ProtonVPN Linux-App als offizielle Beta erschienen

Über VPN-Anbieter kann man geteilter Meinung sein. aber wenn die Entscheidung dahin geht, dann sollte man sich ausgiebig umschauen, denn nicht immer werden die Versprechen bezüglich der Anonymität erfüllt, beispielsweise wenn es um Logs geht, die Rückschlüsse auf die wahre IP des Anwenders erlauben.

Offizieller Linux-Client

Ein Kandidat, der hier in die nähere Auswahl kommen könnte ist ProtonVPN von den Machern des in der Schweiz angesiedelten Dienstleisters ProtonMail. Das Projekt hat gerade die offizielle Beta-Version einer Linux-App freigegeben. Diese löst die vor zwei Jahren von der Community erstellte und seither gepflegte Version ab. Die vom ProtonVPN-Team erstellte CLI-App soll vor allem die Sicherheit des Dienstes erhöhen.

Die neue App braucht keine Root-Rechte und erhielt einen Kill-Switch, der den Netzzugang kappt, wenn der Dienst die Verbindung verliert. Die App verhindert zudem DNS-Leaks und IPv6-Leaks und stellt die VPN-Verbindung automatisch wieder her, wenn das Netzwerk gewechselt wurde.

Derzeit nur für Debian und Derivate

Die App steht derzeit nur für Debian und dessen Derivate bereit, andere Distributionen sollen in den nächsten Wochen folgen. Das Repository kann zur Aktualisierung der Software in die Quellen integriert werden. Die App ist vollständig in den NetworkManager und damit in die GNOME- und KDE-Plasma-Desktop-Umgebungen integriert und verwendet standardmäßig OpenVPN mit UDP, kann aber auf TCP umgestellt werden.

Derzeit unterstützt die Beta-Version kein Split-Tunneling und funktioniert nicht mit Headless-Systemen. Für Anwender, die diese Merkmale benötigen, bleibt die Community-Version verfügbar, bis die offizielle App diese Funktionen unterstützt.

Preismodelle beginnen bei 0 Euro

Installation und Anwendung sind in der Ankündigung beschrieben. Anwender, die mit einer einzigen Verbindung mit reduzierter Bandbreite und Servern in lediglich drei Ländern zufrieden sind, können ProtonVPN kostenfrei nutzen. Darüber hinaus gibt es kostenpflichtige Angebote für 2, 5 und 10 gleichzeitige Verbindungen in 50 Ländern mit Geschwindigkeiten bis zu 10Gbit/s und Preisen von 48 bis hin zu 288 Euro jährlich.

Alle Angebote versprechen eine strikte No-Log-Richtlinie und auch das kostenfreie Angebot verzichtet auf Werbung. Die Nutzung eines VPN-Anbieters setzt Vertrauen voraus. Deshalb klärt Proton auf auf, was ProtonVPN kann und was nicht.

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