Linux 5.13-rc1 freigegeben

Linux 5.13-rc1

Linus Torvalds hat am Wochenende Linux 5.13-rc1 freigegeben und damit das merge window, das zweiwöchige Fenster für Einreichungen geschlossen. Torvalds bemerkt in der Ankündigung, es verspreche, ein recht großer Kernel zu werden, wobei bei 5.13-rc1 Header-Dateien von Grafiktreibern, speziell AMDGPU etwa ein Drittel der Größe ausmachen. Mehr als 1.800 Entwickler haben über 14.000 Commits eingereicht. In mehr als 12.000 Dateien wurden 631.309 Zeilen hinzugefügt, während 246.239 entfernt wurden. Mit der Veröffentlichung von Linux 5.13 ist Ende Juni zu rechnen.

Apples M1 unterstützt

Zu den Höhepunkten zählt die initiale Unterstützung für Apples M1-Plattform. Darüber hinaus stechen vorläufige Unterstützung für Intels ab dem Herbst erwartete, in einem 10-nm-Prozess hergestellte Alder Lake S CPUs ebenso heraus wi Support für HDMI bei AMDGPU FreeSync/Adaptive-Sync. Bei Adaptive-FreeSync geht es um die Synchronisierung der Bildwiederholfrequenz des Monitors mit der Frame-Ausgabe des Grafikprozessors pro Sekunde. Die professionelle Grafikkarte AMD Instinct MI200, die den Codenamen Aldebaran trägt und ebenfalls noch in diesem Jahr erwartet wird, erhält mit rc1 initiale Unterstützung.

Zoned Mode bei Btrfs weiter ausgebaut

Intel bringt mit intel_tcc_cooling einen neuen Treiber ein, der bei Notebooks das Absenken der standardmäßigen Temperatur erlaubt, bei der die CPU heruntergeregelt wird. RISC-V erhält auch mit 5.13 wieder viele Verbesserungen, die in einem Patchset eingereicht wurden. Bei Storage und Dateisystemen wird die mit 5.12 eingeführte Unterstützung für den Zoned-Mode bei Btrfs weiter ausgebaut, während F2FS neue Mount-Optionen erhält. Device Mapper entfernt die DM-RAID-DISCARD-Limits für RAID0/RAID10, nachdem der Multiple-Device-Treiber die DISCARD-Behandlung, also den Löschvorgang auf SSDs mittlerweile optimiert hat.

Surface-Tastatur und -Keyboard besser unterstützt

Die Unterstützung für neuere Microsoft Surface Convertibles wird weiter verbessert. Neu ist unter anderem der DTX-Treiber, der sich um die Verbindung von Basis und Display kümmert. Ein weiterer neuer Treiber für das Surface ist surface-hid, der die Tastatur und das Touchpad besser unter Linux unterstützen soll.

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