Manjaro
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Bereits 2017 stellte die auf Arch Linux basierte Distribution Manjaro die Unterstützung für die 32-Bit Plattform ein. Manjaro 17.03 sollte die letzte Version sein, die Besitzer alter Schätzchen ohne 64-Bit Unterstützung installieren können. Als Gründe gaben die Entwickler an, die abnehmende Zahl an Anwendern rechtfertige nicht die schwieriger werdende Unterstützung für diese Plattform.

Kein 32-Bit-Abbild mehr

Über das Projekt manjaro32.org konnte anschließend die Unterstützung für weitere drei Jahre bereitgestellt werden. Das Projekt muss nun aus Zeitmangel und wegen Hardwareversagens auch die Segel streichen. So verkündete Projektleiter Phillip Müller jetzt das endgültige Aus für i686 bei Manjaro.

Zunehmende Zahl

Damit folgt Manjaro einer zunehmenden Zahl an Distributionen, die in den letzten Jahren beschlossen, die 32-Bit Architektur aufzugeben, um die vorhandenen Entwickler-Ressourcen auf 64-Bit zu konzentrieren. Darunter sind Projekte wie Fedora, Tails und Linux Mint, OpenMandriva und GhostBSD.

Canonicals Sonderweg

Canonical revidierte aufgrund von vielfachem Protest aus der Community seine Pläne mehrmals. Die Auslieferung von Abbildern mit der Plattform wurde bereits nach Ubuntu 18.04 eingestellt, Canonical wollte allerdings 2019 auch die entsprechenden Pakete aus den Archiven entfernen.

Noch ausreichend Unterstützung

Trotzdem gibt es noch viele Distributionen, die 32-Bit weiterhin mit Abbildern unterstützen. Eine Liste im Manjaro-Forum zeigt unter anderem die anhaltende Unterstützung von namhaften Distributionen wie Arch Linux, Knoppix und openSUSE Tumbleweed bis hin zu kleineren Projekten wie MX-Linux und antiX, Bunsenlabs, SparkyLinux, Puppy Linux und Void.

Was denkt ihr? Ist es in Ordnung, Entwicklerzeit lieber in die Unterstützung moderner Hardware zu investieren, anstatt eine Plattform mitzuschleppen, deren Ende sowieso absehbar ist?

Manjaro lässt 32-Bit endgültig fallen
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