2020, 09:54 Uhr

    Hallo

    Ich nutze Linux Mint Cinnamon & Xfce schon über 2 Jahre im 24/7 Betrieb, es läuft sauber und ohne Probleme.

  • tuxnix

    04.02.2020, 16:37 Uhr

    @ Matthias Böhm
    Für Mint wäre es eigentlich sehr interessant auf die nächste indirekte Debian Basis zu wechseln. MX-Linux baut auf Debian auf, hat aber ähnlich wie Mint ein Publikum, dass neue Hardware nutzt und und viele nette Tools bereitstellt, damit auch neue Linux-User schnell zurechtkommen. Ich sehe dort zumindest ein hohes Synergie-potential. Aber warten wir es ab, die werden sich auch ihre eigenen Gedanken dazu machen.