Linux Mint 20.3 soll unterm Weihnachtsbaum liegen

Photo by Josefin on Unsplash

Linux Mint 20.3 wird »Una« heißen, auf Ubuntu 20.04.3 LTS »Focal Fossa« basieren und soll zu Weihnachten bereitstehen. Das geht aus dem aktuellen Report des Mint-Teams für September 2021 hervor. Wie seit der Einstellung der Plasma-Edition im Oktober 2017 üblich, erscheint Linux Mint 20.3 mit Cinnamon als Standard-Desktop und den zusätzlichen Editionen MATE und Xfce.

Entwicklung zu LMDE 5 angelaufen

Weiterhin ist zu lesen, dass die Entwicklung von LMDE 5 (Linux Mint Debian Edition) mit dem Codenamen »Elsie« ebenfalls begonnen hat. LMDE 5 wird auf Debian 11 »Bullseye« aufsetzen, Cinnamon als Desktop-Umgebung vorinstallieren und für die Architekturen amd64 und i386 verfügbar sein.

Neue Webseite

Vor kurzem wurde die neu gestaltete mintgrüne Webseite des Projekts freigegeben. Die Entwickler hoffen, damit Neueinsteiger besser an die Hand zu nehmen und durch die ersten Schritte zu begleiten. Um dem Projekt ein professionelleres Gesicht zu geben, wird auf der Webseite keine Werbung mehr geschaltet und auch die früher in den Reports integrierte ellenlange Liste der Spender und Sponsoren entfällt.

Mint-Y-Theme wird überarbeitet

Von den nun beendeten Arbeiten an der Webseite geht es gleich weiter zum Artwork der Distribution. Derzeit im Fokus sind die Titelleisten des Mint-Y-Themes, deren Ecken abgerundet und deren Tasten vergrößert werden sollen, damit der Desktop großzügiger aussieht und die Tasten besser zu treffen sind.

Dark Mode für weitere Anwendungen

Mit Linux Mint 20.3 wird der Dark Mode für die Anwendungen Celluloid, GNOME Terminal, Hypnotix, Pix und XViewer nachgereicht. Das gilt allerdings nicht für Pix und XViewer unter Xfce, da der Fenstermanager Xfwm noch keinen Dark Mode unterstützt. Der Modus kann in jeder Anwendung einzeln deaktiviert werden.

Die neue Version wird, wie immer, auch Aktualisierungen der ausgelieferten hauseigenen Apps liefern, jedoch ist darüber zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts bekannt. Aber Weihnachten ist ja nicht mehr so weit weg.

Teilt den Beitrag, falls ihr mögt

24 Kommentare

  1. Also unter meinem Weihnachtsbaum lag es leider nicht 🙂
    Auf der Homepage von Linux Mint gibt es auch keine neuen Infos. Gibt es Erkenntnisse weshalb sich das Release verzögert hat, bzw. wann Linux Mint 20.3 veröffentlicht wird?

    0
  2. Ist bekannt, ob die Version einen neuen Kernel mitbringt? Hintergrund meiner Frage: Als Ubuntu auf 20.04.2 wechselte, brachte dieses Point-Release den Kernel 5.8, mit der äußerst ärgerlichen Folge, dass der keinen Realtek-Treiber für den Netzwerkcontroller mehr enthielt. Drei Rechner waren plötzlich ohne jeglichen Internet-Zugang, es gab weder vorher einen Hinweis noch zeitnah irgendeine Hilfe. Bin deshalb zu Linux Mint gewechselt, möchte das aber nicht schon wieder erleben.

    0
    1. Linux Mint 20.2 bringt Kernel 5.4 | 5.8 und 5.11 (wohl aus Ubuntu) mit, wobei Kernel 5.8 sein Ende der Unterstützungsdauer gefunden hat. Kernel 5.11 findet sein Ende in 02/2022, also könnte der wohl im kommenden Jahr ersetzt werden. Kernel 5.4 ist LTS, wird also auch in Linux Mint 20.3 vorhanden sein. IMHO sollte das aber auch in Ubuntu 20.04.x der Fall sein.

