Kodi 19 »Matrix« nach 2 Jahren Entwicklung freigegeben

Nach einigen Vorabversionen mit einer Beta im November und einem Release-Kandidaten im Januar ist die Media-Center-Software Kodi 19 »Matrix« für alle unterstützten Plattformen freigegeben worden. Eine der Hauptaufgaben für die neue Version war die Umstellung der Add-ons weg vom veralteten Python 2 auf Python 3.

Umstieg auf Python 3

Wie üblich bei solchen Umstellungen, die Add-ons von externen Entwicklern betreffen, sind noch nicht alle Erweiterungen umgestellt, obwohl die Ankündigung bereits 2018 erfolgte. Anwender sollten vor einer Aktualisierung auf Kodi 19.0 prüfen, ob die von ihnen genutzten Add-ons bereits umgestellt sind. Einige Webseiten führen Listen von Add-ons, die mit Kodi 19 kompatibel sind.

Standard-Skin überarbeitet

Zu den für Nutzer sichtbaren Neuerungen zählt ein Update für Estuary, dem Standard-Skin von Kodi. Die »Now playing«-Ansicht zur Musikwiedergabe wurde überarbeitet und zeigt nun mehr Meta-Daten zum gewählten Lied. Neu gestaltet ist auch das bildschirmfüllende Visualisierungsfenster im Bereich Musik. Die Deckkraft der Leiste unter den Untertiteln kann nun individuell geregelt werden.

Sicherheit bei Add-ons verbessert

Aufmerksamkeit erhielt auch die PVR-Funktion (Videorekorder), hier wurde die Benutzerfreundlichkeit in Sachen Benachrichtigungen über anstehende Aufnahmen, Startbildschirm-Widgets, Navigations- und Dialogsteuerung, Kontextmenüs und Kanalnummerierung und -sortierung verbessert. Die Sicherheit im Zusammenspiel mit Add-ons wurde erhöht, so etwa beim Datenaustausch zwischen Kodi und den Add-ons. Es gibt zudem bessere Informationen über die Sicherheitsauswirkungen der Aktivierung externer Schnittstellen bevor diese aktiviert werden.

AV1-Kompressionsverfahren unterstützt

Ursprünglich unter dem Namen XBMC für die Spielkonsole Xbox entwickelt, unterstützt Kodi eine große Anzahl an Netzwerkprotokollen, Medien-Containern sowie Audio- und Videoformaten. Bei Letzteren gesellt sich mit Kodi 19 das relativ neue freie AV1-Kompressionsverfahren hinzu. Statisches HDR10 sowie dynamisches Dolby Vision HDR werden erstmals unterstützt. Der Game-Controller-Support unter iOS wurde verbessert. Auch bei den unterstützten Plattformen gibt es Veränderungen. Hinzugekommen ist Unterstützung für tvOS für Apple-TV, weggefallen ist dagegen iOS 32bit.

Weitere Einzelheiten sind der Ankündigung sowie dem Git-Changelog zu entnehmen. Kodi 19 »Matrix« steht für Linux, macOS, Windows, Android, Raspberry Pi, iOS und tvOS auf dem Download-Server des Projekts bereit.

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