Mabox Linux – Manjaro mit Openbox

Mabox Linux
Mabox | Screenshot: ft

Mabox Linux ist ein Abkömmling von Manjaro mit vorkonfiguriertem Openbox Window Manager. Gerade ist Mabox Linux 21.02 »Foltest« erschienen. Die Distribution ist von CrunchBang Linux inspiriert und verwendet neben eigenen Tools auch solche von BunsenLabs.

Freie oder proprietäre Treiber

Die seit rund einem Jahr veröffentlichte Distribution ist keine der Community-Editions von Manjaro, die verschiedene Fenstermanager, unter anderem auch Openbox anbieten, sondern wird unabhängig entwickelt. Es erlaubt bereits bei Start die Wahl, ob mit freien oder proprietären Treibern gebooted wird und übernimmt diese Auswahl dann auch im Installer, der auf dem Calamares-Framework beruht.

Verzögertes Rolling Release

Mabox Linux 21.02 wird mit Linux 5.10.15 als Kernel ausgeliefert. Ansonsten folgt die Distribution dem etwas verzögerten Rolling-Release-Prinzip von Manjaro. Über den Welcome-Screen lassen sich weitere Kernel installieren, die Auswahl reicht von den älteren LTS-Kerneln 4.4 über 4.9, 4.14, 4.19, 5.4 bis zum noch unveröffentlichten 5.11.rc7. Das Manjaro Application Utility bietet auch bei Mabox beliebte Anwendungen zum Installieren an.

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Auch für ältere Hardware

Das System begnügt sich im Leerlauf mit unter 300 MByte RAM. Die Vorkonfiguration von Openbox mit Conky, Tint2 mit angegliedertem Sidepanel macht ebenso einen durchdachten Eindruck wie die Paketauswahl. Als Dateimanager kommt PCmanFM zum Einsatz, Firefox browsed im Internet und Deadbeef liefert den Ton dazu. Zusätzliche Pakete werden mit Pamac installiert, alternativ wartet Pacman im Terminal auf Befehle.

Das Mabox Control Center ist der Ort Programm, an dem alle verfügbaren Werkzeuge zum Konfigurieren des Aussehens und des Verhaltens von Mabox an einem Ort zusammengefasst sind. Wer Manjaro kennt, kommt mit der Bedienung sofort zurecht, aber auch wenn nicht, gewöhnt man sich schnell an Openbox. Auch ältere Rechner werden hier wieder jung. Es braucht also nicht immer eine ausgewachsene Desktop-Umgebung. Das für x86_64 vorliegende Abbild kann auf der Projektseite oder von SourceForge heruntergeladen werden.

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11 Kommentare

  1. …eigentlich verfolgt die Distro einen guten ansatz, nachdem ich allerdings einen CPU und RAM-Test mit einer Manjaro-Openbox- und einer Mabox-VM mit je 2048MB RAM und 2 Cores CPU gemacht hab, hat Manjaro 778 MB RAM und 1% CPU gebraucht und Mabox 984 MB RAM und auch 1% CPU. Bei beiden hatte ich Plank als Panel, Thunar, Firefox mit einem leeren Tab und den xfce4-taskmanager zur überprüfung offen.
    Werde nun Manjaro erst mit Xfce auf meinem alten Laptop installieren und dann zu Openbox switchen ^^

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  2. Ältere Systeme haben selten nur 300 MB RAM, häufiger aber noch einen 32-Bit-Prozessor. Da hilft dieses Linux aber auch nicht.

    Fazit: Wieder ein Distributionsableger mehr, den die Welt nicht braucht.

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  3. Weiß hier zufällig jemand, was die für den “Run” Dialog verwenden (i.e. was unter LXDE ein “lxpanelctl run” tut)?

    Ich habe hier -testweise- ein headless Raspian ebenfalls mit openbox und tint2 versehen, und dann -anstatt LXDE- mit den beiden Launchern “kupfer” und “ulauncher” experimentiert, bin da aber noch nicht wirklich happy mit.

    Den “Ausschaltknopf” im tint2 habe ich -offenbar in Gegensatz zu der hier vorgelegten Konfiguration- leider ebenfalls nicht, tint2 selber ist ja zunächst mehr oder weniger “nackt”. Den Rest habe ich (also mehr oder weniger).

    Viele Grüße

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    1. Und für was gibt es überhaupt Manjaro? Mehr als Arch kann es auch nicht.
      Und für was gibt es Ubuntu? Debian hat alles was man braucht.
      Und für was gibt es eigentlich so viele Schokoladen Cremes?

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