      0
      1. Danke, hoffen wir also das Beste. In der von mir geschilderten Situation, plötzlich nach einem Update drei Computer ohne Internetverbindung zu haben, sind Linux-Neulinge leider überfordert. So ging es jedenfalls mir. Dass es am Kernel liegt, habe ich erst Wochen danach im Netz gelesen. Da der Realtek-Netzwerkcontroller ziemlich oft verbaut wird und daher viele Ubuntu-Nutzer betroffen waren, kann ich das Vorgehen von Canonical ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. Laut Ubuntuusers soll er im Kernel 5.10.x wieder drin sein, warum er dann in 5.8 rausgeflogen ist, kann ich mir nicht erklären.

        1
    1. Mint hat schon Chrome als Snap verhindert und wird dies folgerichtig auch bei Firefox tun. Künftig könnte das bei zunehmender Snapisierung allerdings zu zeitaufwendig werden. Genau für einen solchen Fall wird ja LMDE gepflegt, sodass Mint dann auf Debian umsteigen könnte.

      16
      1. LMDE ist leider nur eine Notlösung und bringt außer der Unabhängigkeit zu Ubuntu mehr Nach- als Vorteile gerade im Bereich der Aktualität der Pakete und Treiber.
        Da aber mittlerweile immer mehr DEB Pakete, wie seit neusten auch Firefox bei Ubuntu nur noch per Snap angeboten werden, gibt es neben den Rückzug auf LMDE evtl. nur noch Flatpack als Option.
        Dieses Phänomen Zeigt ja deutlich, wo abhängig viele Linux Distros sind, die Ubuntu als Unterbau haben.
        Hoffe, so was kann bei Arch und deren Derivate nicht *so schnell* passieren.

        Erholsames Wochenende

        6
        1. Der maßgebliche Anteil an Paketen in Ubuntu, wird stets direkt von Debian bezogen. Wie kann es also ein Nachteil sein Debian als Basis zu verwenden, und wie sollen die Pakete in Ubuntu angesichts dessen nun aktueller sein? Das Thema Treiber kann auch kein Problem sein, zumal Debian stets das neueste Linux im Repository hat, und selbst via Backports für das jeweils aktuelle Release zur Verfügung gestellt wird. Ich glaube nicht das Arch jemals ein ähnliches Problem haben könnte, und seit Arch nun einen grafischen Installer spendiert bekam, sind dessen Derivate ohnehin wenig sinnvoll geworden.

          -9
          1. Wenig sinnvoll scheinen mir die Arch-Derivate nicht zu sein, wenn es zB. wie bei Garuda-Linux von Haus aus eine BTRFS-Snapper Installation gibt. Gerade bei Rolling ist das nicht zu unterschätzen. Auch einige andere Dinge zeichnen diese Disti aus.

            3
      2. Die alles entscheidende Frage ist nun, warum sie unnötig auf einen Wechsel warten der ohnehin erforderlich sein wird? Und wenn man dann auf LMDE aufbaut, wozu braucht man dann noch Linux Mint, wenn man auch direkt Debian mit Cinnamon nutzen könnte? Denn echte besondere Merkmale hat Linux Mint nicht, und deren eigene Entwicklungen haben in der Vergangenheit auch nicht gerade sicherheitstechnisch geglänzt, noch sind diese wahrhaftig notwendig zur Administration. Und wer wirklich fair ist, kann auch nicht behaupten das Debian allen Ernstes schwieriger zu bedienen sei.

        -5
    2. Gibt das eigentlich ein Betriebssystem das keine Probleme macht ? Ich bin von Windows hierher gekommen und schon gehen die Probleme wieder los !! ICH WILL NUR DAMIT ARBEITEN UND NICHT DEN INFORMATIKER MACHEN !

      0

Kommentar hinterlassen