Debian 10.4

Das Debian-Projekt hat am Wochenende rund drei Monate nach dem Update auf 10.3 die derzeit stabile Veröffentlichung Debian 10 »Buster« einer weiteren planmäßigen Aktualisierung auf Debian 10.4 unterzogen, wie den aktuellen Debian-News zu entnehmen ist.

Sicherheit und Paketfehler im Fokus

Die Aktualisierung behebt, wie bei solchen Punkt-Releases üblich, hauptsächlich aufgelaufene Sicherheitsprobleme seit dem letzten Update, zusammen mit ein paar Anpassungen für schwerwiegende Probleme in Anwendungen. Diese Anpassungen werden in den Punkt-Releases nur dann vorgenommen, wenn keine Regressionen zu befürchten sind.

Debian 10.4 durchschnittlich groß

Das Update auf Debian 10.4 behebt insgesamt 53 Sicherheitsprobleme und korrigiert Fehler in 110 Paketen. 10 Pakete wurden aus der Distribution entfernt. Bei den behobenen Sicherheitsproblemen wurden vier Lücken in Firefox-ESR und drei Lücken in Chromium geschlossen, der Mail-Client Thunderbird war dreimal betroffen, der Kernel viermal.

Bei den Fehlerkorrekturen wurde der Nvidia-Treiber für aktuelle und für ältere Karten ebenso aktualisiert wie der Virenscanner ClamAV. Die Kernel-Version wurde auf 4.19.118+2. angehoben. Der Rest der Korrekturen verteilt sich über das gesamte Paketspektrum.

Bitte zeitnah aktualisieren

Anwender, die häufiger Updates einspielen, werden viele der Änderungen bereits eingespielt haben. Ansonsten spielen Bestandsanwender die Updates über die Paketverwaltung ein. Für Neuinstallationen werden in den nächsten Tagen sukzessive frische Images bereitgestellt.

Debian 10 »Buster«

Debian 10 »Buster« wurde nach mehr als zwei Jahren Entwicklung am 6. Juli 2019 freigegeben. Neben aktualisierten Paketen und Desktop-Umgebungen hat Debian 10 auch einige wichtige Änderungen und Weiterentwicklungen unter der Haube aufzuweisen. Dazu zählen unter anderem UsrMerge, Gnome mit Wayland als Standard und die Einführung von Secure Boot. Standard-Desktop ist GNOME 3.30.

GNU/Linux Debian 10.4 freigegeben

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Alle Kommentare
  • Uwe

    10.05.2020, 18:07 Uhr

    Man kann sich drauf verlassen. Debian, der Fels in der Brandung. 🙂

  • wolfgang stehle

    11.05.2020, 03:14 Uhr

    Als Dolly Fan der ersten stunde bleibt natürlich Debian Buster auch meine erste Wahl

  • AfD Wähler zu sein ist keine Werbung

    12.05.2020, 14:31 Uhr

    “10 Pakete wurden aus der Distribution entfernt”

    Welche Pakete sind das genau?

  • Ferdinand Thommes

    12.05.2020, 14:42 Uhr

    Das steht in den verlinkten Linux News ganz unten

  • Uwe

    13.05.2020, 15:38 Uhr

    Ich habe es auf eine Testplatte installiert. Gefällt mir gut da sehr flink, eben LXDE. 🙂

    Debian 10.4.0 lxde nonfree

    Aufgefallen ist mir, fehlt auf der Livedistrie:

    -geparted
    -gdebi
    -vlc
    -numlockx
    -gnome system monitor
    -bleachbit

    Ausserdem wird beim Installatonsprozess eine ,in meinem Fall, 16GB große Swap , da 16GB Ram verbaut, angelegt.

    Frage : Kann man die Swap problemlös löschen und wenn ja, wie verbinde ich die freigewordenen 16GB mit der normal genutzten Partition?

    ————————————
    xxxx@xxx:~$ inxi
    CPU: Quad Core Intel Core i5-7500 (-MCP-) speed/min/max: 800/800/3400 MHz Kernel: 4.19.0-9-amd64 x86_64

    Up: 1h 47m Mem: 1693.5/15968.6 MiB (10.6%) Storage: 111.79 GiB (9.6% used) Procs: 151 Shell: bash 5.0.3
    inxi: 3.0.32
    ——————–
    1,6GB Ramverbrauch, weil im Hintergrund ein Live video läuft.

    • Ferdinand Thommes

      13.05.2020, 18:40 Uhr

      Löschen und Zusammenführen geht beides mit Gparted.

  • tuxnix

    13.05.2020, 20:05 Uhr

    @UWE
    Und kommentiere in der /etc/fstab die Zeile für die Swap Partition aus, bevor du die Swap Partition auf der Festplatte löschst. (sudo nano /etc/fstab und vor die Zeile ein # setzen, dann abspeichern)

    (Alternativ gibt es auch noch die Möglichkeit eine Swap Datei anzulegen die flexibel expandiert wenn Swap.Speicher zum Auslagern benötigt wird. Bei 16GB RAM wirst du das aber kaum jemals benötigen.)

    • Ferdinand Thommes

      13.05.2020, 20:33 Uhr

      Yep, gut mitgedacht. Systemd nimmt das sehr genau. Vor 10 Jahren konnte man mit so einem Eintrag in der fstab booten, selbst wenn das Device gelöscht war. Aber Systemd moppert da ganz gewaltig und verweigert das Booten.

  • Uwe

    13.05.2020, 23:11 Uhr

    Ferdinand+Tuxnix,
    Herzlichen Dank.

    Werde ich ausprobieren. (auskommentieren…? grübel, Tante suchmasciene wird wohl auch helfen müssen.)
    Na ich werde sehen was wie geht.

    • Ferdinand Thommes

      13.05.2020, 23:22 Uhr

      Einfach ein # vor die entsprechende Zeile und speichern. Wie tuxnix schrieb: sudo nano /etc/fstab und vor die Zeile ein # setzen, dann abspeichern.

  • Uwe

    14.05.2020, 11:15 Uhr

    Ferdinand Thommes
    13.05.2020, 23:22 Uhr

    Ok. Nochmals, Hab Dank.