Die Zukunft von CUPS abseits von Apple

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Das Common Unix Printing System (CUPS) begleitet uns bereits seit mehr als 20 Jahren als das Framework, das unsere Drucker zur Ausgabe von bedrucktem Papier veranlasst. Apple hat Michael Sweet, den Entwickler von Cups 2007 angestellt und die Rechte an CUPS übernommen. Das Arbeitsverhältnis endete 2019, als Sweet Apple verließ, um wieder selbstständig zu sein. In der Folge gründete er die Lakeside Robotics Corporation. Seit Sweets Weggang verharrt Apple bei CUPS 2.3.x, das lediglich gepflegt, aber nicht mehr entwickelt wird. Apple hat zwischenzeitlich Sweet unter Vertrag genommen, um einige der Weiterentwicklungen zurück nach CUPS 2.3 zu portieren.

Ausblick auf CUPS 2.4, 2.5 und 3.0

Die weitere Entwicklung von CUPS durch die Community, unterstützt durch Sweet findet bei OpenPrinting statt. Im Rahmen der derzeit abgehaltenen Linux Plumbers Conference 2021 hielt Sweet gestern auf der OpenPrinting-Micro-Conference zwei Vorträge zur weiteren Entwicklung von CUPS. Die Versionen 2.4, 2.5 und 3.0 sind bereits in Planung, wobei 2.4 Beta in wenigen Tagen, gefolgt von einer stabilen Version im Oktober veröffentlicht werden soll.

Die Änderungen in CUPS 2.4.x umfassen unter anderem Anpassungen bei der Druckerfreigabe für mobile Geräte, Unterstützung für AirPrint und Printer-Sharing basierend auf Mopria, OAuth-Unterstützung als Ersatz für Kerberos, Printer Applications als Ersatz für Druckertreiber, TLS/X.509-Änderungen und CUPS in Containern inklusive Snapcraft. Zudem wird künftig beim Kompilieren pkg-config unterstützt.

Die Planung für CUPS 2.5 sieht OAuth-Unterstützung für CUPSD und weitere TLS/X.509-Verbesserungen sowie eine zentralisierte CUPS-Lokalisierung vor. Docker- sowie AppImage-Unterstützung sind weitere geplante Entwicklungen. Die stabile Version von CUPS 2.5 ist für Ende 2022 geplant. Als Nachfolger von Version 2.5 läuft für 2023 bereits die Planung für CUPS 3.0, das Änderungen an der Architektur vorsieht, bei denen die Aufsplittung in mehrere Bibliotheken und Werkzeuge angedacht ist.

OpenPrinting-MC im Live-Stream

Der gesamte Verlauf der OpenPrinting-MC kann im Live-Stream auf YouTube nachverfolgt werden. Die Session mit Michael Sweet beginnt etwa bei Minute 27.

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